In 70 Jahren um die Welt: Fanta — vom Molkedrink zur globalen Erfolgsmarke
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In 70 Jahren um die Welt: Fanta — vom Molkedrink zur globalen Erfolgsmarke

04.10.2010 | Coca-Cola GmbH / FAKTOR 3 AG
Berlin, Oktober 2010. In den 40er Jahren Deutschland, in den 50ern Europa und in den 60ern der Rest der Welt – so ließe sich die Erfolgsstory der beliebten Orangenlimonade kurz und knapp zusammenfassen
Mit ständig neuen Geschmacksrichtungen, innovativen Designlösungen und immer erfrischend lecker hat Fanta den Alltag vieler Menschen in den vergangenen 70 Jahren bunter gemacht und die Kindheit ganzer Generationen geprägt. 1940 hätte im Deutschland des Zweiten Weltkrieges bestimmt noch niemand gedacht, dass aus dem improvisierten Molkedrink namens Fanta schon ein paar Jahre später ein Exportschlager werden sollte. Aber vermutlich gerade weil Fanta damals nicht auf dem Reißbrett, sondern durch fantasievolle Improvisation entwickelt wurde, ist die Orangenlimonade heute ein Riesen-Erfolg in fast 200 Ländern der Welt.

Die Geburtsstunde in Deutschland
Im Grunde begann alles ein wenig aus der Not heraus. Als während des Zweiten Weltkrieges in
Deutschland kein Coca-Cola Konzentrat mehr verfügbar war, kam die Produktion des beliebten
Softdrinks zum Erliegen. Um den Fortbestand des Standortes Deutschland zu sichern,
entwickelte ein deutsches Coca-Cola Team ein völlig neues Erfrischungsgetränk auf Basis
eines Rohstoffes, auf den man auch in Kriegszeiten setzen konnte: Molke – ein Naturprodukt,
das bei der Quark- und Käseproduktion anfällt. Im Rahmen eines internen Wettbewerbs wurden
die Mitarbeiter aufgerufen, sich einen passenden Namen für den innovativen Softdrink
auszudenken. Und da er gemeinhin als „fantastisch“ und die Rezeptur als „fantasievoll“
empfunden wurde, stand schnell fest: Das neue Erfrischungsgetränk sollte Fanta heißen – und
während des Krieges zum Rettungsanker für die gesamte Firmengruppe in Deutschland
werden.

Der Beginn einer steilen Karriere
Als 1945 der Krieg endlich zu Ende war, konnte Coca-Cola wieder produziert werden. Dennoch
nutzten die Vertriebsmitarbeiter sämtliche Kanäle und Orte, um auch Fanta möglichst vielen
Verbrauchern in Deutschland näher zu bringen – schnell wurde das Molkegetränk ein
omnipräsentes Symbol für Erfrischung. Mit Leiterwagen, alten Lieferwagen und Aktentaschen
gefüllt mit Eis zogen Verkaufsmitarbeiter durch die Lande und postierten sich überall, wo etwas
los war. Wo Durst gelöscht werden musste, war Fanta schon da – bei Schwimmbad-
Eröffnungen, Stadtfesten oder Sportereignissen. Selbst Bundeskanzler Adenauer kam jeden
Morgen vor dem Bonner Bundeshaus an einem Fanta Stand vorbei; hier wartete ein Coca-Cola
Mitarbeiter mit einem Handwagen auf Politiker, Presse und Publikum. Sein Stand erlangte mit
der Zeit einen geradezu legendären Ruf. Heute ist Fanta ein Beispiel für Deutschlands
Wiederaufbau, für Wirtschaftswachstum, für einen Exportschlager: Fanta ist heute eine
Weltmarke. In den 50er Jahren eroberte sie erst Europa, dann den Rest der Welt.

