Hotel samt Casino - Nur in den USA ein Erfolgsmodell?
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Hotel samt Casino - Nur in den USA ein Erfolgsmodell?

30.10.2018 | Hotelier.de

Die Idee, ein Hotel mit großem Komfort mit einem Casino zu verbinden, ist nicht besonders neu. In den USA sorgt diese Kombination schon seit Jahrzehnten für die finanziellen Erfolge der Hoteliers. Noch immer wird darüber diskutiert, ob die Herangehensweise künftig auch in Deutschland eine Rolle spielen könnte. Schnell würde ein Anbieter dadurch ein Alleinstellungsmerkmal schaffen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Es lohnt sich in jedem Fall, einen genauen Blick auf dieses Thema zu werfen

Casinos machen auch gutes Bargeschäft
Casinos machen auch gutes Bargeschäft

Eine bessere Auslastung

Verfügt ein Hotel über ein angeschlossenes Casino, so zeugt dies nicht nur von Service und Renommee. Auf der anderen Seite ist es möglich, die Auslastung der Betten immer wieder zu verbessern. In den USA ist es für Casinospieler durchaus üblich, im angeschlossenen Hotelkomplex zu übernachten. Dafür sorgen die Verantwortlichen auch mit besonderen Anreizen. Diese können etwa aus Vergünstigungen für die ersten Einsätze bestehen, sofern mindestens eine Nacht im Hotel gebucht wird.

Viele Metropolen in den USA profitieren außerdem von den großen internationalen Turnieren, die dort regelmäßig abgehalten werden. Sie sind für Spieler aus aller Welt ein Grund, um den Weg in die Stadt auf sich zu nehmen. Da etwa die großen Poker Events rund eine Woche lang dauern, bis die Entscheidung gefallen ist, kommen entsprechend viele Übernachtungen zustande. Die Turniere selbst werden gerne in die Nebensaison gelegt, um über das ganze Jahr hinweg eine ansprechende Auslastung der Betten zu erreichen.

Eine Branche unter Druck

Gerade in Deutschland durchlaufen die Casinos aktuell eine wirtschaftlich schwierige Zeit. Immer weniger Spieler entscheiden sich für den Weg in klassische Spielhallen, um dort ihre Einsätze abzugeben. Stattdessen legen sie den Fokus auf digitale Angebote, die inzwischen in einer großen Vielfalt zur Verfügung stehen. Selbst die sozialen Eindrücke des Spiels an einem echten Tisch werden inzwischen im World Wide Web vermittelt. Dies belegen die Live Casinos, in denen es über einen Stream möglich ist, das Spiel von einem Dealer lenken zu lassen. Weitere Informationen dazu sind unter https://live-casinos24.com/casino-spiele/roulette zu finden.

Während ein Unternehmen, dessen einziges Standbein das Glücksspiel darstellt, aktuell stark unter Druck steht, können sich die Hotel-Casino-Komplexe eher entlasten. Hier stabilisieren die Einnahmen durch die Übernachtungen die finanzielle Bilanz. So ist es in vielen Fällen leichter, das Angebot aufrechtzuerhalten und damit die Spieler weiterhin zu erreichen.

Muss es der große Luxus sein?

Natürlich befinden sich die bekanntesten Komplexe, die auf die Verbindung von Hotel und Casino setzen, in Las Vegas. Um in einer solch pompösen Stadt noch auffallen zu können, war es bereits vor mehr als 50 Jahren notwendig, auf sich aufmerksam zu machen. In der Folge entstanden große Hotels, die einen extremen Luxus verkörpern sollen, der sich in unseren Augen meist als purer Pomp entpuppt. Hotels wie das Caesars Palace konnten in den vergangenen Jahrzehnten einen fast legendären Ruf erreichen. So ist es auch die mediale Bekanntheit, welche die Spieler in die heiligen Hallen der Casinos lockt. Wer einen Blick auf die nackten Zahlen wirft, kann schnell erkennen, dass das Glücksspiel für den weit größeren Teil des Umsatzes verantwortlich ist.

In Deutschland würde ein solches Modell wohl kaum zum Erfolg führen. Zu überdimensioniert wirken die Angebote, wie sie in Nevada bestaunt werden können. Sollte es jedoch gelingen, ein Hotel mit normaler Größe und Ausstattung mit einem Casino an attraktiven Standorten zu verbinden, so würden sich davon viele Spieler angesprochen fühlen. Bislang gibt es hierzulande wenig vergleichbare Angebote.

Eine unvergleichliche Kapazität

Schwer fällt es zunächst, sich ein klares Bild von der Kapazität zu machen, durch die sich die Angebote in Las Vegas auszeichnen. Die Hotels wurden in der Regel von großen Investoren erbaut, die sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen anstachelten. Einige Domizile, wie etwa das Luxor Hotel, besitzen mehr als 4.000 Zimmer. Ein unglaubliches Heer an Personal ist notwendig, um den Betrieb Tag für Tag am Laufen zu halten. So ist es kaum verwunderlich, dass der Vergleich mit den deutschen Angeboten hinkt.

Auf der anderen Seite sprechen die Angebote eine breite Zielgruppe an. Zumindest die günstigsten Räume stehen auch der breiten Mittelschicht des Landes zur Verfügung. Nach oben hin sind den Vorstellungen der Gäste derweil kaum Grenzen gesetzt. Sie haben in den oberen Etagen die Möglichkeit, ein ganzes Stockwerk zu mieten und eine Suite mit besonderem Komfort und Luxus zu genießen. Dabei ist das angeschlossene Casino nur noch eines von zahlreichen Extras, die vor Ort genossen werden können. Natürlich trägt die enorme Kapazität einen Teil zur Wirtschaftlichkeit des gesamten Angebots bei. So eröffnen sich Möglichkeiten, die ein Hotel normaler Größe nicht zu erträumen wagt.

In den USA locken die Stars

Doch nicht nur günstige Übernachtungen, die dank der hohen Einnahmen des Casinos verkraftet werden können, locken die Gäste in den USA. Darüber hinaus sind die großen Unternehmen dazu in der Lage, große Stars für Auftritte zu gewinnen. Im vergangenen Jahrhundert sorgte etwa Elvis Presley für Aufsehen, als er sich für regelmäßige Konzerte in Las Vegas entschied. Er war einer der ersten großen Künstler, die dort riesige Gagen empfangen konnten. Auch diese waren wiederum nur durch die Einnahmen zu finanzieren, die letztlich über das Casino generiert werden konnten. In jüngerer Vergangenheit trat Elton John an eine ähnliche Position. Während die Konzerte nahezu kostenlos dem Publikum zur Verfügung gestellt wurden, freute sich der Sänger über Gagen in Millionenhöhe.

Andere Presseberichte