Reiserücktrittsversicherung abschließen - Pro und Contra
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Reiserücktrittsversicherung abschließen - Pro und Contra

22.06.2016 | Jonida Jashari

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Ob lang im Voraus geplant oder Last Minute abgeschlossen — ein schöner Sommerurlaub gehört für viele einfach dazu. Die Vorfreude ist meist riesig und der Gedanke, dass etwas dazwischen kommen könnte existiert bei vielen häufig gar nicht. Leider passiert es jedoch öfter als gedacht, dass eine bereits gebuchte Reise nicht angetreten werden kann und für die Betroffenen entpuppt sich der Traum vom Urlaub dann schnell zum Albtraum der Stornierungskosten

Glücklich schätzen kann sich, wer eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat und die Stornierungskosten von seiner Versicherung zurückerstattet bekommt. Allerdings ist nicht jeder vom Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung überzeugt, schließlich kostet sie in erster Linie Geld. Es lohnt sich einmal zu überlegen, welche Vor- und Nachteile eine Reiserücktrittsversicherung bietet und ob sich ein Abschluss letztlich wirklich anbietet oder ob diese Versicherung bloß Geldverschwendung ist.

Pro: Diese Argumente sprechen für eine Reiserücktrittsversicherung

Kommt es zu einer unerwarteten Krankheit, einem plötzlichen Unfall oder sogar einem Todesfall, springt die Reiserücktrittsversicherung ein und übernimmt die Stornierungskosten der Reise. Dieser Aspekt spricht ganz klar für eine Reiserücktrittsversicherung, da im Ernstfall alle Kosten gedeckt sind (zumindest bei einem Tarif ohne Selbstbehalt) und der Versicherte sich nicht auch noch über die Finanzen Gedanken machen muss.

Auch in anderen Fällen springt die Reiserücktrittsversicherung ein, wie zum Beispiel bei Elementarschäden am Eigentum, einer zum Buchungszeitpunkt unbekannten Schwangerschaft, einer zu wiederholenden, ausbildungsrelevanten Prüfung im Reisezeitraum, Impfunverträglichkeiten, Problemen mit Prothesen und Implantaten und bei Arbeitsplatzverlust oder Jobwechsel, der mit einer Urlaubssperre einhergeht.

Die Frage, die sich Urlauber selber stellen sollten ist, für wie wahrscheinlich sie diese Fälle halten. So gibt es zum Beispiel Risikofaktoren, die den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sinnvoll machen können. Dazu zählen zum Beispiel anstehende, wichtige Prüfungen, schon länger angekündigte Stellenstreichungen in der Firma oder der bereits bestehende Versuch schwanger zu werden. Ist einer dieser Fälle gegeben, erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass der geplanten Reise etwas dazwischen kommen kann.

Was allerdings nie abgesehen werden kann, gleichzeitig aber die häufigste Ursache für nicht angetretene Reisen ist, sind unerwartete Krankheiten oder Unfälle. Chronische Krankheiten sind nicht mit versichert, aber tritt eine Erkrankung spontan auf und führt zu Reiseunfähigkeit, ist das Geld ohne Versicherung weg.

Gerade bei sehr teuren Reisen lohnt sich eine Reiserücktrittsversicherung in der Regel schon, da es bei Reisepreisen von mehreren tausend Euro einfach zu ärgerlich wäre, diese einfach in den Sand gesetzt zu haben. Auch wenn die Reise mit der ganzen Familie angetreten werden soll, kann ein Abschluss Sinn machen, da viele Personen auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass etwas dazwischen kommt (weil z.B. einer erkrankt).

Mit einer Reiserücktrittsversicherung müssen sich Reisende im Ernstfall keine Sorgen um ihr Geld machen und können sich ganz auf das eigentliche Problem konzentrieren, das die Reise verhindert hat. Dieses ist meist nervenaufreibend genug und dass zumindest der finanzielle Aspekt der Reise abgesichert ist, ist für viele beruhigend.

Contra: Diese Argumente sprechen gegen eine Reiserücktrittsversicherung

Es gibt auch Reiserücktrittsversicherungs-Kritiker, die diese Versicherung für überflüssig halten, da sie eh nur in ganz bestimmten Fällen zahlt und zudem nicht gerade günstig ist. So sind die Fälle, in denen die Versicherung eintritt oft sehr speziell und selbst eine unerwartete Krankheit führt nicht immer zur sofortigen Versicherungsleistung sondern bedeutet oft erst einmal lange Diskussionen mit der Versicherungsgesellschaft, bis sie tatsächlich die Stornierungskosten übernimmt. Auch gibt es Krankheiten, die man selbst als Grund empfinden würde, eine Reise nicht anzutreten, die für die Versicherung aber nicht als Leistungsfall zählen.

Gerade bei Kurzreisen oder Schnäppchen-Reisen macht eine Reiserücktrittsversicherung oft keinen Sinn, da Reisepreis und Versicherungspreis nicht in Relation stehen. Auch wenn eine Reise gar nicht erst stornierbar ist, ist der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung unsinnig, da die Versicherung nur die Stornierungskosten bezahlt und nicht die tatsächlichen Reisekosten.

Unumstritten ist, dass das Geld für eine Reiserücktrittsversicherung weg ist, sobald die Reise ohne Probleme angetreten werden konnte. Die Frage ist nun wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass tatsächlich etwas dazwischen kommt. Dieses Risiko muss jeder Reisende für sich persönlich abwägen und überlegen, ob er bereit ist das Geld für die Versicherung auszugeben oder nicht.

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