Fanta Orange mit italienischen Wurzeln
1955 begann ein neues Kapitel in der Geschichte von Fanta: Ein italienischer Abfüller aus
Neapel hatte den Wunsch, ein Erfrischungsgetränk mit Orangengeschmack unter dem Dach der
The Coca-Cola Company herzustellen. Die Verantwortlichen bei Coca-Cola fanden diese Idee
gut; im April 1955 verließ die erste Fanta mit Orangenrezeptur die neapolitanische Abfüllanlage.
Sie eroberte nicht nur direkt einen Stammplatz in den Eisdielen und Cafés Italiens – die neue
Rezeptur bedeutete auch den Startschuss für den Siegeszug um die ganze Welt.
Im selben Jahr gelang Fanta auch optisch der Aufstieg zur Stil- und Marken-Ikone: Die Fanta
Ringflasche mit ihren griffigen horizontalen Ringen und dem in die Glasflasche eingebrannten
„twin peak“-Logo wurde entworfen und prägt bis heute Jugenderinnerungen ganzer
Generationen. Verantwortlich dafür zeichnete kein geringerer als der französische Star-
Designer Raymond Loewy, der Pionier des amerikanischen Industrie-Designs.

Von Italien über Australien in die ganze Welt
In Deutschland und Italien war Fanta aus dem Alltag der Menschen schon in den 50ern nicht
mehr wegzudenken. Und die Fanta Begeisterung machte an den Grenzen Europas nicht halt:
Bereits im November 1955 gab es einen ersten Fanta Abfüller in Australien. Im folgenden Jahr
startete die Produktion der erfrischenden Orangenlimonade in den USA – viele Coca-Cola
Abfüller wünschten sich eine neue Marke, unter der sich verschiedene Geschmacksrichtungen
von Softdrinks verkaufen ließen. Nach und nach setzte sich die fruchtige Orangenlimonade in
weiteren Ländern durch, 1960 war Fanta bereits in 36 Ländern bekannt und beliebt. Über zehn
verschiedene Geschmacksrichtungen gab es zu diesem Zeitpunkt weltweit, darunter Orange,
Lemon und Erdbeere. Allerdings war nicht jede Geschmacksrichtung in jedem Land gleich
erfolgreich – und das Besondere an der Marke Fanta ist bis heute, dass sich ihre Vielfalt auch
an der bunten Fülle der Rezepturen in den verschiedenen Ländern der Welt widerspiegelt. So
hat auch die Fanta Orange auf der Welt nicht nur ein Gesicht: In einem Land schmeckte sie
süßer, in einem anderen fruchtiger – immer abhängig von den jeweiligen regionalen Vorlieben.

Das Leben wird immer bunter
Den Erfolg von Fanta nahmen die Verantwortlichen bei der The Coca-Cola Company im Mai
1960 zum Anlass, die Fanta Beverage Company zu gründen, die fortan in Atlanta die
Entwicklungen und Innovationen der Marke koordinieren sollte. In Deutschland wurde, als der
Wiederaufbau nach dem Krieg geschafft war, das Leben allerorts aktiver, bunter, freier und
ungezwungener. Junge und Junggebliebene wollten immer mehr Abwechslung – Fanta gab sie
ihnen. 1959 wurde mit Fanta klar die Rezeptur der italienischen Fanta mit Orangengeschmack
auch in Deutschland eingeführt, 1964 kam mit der trüben Orangenlimonade die heute bekannte
Fanta auf den Markt. 1968 war auch im Hause Coca-Cola ein Revolutionsjahr: Die Fanta
Familie erhielt Nachwuchs mit Sprite, einem Ableger der Fanta Zitrone. In den 70er Jahren
gehörte Fanta genauso fest zum Leben der Deutschen wie Schlaghosen, Petticoats und
Blumenmuster. Die Kombikiste von 1976 entsprach dem bunten Alltag des Verbrauchers und
setzte seinen Trinkvorlieben nach Coca-Cola, Sprite, Mezzo Mix oder Lift Apfelschorle ab sofort
keine Grenzen mehr – die verschiedensten Kombinationen der Coca-Cola Produkte waren
möglich. Zugleich wurde das Fanta Sortiment immer größer: Der Einführung von Fanta Zitrone
im Jahr 1981 folgten nach und nach Fanta Mango, Fanta Herb Orange, Fanta Pink Grapefruit,
Fanta Mandarine, Fanta Limette, Fanta Wild Berries und Fanta Fresh Lemon.

