Abschlußbericht ISM 2011: Kontaktstark und international — die ISM schließt nach vier Messetagen mit zufriedenen Ausstellern
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Abschlußbericht ISM 2011: Kontaktstark und international — die ISM schließt nach vier Messetagen mit zufriedenen Ausstellern

05.02.2011 | Koelnmesse GmbH
41. ISM in Köln mit Besucherplus von fünf Prozent Starke Kontakt- und Handelsmesse

- Eröffnung der ISM mit Bundeswirtschaftsminister Brüderle
- Partnerland Türkei zeigt starkes Profil
- Exklusiver CEO-Lunch
- New Product Showcase mit Top-Innovationen
- Kreativer Input durch Sonderschauen „ISM-Chocolate Master “ und “Sweet Seasons”
- 1. ProSweets Cologne Conference „Flavour Ingredients“ gut besucht
 Am Stand Lambertz GmbH & Co. KG v.l.n.r. Dr. Hermann Bühlbecker (Fa. Lambertz), Baptiste, Dita von Teese, Chris de Burgh, Rosanna Davison, Baptiste, Markus Schenkenberg / Bildquelle: Koelnmesse GmbH
Am Stand Lambertz GmbH & Co. KG v.l.n.r. Dr. Hermann Bühlbecker (Fa. Lambertz), Baptiste, Dita von Teese, Chris de Burgh, Rosanna Davison, Baptiste, Markus Schenkenberg / Bildquelle: Koelnmesse GmbH
Zum Abschluss der 41. Internationalen Süßwarenmesse (ISM) äußerten sich Veranstalter wie Aussteller überaus zufrieden mit dem Messeverlauf. Vier Tage lang zeigte die internationale Süßwarenwirtschaft in Köln Profil und traf damit den Geschmack der rd. 32.300 Besucher (2010: 30.871), die aus fast 150 Ländern nach Köln reisten.

„Mit dieser kontaktstarken Messe hat die ISM ihre Bedeutung als wichtigste internationale Plattform für den Handel mit Süßwaren und Knabberartikeln klar unterstrichen“, sagte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. „Noch mehr Internationalität, hohe Besucherqualität, direkter Marktzugang: Dies sind die unbestrittenen Stärken der ISM.“ „Der Gesprächsbedarf war in diesem Jahr wegen der angespannten Rohstoffsituation besonders hoch“, ergänzte Tobias Bachmüller, Vorsitzender des Arbeitskreises Internationale Süßwarenmesse und geschäftsführender Gesellschafter Katjes Fassin GmbH & Co. KG. „Die Verhandlungen waren daher sehr intensiv.“

Zum ersten Mal präsentierte die ISM ein Partnerland, die Türkei, die sich mit einem starken Auftritt erfolgreich profilierte. Eröffnet wurde die ISM von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gemeinsam mit dem türkischen Staatsminister für Außenhandel M. Zafer Çaglayan.

Der Bundeswirtschaftsminister unterstrich im Rahmen der Eröffnung die Bedeutung der Süßwarenwirtschaft als Arbeitgeber und Ideentreiber. Die deutsche Süßwarenindustrie ist mit einem Umsatz von 12,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 der drittgrößte Zweig der deutschen Ernährungsindustrie und liegt mit einer Exportquote von über 40 Prozent im gesamten Nahrungsmittelsektor weit über dem Durchschnitt.

1.494 Anbieter aus 64 Ländern präsentierten in diesem Jahr erneut einen umfassenden und internationalen Überblick über Süßwaren und Knabberartikel. Der Auslandsanteil bei den Ausstellern betrug 82 Prozent. Zahlreiche Produktneuheiten sorgten für Aufmerksamkeit und zeigten, dass das Stimmungsbarometer der Branche durchaus positiv und optimistisch ausschlägt – den steigenden Rohstoffpreisen und Energiekosten zum Trotz.

Die sehr gute Präsenz des deutschen Handels wurde von deutschen wie von ausländischen ISM-Ausstellern positiv bewertet. Aus allen Handelskanälen und Handelshäusern wurden hochkarätige Besucher registriert. Begrüßt wurde auch der Besucherzuspruch aus dem Süßwarenfachhandel, der besonders für die kleineren und mittleren Unternehmen eine wichtige Absatzschiene darstellt.

