Geplan Design Stuttgart entwirft neues Hotelkonzept
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Geplan Design Stuttgart entwirft neues Hotelkonzept

11.11.2016 | Arnulf Hettrich Medienbüro

Ihre Heimat ist der Globus, der Wohnplatz das Hotel. Moderne Nomaden suchen Vertrautheit und einen Ruhepol, sie suchen Inspiration und nutzen gerne Co-Working-Bereiche. Die renommierte inhabergeführte Lindner Hotels AG hat mit einem völlig neuen Hoteltyp eine passende Antwort für Digital Natives gefunden. Die Marke "me and all" ist jetzt in Düsseldorf an den Markt gegangen, Häuser in Hannover, Kiel, Mainz und weiteren Standorten folgen

Geduscht wird am Fenster mit Blick auf die Stadt. Eine Lamellentür trennt auf Wunsch das Bad vom Schlafbereich und dient nachts zur Verdunkelung / Credit: Beide Geplan Design
Geduscht wird am Fenster mit Blick auf die Stadt. Eine Lamellentür trennt auf Wunsch das Bad vom Schlafbereich und dient nachts zur Verdunkelung / Credit: Beide Geplan Design
Das neue Hotel
Das neue Hotel "me and all" in Düsseldorf: Eine Oase im Großstadt-Dschungel

"me and all" will in erster Linie die hohen Ansprüche der City- und Business-Traveller bedienen. Die neue Boutique-Marke von Lindner trägt die Handschrift der Stuttgarter Kreativschmiede Geplan Design. Auf den ersten Blick fällt auf, dass Geplan die klassischen Raumstrukturen aufgehoben hat, an jeder Ecke warten Überraschungen. Die qualitätvolle Einrichtung zitiert eine fernöstliche Architektursprache. Das ist kein Zufall, denn das neue Hotel befindet sich mitten im japanischen Viertel der Landeshauptstadt.

Mitten hinein nach Little Tokyo. Der Premierenstandort der neuen Hotelmarke "me and all" ist so fern und doch so nah. An der Immermannstraße, nur einen Steinwurf entfernt vom Lindner-Stammhaus, hat das erste Haus eröffnet. Dafür gibt es kaum einen besseren Standort als das umtriebige Düsseldorfer Quartier mit seinen Sushi-Restaurants, japanischen Supermärkten und Dependancen großer Unternehmen aus dem Land des Lächelns.

Mit der Entwicklung des ersten Hauses der neuen Zweitmarke setzte Lindner auf die Erfahrungen Stuttgarter Hotelexperten. Die Hotelexperten um Geplan-Chef Cord Glantz waren mit der Herausforderung betraut, den erfolgreichen Lindner-Hotels eine neue Marke zur Seite zu stellen, die den selben hohen Anspruch hat, aber doch ganz anders ist. Geplan hat eine vergleichbare Aufgabe bereits für die Steigenberger Hotel Group erfolgreich gelöst. Bei der Hotelgesellschaft, die mittlerweile unter der Dachmarke Deutsche Hospitality firmiert, ist Geplan für das Konzept der jungen Marke "Jaz" verantwortlich. Das erste Haus wurde im November 2015 in Amsterdam eröffnet, 2017 soll das erste "Jaz" in Deutschland folgen, und zwar in Stuttgart.

"me and all": Duschen mit Ausblick

Düsseldorf mit seinen 6.500 japanischen Einwohnern war für das Planungsbüro Geplan Design ein Steilpass für das Storytelling. "Gute Themen liegen oftmals auf der Straße. Man muss nur ein Gespür dafür haben", sagt Geplan-Chef Cord Glantz. Mit der Reduktion auf wenige Formen und Materialien sowie einem außergewöhnlichen Grundriss hat sein Büro den Wettbewerb gewonnen. Gästebäder, die üblicherweise im Bereich von Tür und Flur platziert sind, werden im "me and all" an den besten Platz verlegt: ans Fenster. Geduscht wird also mit Ausblick, wenn morgens die Sonne über die Dächer der Metropole streift.

"Das Baderitual hat im japanischen Selbstverständnis eine zentrale Bedeutung", sagt Cord Glantz. "Dem haben wir mit der Positionierung am Fenster Rechnung getragen". Eine revolutionäre wie geniale Idee. Wer für wenige Nächte in der Großstadt absteigt hat kaum Zeit, tagsüber aus dem Fenster zu schauen. "Der Gast steht früh auf und kommt abends spät zurück, für Laissez-faire bleibt meist keine Zeit", sagt Cord Glantz. Warum also nicht die kurzen Momente, in denen der Gast sich im Zimmer aufhält und dabei nicht schläft, ans Licht legen?

