Stromanbieter wechseln: Hohes Einsparpotenzial für Hoteliers
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Stromanbieter wechseln: Hohes Einsparpotenzial für Hoteliers

08.03.2018 | Hendrik Fischer

Seit der Liberalisierung des Strommarkts buhlen Hunderte Stromanbieter um gewerbliche und private Kunden: Die Preisunterschiede zwischen den Unternehmen sind groß. Trotzdem beziehen viele Hoteliers ihren Strom weiterhin vom örtlichen Grundversorger, obwohl dieser häufig mehrere Cent pro Kilowattstunde teurer als bei preiswerten Anbietern ist. Manche fürchten sich vor dem Aufwand eines Wechsels, dabei ist dieser minimal

Strompreise vergleichen und Einsparpotenzial ermitteln vor dem Stromanbieterwechsel

Im ersten Schritt sollten Hoteliers prüfen, ob sich für sie ein Wechsel des Stromtarifs auszahlt. Stromkosten setzen sich aus einer monatlichen Grundgebühr und dem Verbrauchspreis pro Kilowattstunde zusammen. Aufgrund des hohen Stromverbrauchs in Hotels interessiert vor allem der Verbrauchspreis. Scheinbar kleine Differenzen summieren sich im Jahr zu einem erheblichen Betrag, ein Wechsel kann sich bereits bei einem Unterschied von unter einem Cent lohnen. Mit einem Tarifrechner recherchieren Eigentümer das Einsparpotenzial im Vergleich zu den bisherigen Ausgaben. In einen solchen Rechner geben sie die Postleitzahl und den Jahresverbrauch ein. Die Postleitzahl ist wichtig, damit sich der Vergleichsrechner auf die lokal erhältlichen Tarife beschränkt. Anhand des Jahresverbrauchs ermittelt er die mögliche Ersparnis. Vorsicht sollten Hoteliers walten lassen, wenn zu diesem Zeitpunkt einige Stromanbieter die Preise aufgrund höherer Steuern und Umlagen erhöht haben. Das geschieht oftmals am Jahresanfang, ist zwischen den Unternehmen jedoch gewöhnlich zeitversetzt. Ein aktuell günstigerer Anbieter zieht eventuell wenig später mit einer Preiserhöhung nach. Verbraucher sollten sich informieren, ob er bereits eine Erhöhung getätigt hat, sie explizit ausschließt oder ob noch keine Informationen vorhanden sind.

Beachtenswertes bei der Tarifwahl: Neukundenbonus, Preisgarantie und Co.

Viele Stromanbieter locken mit einem Neukundenbonus, Kunden erhalten eine Prämie überwiesen. Teilweise ziehen die Unternehmen den Betrag auch von der Rechnung ab. Ein Bonus ist in vielen Fällen finanziell attraktiv, Aufmerksamkeit verdienen aber die Gesamtkosten. Er bringt nichts, wenn das Unternehmen einen hohen Strompreis fordert. Bei der Preisgarantie handelt es sich um einen weiteren wichtigen Aspekt. Sie klingt verlockend, es kommt jedoch auf die Ausgestaltung an. Erstens sollte der Zeitraum mindestens ein Jahr lang sein. Zweitens fragt sich, ob der Anbieter eine absolute oder eine eingeschränkte Preisgarantie gibt. Eine eingeschränkte Preisgarantie umfasst die Kosten für den Stromanteil plus die Netzentgelte, alle weiteren Erhöhungen, wie bei Steuern und der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom, dürfen Firmen aufschlagen. Darüber hinaus können Hoteliers zwischen konventionellen Tarifen und Ökostromtarifen wählen. Einige Ökostromtarife kosten weniger als normale Tarife beim Grundversorger. Eigentümer sparen und verpassen ihrem Hotel zugleich ein ökologisches Image, wenn sie offensiv damit werben.

Kündigung beim Stromanbieter wechseln: Fristen, Sonderkündigungsrecht und Ablauf

Stromanbieter versehen ihre Tarife mit Kündigungsfristen und gegebenenfalls mit Mindestvertragslaufzeiten. Es kann dauern, bis der neue Tarife greift. Die Kündigungsfrist beträgt meist drei Monate, Mindestvertragslaufzeiten haben eine Gesamtdauer von bis zu zwei Jahren. Hoteliers können bedenkenlos schon weit zuvor einen neuen Stromlieferanten beauftragen. Die Besonderheit beim Stromwechsel ist, dass das künftige Unternehmen beim Altanbieter kündigt und zum Laufzeitende automatisch übernimmt. Eine Kündigung müssen Kunden nur selbst formulieren, wenn sie das Sonderkündigungsrecht nach einer Preiserhöhung wahrnehmen. Firmen müssen spätestens sechs Wochen zuvor auf eine Erhöhung hinweisen, innerhalb von zwei Wochen können Betroffene die Kündigung aussprechen. Das sollten sie schriftlich und per Einschreiben verwirklichen.

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