Voraussichtlich 1,7 % weniger Riesling im Jahrgang 2021
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Weinernte 2021 3,0 % über Vorjahresniveau

29.08.2021 | destatis.de

8,8 Millionen Hektoliter Weinmost im Jahrgang 2021 erwartet - Deutliche Zuwächse in Franken, am Mittelrhein und in Württemberg, Rückgänge an der Mosel, in Baden und an der Nahe - Voraussichtlich 1,7 % weniger Riesling als im Vorjahr

WIESBADEN – Die Winzerinnen und Winzer in Deutschland erwarten im Jahr 2021 eine etwas bessere Weinernte als im Jahr 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand erster Schätzungen mitteilt, rechnen sie mit 8,76 Millionen Hektolitern Weinmost und damit 3,0 % mehr als im Vorjahr. Im Jahrgang 2020 waren es 8,51 Millionen Hektoliter. Damit weicht die Erntemenge 2021 kaum vom Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 (8,78 Millionen Hektoliter) ab. Allerdings erwarten die Weinbaubetriebe in einigen Anbaugebieten deutliche Zuwächse. Für das von der Flutkatastrophe betroffene Anbaugebiet Ahr ist die Datenlage indes noch unsicher.

In den größten Weinanbaugebieten Rheinhessen (2,52 Millionen Hektoliter) und Pfalz (2,37 Millionen Hektoliter) werden wie in den Vorjahren mehr als die Hälfte (56 %) der gesamten deutschen Erntemenge erwartet. Ein knappes weiteres Viertel (23 %) entfällt voraussichtlich auf Württemberg (1,01 Millionen Hektoliter) und Baden (0,99 Millionen Hektoliter). Die restlichen 21 % verteilen sich auf die übrigen neun Anbaugebiete.

Franken mit knapp 64 %, Mittelrhein und Württemberg mit gut 35 % höherer Ernte

Die Veränderungen gegenüber 2020 fallen in den einzelnen Anbaugebieten sehr unterschiedlich aus: Deutliche Steigerungen der Erntemenge werden unter anderem in den Anbaugebieten Franken (+63,9 %), Mittelrhein (+40,3 %) und Württemberg (+35,1 %) erwartet, nachdem Trockenheit und Spätfröste in Franken und Württemberg im Vorjahr zu geringen Ernten geführt hatten. In etwa auf Vorjahresniveau wird sich die Erntemenge voraussichtlich in den Anbaugebieten Pfalz (+2,8 %), Hessische Bergstraße (+1,0 %) und Rheinhessen (-1,4 %) bewegen. Ernteeinbußen müssen Erzeuger unter anderem an der Mosel (-14,8 %), Baden (-9,8 %) und Nahe (-6,1 %) befürchten. Für das von der Flutkatastrophe stark betroffene Weinanbaugebiet Ahr liegen derzeit nicht genügend Daten für verlässliche Aussagen zur Entwicklung in diesem Jahr vor. Gleichwohl sind in die Berechnung der Gesamtzahlen für Deutschland vorläufig geschätzte Werte freiwilliger Berichterstatterinnen und Berichterstatter für das Weinanbaugebiet Ahr eingeflossen.

Voraussichtlich 1,7 % weniger Riesling im Jahrgang 2021

Von der gesamten Weinerntemenge 2021 entfallen zwei Drittel (67 %) auf Weißmost und ein Drittel (33 %) auf Rotmost. Insbesondere in den Anbaugebieten Mosel (91 %), Rheingau (87 %) und Mittelrhein (86 %) wird fast ausschließlich Weißmost erzeugt.

Die Erntemenge von Riesling, der beliebtesten deutschen Rebsorte, nimmt im Jahr 2021 gegenüber 2020 voraussichtlich um 34 120 Hektoliter auf 2,04 Millionen Hektoliter ab (-1,7 %). Für die flächenmäßig zweitwichtigste weiße Rebsorte Müller-Thurgau (1,04 Millionen Hektoliter) wird ein Rückgang von 8,7 % erwartet. Unter den roten Rebsorten werden im Jahr 2021 nach der aktuellen Schätzung die Erntemengen von Blauem Spätburgunder (829 700 Hektoliter; +12,6 %) zunehmen und von Dornfelder (756 700 Hektoliter; -10,3 %) abnehmen.

 

Weinnachrichten/ Pressemitteilung Nr. 391 vom 4. Oktober 2019

Weinernte 2019 voraussichtlich um 13 % geringer als 2018

WIESBADEN – Die Winzerinnen und Winzer in Deutschland erwarten im Jahr 2019 einen Rückgang der Ernte um 13 % gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand erster Schätzungen mitteilt, wird mit 9,04 Millionen Hektolitern Wein im Jahr 2019 gerechnet. Im mengenmäßig starken Jahrgang 2018 waren es aufgrund günstiger Witterungsbedingungen 10,4 Millionen Hektoliter. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 wird die Erntemenge von 2019 voraussichtlich um 0,12 Millionen Hektoliter (+1,4 %) höher liegen.

Von der gesamten Weinerntemenge 2019 entfallen 65 % auf Weißmost und 35 % auf Rotmost. Insbesondere in den Anbaugebieten Mosel (90 %), Rheingau (86 %) und Mittelrhein (85 %) wird fast ausschließlich Weißmost erzeugt.

Die Erntemenge von Riesling, der beliebtesten deutschen Rebsorte, nimmt im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 333 000 Hektoliter auf 1,94 Millionen Hektoliter ab (-15 %). Auch für die übrigen weißen Rebsorten Müller-Thurgau (1,20 Millionen Hektoliter; -20 %), Grauer Burgunder (536 600 Hektoliter; -20 %) und Weißer Burgunder (477 600 Hektoliter; -14 %) werden Rückgänge gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dagegen wird für die Rebsorte Grüner Silvaner mit steigenden Erträgen gerechnet (423 800 Hektoliter; +3 %).

Bei den roten Rebsorten werden im Jahr 2019 ebenfalls geringere Erträge als im Vorjahr erwartet. So wird schätzungsweise die Erntemengen von Blauem Spätburgunder (962 000 Hektoliter; -5,1 %), von Dornfelder (797 700 Hektoliter; -6,7 %) und von Portugieser (296 200 Hektoliter; -12,6%) abnehmen.

Für die drei großen Weinanbaugebiete Rheinhessen (2,48 Millionen Hektoliter), Pfalz (2,27 Millionen Hektoliter) und Baden (1,39 Millionen Hektoliter) werden gut zwei Drittel der gesamten deutschen Erntemenge erwartet. Weitere 24% entfallen voraussichtlich auf Württemberg (1,01 Millionen Hektoliter), Mosel (689 000 Hektoliter) und Franken (422 100 Hektoliter). Die restlichen rund 10 % verteilen sich auf die sieben kleineren Anbaugebiete. 

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