Coffee to go? Hamburg sagt ‚No' mit ‚REFILL IT!'
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Coffee to go? Hamburg sagt ‚No' mit ‚REFILL IT!'

15.11.2016 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

Wer am Hauptbahnhof in Hamburg z.B. zum gegenüberliegenden ZOB wechselt, wundert sich über den Abfall und den Schmutz, der überall in Deutschlands angeblich schönster Stadt herumliegt. Die vielen herumliegenden Coffee to go Becher sind ein Aspekt der Müllproblematik

Hamburg hat ein Müllproblem. Gerade im Oktober hatte das Hamburger Abendblatt über den zunehmenden Abfall an den Alsterwiesen, am Elbstrand und dem ZOB hingewiesen. Am letzteren Ort wohl auch  wegen der vielfältigen Zuständigkeiten, die nun vom Bezirksamt Hamburg Mitte entflochten werden.

Ein großes Problem sind dabei die Einweg-Kaffeebecher. Einige hunderttausend Pappbecher landen so täglich in Müllbehältern oder eben nicht und belasten so zusätzlich die Ressourcen und Umwelt. Nun wurde in Hamburg das erste Mehrweg-Pfandbechersystem für Coffee to go ins Leben gerufen. ‚REFILL IT!' heißt das Pilotprojekt, acht Cafés aus verschiedenen Stadteilen wie St. Pauli machen mit, wo die Gegend um das Nobistor wegen dem sichtlichen Müllaufkommen inzwischen ‚Entsorgungspark' heißt.

'Refill it!' und das Mehrweg-Pfandbecher-Poolsystem

Refill it! ist ein so genanntes  Mehrweg-Pfandbecher-Poolsystem von dem nachhaltigen Kaffeeröster El Rojito aus Hamburg. So funktioniert das Pfandsystem: Man holt sich einen Pfandbecher bei einem der teilnehmenden Cafés und leiht sich einen umweltfreundlichen Mehrweg-Pfandbecher für 1,50 Euro. Anschließend kauft man einen bio-fairen Kaffee zum to go Verzehr. Danach gibt es zwei Möglichkeiten: man lässt sich den Pfandbecher wieder auffüllen oder gibt den Becher in einem der Cafés zurück. Das Pfandgeld in Höhe von 1,50 Euro gibt es für den Becher zurück.

Der teilnehmende Gastronom spült die Becher gründlich aus und führt den Pfandbecher wieder in den Kreislauf zurück. El Rojito tauscht abgenutzte Becher aus und stellt die Logistik für die Partner. Sollte sich das System im Praxistest bewähren, werden sicher bald weitere Cafés mitmachen.

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