Hotel City House Hamburg: Bildnis entlarvt Robin Hoods Versteck
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Hotel City House Hamburg: Bildnis entlarvt Robin Hoods Versteck

02.11.2014 | BEiL² - Die PR-Strategen GmbH
Ein weiteres Puzzleteil fast vergessener Geschichte wurde jetzt bei Renovierungen gefunden: Der Lord von Barmbeck, eine der sagenumwobensten Hamburger Persönlichkeiten des 19ten Jahrhunderts, lebte in einem Stadthaus in St. Georg. Heute beherbergt der historische Altbau das "Hotel City House". Der Innenarchitekt Peter Bellmann von Bellmann Interior war beauftragt, die Räumlichkeiten des Hotel City House neu einzurichten und den Stuck zu restaurieren. Bei Arbeiten im Salon fanden er und sein Team vor Kurzem eine ungewöhnliche Verzierung, die sich als das Gesicht des "Lords von Barmbeck", auch bekannt als Hamburgs Robin Hood, herausstellte
Der Fund veranlasste Peter Bellmann und Hans Gerst, Manager des Hotel City House, die Historie des Hauses zu rekonstruieren. Schnell war klar, wen dieses Gesicht in der Verzierung darstellen sollte: den Lord von Barmbeck. Denn das Gebäude, in dem jetzt das Hotel City House untergebracht ist, war früher nachweislich das Wohnhaus des "Lords von Barmbeck".

Das ergaben die gemeinsamen Recherchen mit der Eigentümerin. "Dieser Fund macht unser Hotel zu einem Repräsentanten der Hamburger Geschichte", freut sich Hans Gerst. Er leitet noch acht weitere Hotels, darunter auch das "Raphael Wälderhaus" in Wilhelmsburg.

"Innerhalb der letzten 15 Jahre haben wir durch viele kleine und größere Veränderungen der Inneneinrichtung den unverwechselbaren, englischen Stil des Hotel City House geformt. Dass wir jetzt in dem Stuck das Gesicht des "Lords von Barmbeck" gefunden haben, trägt natürlich noch mehr zu seinem britischen und gleichzeitig hamburgischen Charme bei. Erlebnisse wie dieses machen für mich immer wieder den Reiz an meiner Arbeit aus", so der erfahrene Inneneinrichter Peter Bellmann.


Der Lord von Barmbeck war ein Dieb, ein Kneipenbesitzer und ein richtiger Gentleman noch dazu. Die vor 131 Jahren geborene Hamburger Berühmtheit, dessen bürgerlicher Name Julius Adolf Petersen lautet, lebte in der Zeit von 1882 bis 1933, als der Hamburger Stadtteil Barmbek noch mit "ck" geschrieben wurde. Er betrieb in Barmbek seine "Kaschemme" und ging vor allem als Gauner in die Geschichte Hamburgs ein.

Seinen Titel als "Robin Hood Hamburgs" verdiente er sich, indem er nur die Reichen bestahl. Anders als der mittelalterliche Held, behielt er die Beute allerdings für sich. Sein makelloses Aussehen brachte ihm die Bezeichnung "Lord" ein: Ohne grüne Strumpfhosen zwar, dafür aber mit blankpolierten Schuhen, gestärktem Kragen und Melone.

Zu seiner Blütezeit waren ihm um die 90 Komplizen unterstellt, sein Einkommen war für den ehemals so armen Mann immens. Als Dieb hatte er seine Prinzipien und verfolgte die noble Philosophie, dass unter keinen Umständen ein Menschenleben gefährdet werden durfte. Das jetzige Hotel City House war damals Wohnsitz des Ganoven.

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