Das Thema Export ist nicht nur für die deutsche Süßwarenindustrie besonders wichtig. Auch die ausländischen Aussteller suchen den Kontakt zu Abnehmern aus der ganzen Welt.

Sehr gut war der Auslandsbesuch an allen Tagen. Sein Anteil an der Besucherzahl steigt erneut mit 64 Prozent sehr hoch. Steigerungen gab es u. a. bei den Besuchern aus Nord-, Mittel- und Südamerika. Auch der Besuch aus Osteuropa , v. a. aus Russland, nahm zu. Stabil blieb der Besuch aus Nahost, aus Asien und aus den afrikanischen Staaten ging der Besuch dagegen leicht zurück.

Entscheidend war für die Aussteller jedoch vor allem die Qualität der Fachbesucher, die übereinstimmend als ausgezeichnet herausgestellt wurde. „Die Qualität der Besucher ist für die Gespräche ausschlaggebend“, betonte ein Hersteller. „Nur gemeinsam mit Top-Einkäufern können wir gute Ergebnisse erzielen.“ Ersten Befragungen zufolge äußerten sich rd. 75 der Aussteller zufrieden bis sehr zufrieden mit dem Messeverlauf und daher optimistisch im Hinblick auf das Nachmessegeschäft.

Für wichtige Impulse sorgten neue Produkte, die von innovativen Schokoladen- und Pralinenkonzepten bis zu leichten Snackvarianten reichten. Stark gefragt waren wie in den Vorjahren zuckerreduzierte Süßwaren und Süßwaren mit Zusatznutzen und in neuen Geschmacksrichtungen.

Zum zweiten Mal fand im Rahmen der ISM der CEO-Lunch statt, ein hochklassiges Event für die Top-Manager der Branche. Werner Michael Bahlsen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bahlsen GmbH & Co. KG, und Roland Neuwald, Sprecher der Geschäftsleitung der Real GmbH, diskutierten über die Zukunft der Süßware. Herausragendes Thema war auch hier der Druck am Rohstoffmarkt.

Wichtige Anlaufstelle für Trendscouts war erneut das New Product Showcase im Messeboulevard. 87 neue Produkte wurden hier von Unternehmen aus der ganzen Welt präsentiert. Zum zweiten Mal wählten etwa 100 Journalisten die Top-Innovationen aus der Präsentation des New Product Showcase. Die Gewinner sind das Schweizer Unternehmen Cacobean AG aus Basel und ihre neue Schokoladenlinie für Kinder mit 40 Prozent weniger Zucker in Verbindung mit Märchen- und Geschichtenbüchern, das deutsche Unternehmen ültje mit ihren „Bolivianischen Erdnüssen“ sowie das belgische Unternehmen Pralibel N.V. mit innovativen Schicht-Pralinenkreationen in nostalgischer Schachtel. Die drei Top-Innovationen unterstreichen nicht nur die Vielseitigkeit, sondern auch die hohe Internationalität der Süßwarenbranche, die sich zum 41. Mal zur ISM in Köln präsentiert.

Auf großen Zuspruch stieß die neue ISM-Sonderschau „ISM-Chocolate Master: The Art of Sweet Temptation“. Die Maîtres Chocolatier Axel Hanf und Lothar Buss zeigten in unterhaltsamen Life-Demonstrationen Handwerkskunst und innovatives Schokoladendesign auf höchstem Niveau und vermittelten den Besuchern der ISM neue Ansätze für kreative Schokoladen- und Pralinenkreationen.

Unter dem Titel „Sweet Seasons“ zeigten 19 Studierende der Köln International School of Design (KISD) neue Ideen für Süßigkeiten zu besonderen Anlässen im Leben. Die Designs zeichneten sich erneut durch Humor und Kreativität aus und boten viel Input für Industrie und Handel.