Erfolg in Russland, China und Indien
Trotz des Kalten Krieges machte der Siegeszug Fantas um die Welt auch vor der damaligen
Sowjetunion nicht halt: Bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau wurde neben
Coca-Cola auch Fanta zum Getränke-Renner. 1984 wird in den USA mit Diet Fanta die erste
kalorienreduzierte Fanta im Markt eingeführt. Diet Fanta gibt es kurz danach in ganz Amerika in
vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen: von Ginger Ale, Strawberry, Grape bis hin zu
Root Beer und Black Cherry. Außerdem erfolgte 1984 mit der Eröffnung einer neuen
Abfüllanlage in China die erstmalige Produktion von Fanta in dem asiatischen Land; 1994
startete die Produktion in Indien und 1996 in Vietnam. Kein Wunder, dass Fanta schnell zur
erfolgreichsten Orangelimonade der Welt wurde: Bereits im Jahr 1994 überschritten die
Verkäufe zum ersten Mal die 1-Million-Grenze.

Trends und Innovationen im neuen Jahrtausend
Auch im neuen Jahrtausend setzt Fanta wieder Trends: 2004 löste die Fanta Splashbottle die
klassische Ringflasche ab. Der Designer Zaki Elia aus London gestaltete die unverwechselbare
PET-Flasche, deren ungewöhnliche Form das Temperament Fantas verkörpert, und die mit der
runden Wölbung in der Mitte an die Form einer Orange erinnert. Auch in punkto Rezeptur hat
sich einiges getan: Skandinavien war Vorreiter der europäischen kalorienreduzierten Fanta
Free, Nachfolger der amerikanischen Diet Fanta. Im Oktober 2004 kamen in Finnland und
Schweden die drei Geschmacksrichtungen Fanta Free Orange, Tropical Berry und
Ananas/Grapefruit auf den Markt. Aus der Skandinavischen Fanta Free wurde in Deutschland
2005 die Fanta Light und schließlich 2007 die heute bekannte und erfolgreiche Fanta Zero mit
vollem Geschmack und null Zucker. Seit 2008 verfolgt Fanta in Deutschland das Konzept Fanta
World: Zweimal im Jahr kommt für den limitierten Zeitraum von sechs Monaten eine neue
exotische Geschmacksrichtung auf den Markt – aktuell findet man Fanta World Südafrika
Orange-Pfirsichgeschmack in den Supermarktregalen. Auch die Rezeptur der Fanta Orange
wurde nochmals überarbeitet: Sie gibt es seit Mai 2009 ohne künstliche Aromen und Farbstoffe.
Einmal mehr hat sich Fanta an den Bedürfnissen und Wünschen der Verbraucher orientiert, die
dem vorherrschenden Gesundheitstrend folgen. Alle Fanta Varianten werden nach und nach
ohne künstliche Farbstoffe und Aromen erhältlich sein. Dabei hat sich am bewährten
Geschmack nichts verändert: Fanta bleibt nach wie vor Fanta und garantiert eine spritzige
Erfrischung mit hohem Spaßfaktor – für Kinder und Eltern gleichermaßen!

Immer nah am Verbraucher
Heute ist Fanta eine echte Weltmarke. Das Erfrischungsgetränk „made in Germany“ wird
inzwischen in knapp 200 Ländern getrunken, darunter Peru, Chile und Kenia – in nahezu jedem
Land der Welt. Mit über 70 verschiedenen, auf regionale Vorlieben abgestimmten
Geschmacksrichtungen belegt Fanta in Deutschland Platz 2 unter den Coca-Cola Produkten.

Frisch, froh, fröhlich, Fanta – Spots aus 70 Jahren Fanta Geschichte:
1940: Das erfrischende Getränk.
1955: Fanta erfrischt.
1966: Trink was schmeckt – Fanta.
1967: Laß dir mal ’ne Fanta schmecken.
1971: Durst macht Spaß mit Fanta.
1975: Weil’s Spaß macht und schmeckt!
1981: Fanta, Fanta, weil’s Spaß macht und schmeckt.
2001: Spaß ist, was ihr draus macht!
2005: Trinke Fanta. Sei Bamboocha.
2008: Trinke Fanta. Lebe bunter!

Über Coca-Cola mehr lesen im Lexikon von Hotelier.de

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