Eine Idee, die auch den Vorstand der Lindner Hotels überzeugte. Otto Lindner legte bereits bei den ersten Planspielen für seine neue Zweitmarke die Latte hoch. "In den neuen ,me and all'-Hotels setzen wir auf ein hochwerties Design, das sich an den jeweiligen architektonischen Gegebenheiten orientiert, ohne ins kitschige Klischee zu driften", schrieb er den Planern ins Pflichtenheft. Dies macht deutlich, dass sich Lindner auch bei der Zweitmarke treu bleibt und für jedes Hotel einen eigenständigen Charakter entwickelt.

Dennoch: Das Grundkonzept des Düsseldorfer Premierenhotels wird auch an künftigen Standorten Bestand haben. Mit der bewussten Abwendung von klassischen Raumstrukturen soll die Aufenthaltsqualität für die Gäste deutlich gesteigert werden. Check-in, Working Areas, Chill-Out-Zone, Lounge und Bar gehen fließend ineinander über und geben dem Gast neue Freiräume in ihrer Heimat auf Zeit. Ein Hotel mit Wohnzimmerqualitäten.

Otto Lindner, seit kurzen auch Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), legte neben einer kompromisslosen Fokussierung auf Gästewünsche Wert auf einen durchdachten Ablauf, auf ausgesuchte Materialien und eine technologieorientierte Ausstattung. In den Gästezimmern lassen sich eigene Musik und Filme über 42-Zoll-Flat-TV mit Subwoofer in bestmöglicher Qualität abspielen. Die funktionale Lobby bietet Raum für Netzwerker auf der persönlichen Ebene - oder eben über digitale Netze quer durch Raum und Zeit. WLAN und Connectivity - so selbstverständlich es klingen mag - sind Grundvoraussetzungen dafür. In vielen Hotels sind sie aber noch immer nicht Standard.

Oft mangelt es ganz trivial an Steckdosen. Im "me and all" sind technische Features wie auch ergonomische Arbeitsplätze eine Selbstverständlichkeit, dabei wurden aber die Kernkompetenzen eines Hotels keinesfalls vernachlässigt. "Bei allem technischen Hype zählt am Ende des Tages, ob der Gast sich wohl fühlt", sagt Geplan-Projektleiterin Ulla Laidig. Natürliche Materialien und beruhigende Farben helfen, den Gast zu entschleunigen. Auf ihn wartet mitten im Großstadtdschungel eine Oase der Behaglichkeit. Merbau-Holz als Wandverkleidung bringt Natur ins Haus, zauberhafte Lampions sorgen für schwerelose Leichtigkeit, lässige Sessel lassen den Alltags ringsum vergessen. Geschlafen wird in Rücken schonenden Boxspring-Betten.

Multifunktionale Nutzung

Highlight im 177-Zimmer-Haus an der Düsseldorfer Immermannstraße ist die "me and all"-Lounge in der elften Etage mit grandiosem Blick über die Landeshauptstadt. Auch in diesem Bereich greift ein multifunktionales Konzept: morgens Frühstück, tagsüber Working Zone, abends Szene-Bar. Das ausgeklügelte Möblierungskonzept ermöglicht eine optimale Raumnutzung. Abends sollen Künstler und Szenegänger die Sky-Bar zum Wohnzimmer der Stadt machen.

Raffiniert sind auch die Abläufe in den Gästezimmern. Zusammen mit den Partnern von gna Grimbacher Nogales Architekten aus Düsseldorf hat Geplan nach Lösungen gesucht, die dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen. Als Herausforderung entpuppte sich die Aufgabe, die Rastermaße der Bestandsimmobilie auf die Ansprüche eines Hotelbetriebs zu übertragen. Entstanden sind 18 Zimmervarianten, die mit den gleichen Systemmöbeln bestückt sind. Eine Anpassung an den jeweiligen Grundriss war dabei problemlos möglich.

Für Kosteneffizienz sorgte ein lineares Schreibtisch-Waschtisch-Konzept, das trotz individueller Zimmerzuschnitte eine serielle Möbelproduktion ermöglichte. Bei dieser Geplan-Entwicklung fließen beide Bereiche nahtlos ineinander über und können je nach Bedarf mal als Arbeitsfläche, mal als Ablage für Kosmetik genutzt werden. Einzige Konstante in allen 18 Zimmern ist ein TV-Element, in das auch ein offener Gardarobenbereich integriert ist. "Reduktion ist der Grundgedanke", sagt Cord Glantz und verweist auf ganz wenige Materialien und Formen: "One is good, two are perfect, three is too much!".

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