Im Begleitprogramm zur ISM fand die erste ProSweets Cologne Conference statt, die unter dem Titel „Flavouring Ingredients“ fachtechnisches und marktrelevantes Know-how zum Thema Aromatechnologien und Verbraucherpräferenzen in der Süßwarenindustrie vermittelte. Ca. 60 Teilnehmer aus Produktion und Technik nutzten die Gelegenheit zu umfassender, fachspezifischer Information in kurzen knappen Vortragseinheiten. Organisator der ProSweets Cologne Conference war die FachInform GmbH, Herausgeber des Fachmagazins FOOD DESIGN, in Kooperation mit der Koelnmesse GmbH.

Im kommenden Jahr wird parallel zur ISM wieder die ProSweets Cologne stattfinden. Mit der ProSweets Cologne bietet die Koelnmesse den auf die Süßwarenindustrie zielenden Anbietern von Ingredienzien, Verpackungen sowie von Prozess- und Verpackungstechnologien die einzige eigenständige und branchenspezifische Plattform. Im Verbund mit der ISM bilden beide Messen die gesamte Wertschöpfungskette der Süßwarenwirtschaft an einem Messestandort ab – beginnend mit den einzelnen Rohstoffen über die Technologie und Verpackung bis hin zum ladenverkaufsfertigen Produkt. 2011 setzte die ProSweets Cologne turnusgerecht aus.

Die ISM 2011 in Zahlen:
An der ISM 2011 beteiligten sich auf einer Bruttofläche von 110.000 m² 1.494 Anbieter aus 64 Ländern, davon 82 Prozent aus dem Ausland. Darunter befanden sich 226 Aussteller und 45 zusätzlich vertretene Unternehmen aus Deutschland sowie 1.202 Aussteller und 21 zusätzlich vertretene Unternehmen aus dem Ausland. Zur ISM 2011 kamen rd. 32.300 Fachbesucher aus fast 150 Ländern, der Auslandsanteil lag bei 64 Prozent.

Die 42. ISM findet statt vom 29. Januar bis 1. Februar 2012.
Die sechste ProSweets Cologne, Internationale Fachmesse für die Zulieferindustrie der Süßwarenwirtschaft, findet 2012 erneut parallel zur ISM statt.


Die Trends der ISM 2011: Leichter und spielerischer Genuss
Erneut konnten sich die Fachbesucher aus aller Welt in den Kölner Messehallen einen Überblick über die ganze Vielfalt der Süßwarenwelt mit all den Einflüssen der Kulturen und den Eigenheiten der Kontinente verschaffen. Was in den kommenden Monaten als Trend die Süßwarenregale des Handels bestimmen wird – das erfuhren die Facheinkäufer während der vier Messetage der Internationalen Süßwarenmesse.

Und das Motto der Zukunft lautet nach den Präsentationen der Aussteller: Leicht und spielerisch. So erhalten die Kinder beispielsweise zum kommenden Weihnachtsfest nicht nur süße Weihnachtsgenüsse wie Hohlfiguren sowie Nuss- und Nougatkugeln in liebevoll illustrierten Verpackungen, sondern auch das Märchen vom „Nussknacker und dem Mäusekönig“ von E. T. A. Hoffmann. Nicht von ungefähr wurde ein Konzept namens KIDI-Choc, das für Kinder Schokolade mit weniger Zucker und dazu ein Leseheft mit russischen Märchen, aber auch mit Wissensgeschichten und Rätselspaß bereit hält, von den Fachjournalisten zur Top-Innovation der Messe gewählt. Große Aufmerksamkeit erhielt in diesem Jahr auch das Konzept, beliebte und klassische Gesellschaftsspiele wie Twister, Monopoly, Trivial Pursuit, Scrabble, Cluedo oder – ganz modern – Poker in und mit Schokolade anzubieten.

Man spielt miteinander und genießt dabei herrliche Schokolade – der Trend zu Entschleunigung und Rückbesinnung auf Gemeinsamkeit spiegelt sich auch in den Marketing-Konzepten der Süßwarenhersteller wider. Im Stress des Alltags in wenigen süßen Momenten zu innerer Ausgeglichenheit und Balance zu gelangen – dazu sollte man, geht es nach den Ideen der ISM-Aussteller, ein Bonbon wie einen „Schutzengel“, ein „Liebeslicht“ oder einen „Freundschaftsbeweis“ lutschen und derweilen die Sorgen der Welt vergessen.

„Lutsch dich glücklich“ – so einfach lautet die Botschaft in den Kölner Messehallen. Abschalten kann man dabei mit Aromen-Fusionen wie Mango/Limette/Orange mit Guaranaextrakt und Vitamin ACE oder mit Grüner Tee/Minze mit Teebaumöl oder auch in der Geschmacksrichtung Bergamotte. Neben den exotischen Geheimnissen, die zuletzt für Furore gesorgt haben, bringen die Anbieter nunmehr fast vergessene heimische Früchte und Kräuter als Aromen ins Süßwarenregal zurück wie etwa die Felsenbirne, Schlehen, Quitten und natürlich verstärkt den Holunder. Auch der gute alte Honig setzt bei den Bonbons und Zuckerwaren nostalgische Akzente, wie z. B. mit Honig-Zitrone oder Honig-Kräuter-Bonbons.

In allen Bereichen ist das Thema „Selbstverwöhnen mit gutem Gewissen“ zu beobachten. So z. B. bei Snackriegeln, die es ganz neu als 100-prozentig vegetarische Gemüseriegel gibt. Selbst Fruchtgummis weisen sich neuerdings ausdrücklich als geeignetes Futter für Vegetarier aus und locken die kritischen Genießer allerorten mit „be veggie“.

Die Premiumbranche steht dem kaum nach und zeigte leichte Kreationen mit intensiven Aromen und harmonischen Kombinationen zum Dahinschmelzen. Ein weiterer Trend geht stark in die Richtung, klassische elitäre Desserts aus der feinen Küche in Produkte für die Handelsregale zu verwandeln. So können sich Verbraucher auf Marzipan-Täfelchen mit Rosenwasser oder Zabaione-Marzipan mit Himbeere freuen. Und Crème brûlée gibt es beispielsweise als Füllung in einer Natur belassenen Eierschale. Damit will ein erfindungsreicher Landwirt aus dem Münsterland dem Ei „als Grundlage allen Lebens“ in diesen Zeiten der Skandale und Krisen seine Wertigkeit und Würde zurückgeben.

Ein weiteres Highlight der diesjährigen ISM war die Verbindung zwischen süßer und „wahrer“ Kunst. Da animieren die „glücklichen“ Farben und Formen des bekannten Zeichenkünstlers Walter Steinbeck und die trendig-frechen Cartoons von Gernot Gunga dazu, auch den leckeren Inhalt zu testen. Und Michael Fischer-Art, der durch seine spektakulären Aktionen und Auftritte in seiner Heimatstadt Leipzig sowie in Frankfurt, Dresden, Sydney, Chicago und New York bereits oft für Aufsehen in der globalen Kunstszene gesorgt hat, hat in diesem Jahr für einen deutschen Hersteller edle Pralinen-Packungen kreiert, die im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Rahmen fallen.

Alles Große beginnt im Kleinen oft unbemerkt und still – dieses Urteil könnte man nach vier Messetagen für eine „revolutionäre Weltneuheit“ abgeben, das während der ISM in Köln dem Fachpublikum vorgestellt wurde und dennoch im Trubel der Messetage etwas untergegangen ist. In jahrelanger akribischer Arbeit ist es einem bedeutenden Unternehmen der Schokoladenbranche gelungen, die Fermentation – in vielen Foodbranchen seit Jahrhunderten eine anerkannte Wissenschaft und nur im Kakaobereich bis heute eher dem Zufall überlassen – für den Kakaobereich zu definieren.

Mit neuartigen Verfahren und erstmals weltweit eingesetzten Bakterienkulturen ist so ein Kakao entstanden, der in Harmonie und Perfektion seinesgleichen sucht. Nun können die Chocolatiers dieser Welt daraus auserlesene Schokoladen für Liebhaber und Connaisseurs entwickeln, die eine neue Ära der Schokoladen-Geschichte einläuten dürfte.


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