Messe FA!R2012: Praxistipps für Gastronomische Betriebe zum Thema 'Fairer Einkauf'
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Messe FA!R2012: Praxistipps für Gastronomische Betriebe zum Thema 'Fairer Einkauf'

14.06.2012 | Westfalenhallen Dortmund GmbH

"Es ist nicht mehr zeitgemäß, keinen fairen Kaffee auszuschenken", sagt Christian Puslednik, Abteilungsleiter der Gastronomischen Betriebe des Studentenwerks Dortmund. Seit 2004 wird in den dortigen Gastronomien ausschließlich Kaffee aus fairem Handel angeboten...

FA!R2012: 7. bis 9. September 2012 / Bildquelle: Westfalenhallen Dortmund GmbH
FA!R2012: 7. bis 9. September 2012 / Bildquelle: Westfalenhallen Dortmund GmbH

Zwei Tonnen Fairtrade-Kaffee gehen pro Jahr allein in den Standorten des Studentenwerks Dortmund über den Tresen. Welche fairen Produkte lassen sich in Großküchen und Kantinen erfolgreich einführen, welche Probleme können durch die Umstellung entstehen und welche konkreten Empfehlungen gibt es für Neu-Einsteiger? Über diese und weitere Fragen diskutieren auf der kommenden Messe FA!R2012 (7. bis 9. September) in der Messe Westfalenhallen Dortmund Experten wie Christian Puslednik und weitere Vertreter aus der Praxis sowie Fachleute von Fairtrade Deutschland.

"Das Fairtrade-Siegel hat eine hohe Glaubwürdigkeit"
Christian Puslednik hat sich schon vor Jahren dafür eingesetzt, dass der Faire Handel in die Mensen, Cafeterien und Bistros des Studentenwerks Dortmund Einzug hält - mit Erfolg: Seit 2004 wird in den 20 gastronomischen Betrieben, verteilt auf die Universität und die Fachhochschule Dortmund, die Fachhochschule Südwestfalen, die International School of Management Dortmund (ISM) die Fernuniversität Hagen und drei Dortmunder Schulen, ausschließlich Kaffee aus Fairem Handel verkauft. Auch die 20 bis 30 Automaten der Hochschulen werden mit fair gehandeltem Kaffee bestückt.

"Unsere jungen Gäste sind offen für das Thema. Wir haben daraufhin erfolgreich unser Angebot immer weiter mit fairen Produkten ausgebaut. Fair, ökologisch und nachhaltig zu handeln - das sind zudem unsere Grundsätze", so Puslednik. Mittlerweile sind neben Kaffee auch faire Zuckerund Pfeffersticks, diverse Tees, faires Eis, fairer Orangensaft und gelegentlich auch Fairtrade-Bananen im Angebot. Weitere Produkte sollen folgen. Das Angebot wird sehr gut angenommen, auch weil die fair gehandelten Waren von guter Qualität sind.

"Das Fairtrade-Siegel hat eine hohe Glaubwürdigkeit, und die Tatsache, dass man mit einem geringen Beitrag eine gute Sache unterstützen kann, ist viel mehr im Bewusstsein der Öffentlichkeit", weiß Puslednik. Er ist sich sicher, dass sein Engagement für den fairen Handel eine richtige und zeitgemäße Entscheidung war: "Ich würde keinen Schritt zurückgehen."

In Dortmund führen mittlerweile 44 gastronomische Betriebe faire Produkte. Mit ihrem Engagement will die Fairtrade-Town Dortmund auch zukünftig weitere Partner für den Fairen Handel gewinnen.

Fairer Handel - Zuwachs durch Gastronomie
Der Faire Handel hat im Außer-Haus-Markt Fuß gefasst. Laut Transfair-Jahresbericht wurden im vergangenen Jahr bundesweit in den insgesamt 18.000 Gastronomischen Betrieben 30 Prozent des fairen Kaffees getrunken. Mehr als 2600 Tonnen Kaffee wurden in der Gastronomie aufgebrüht. 2.500 Bäckerei-Filialen bieten mittlerweile Fairtrade-Kaffee an. Mit den Viva-Shops der OMVTankstellen konnten 2012 neue Vertriebskanäle und mit Mövenpick ein weiterer großer Hotellerie-Kunde gewonnen werden. Neben dem stärksten Segment Kaffee zählen zu den Gewinnern noch weitere Produkte wie Eiscreme oder Mischgetränke.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden im vergangenen Jahr 82 Prozent mehr Eiscreme abgesetzt. Die Absatzmenge stieg auf 1096 Tonnen. 66 Prozent davon und damit mehr als 720 Tonnen wurden allein in der Gastronomie verzehrt. Erheblichen Zuwachs gibt es bei den fairen Mischgetränken: 672.440 Liter von ihnen wurden deutschlandweit an den Frau/ den Mann gebracht, 137 Prozent mehr als 2010. Mehr als die Hälfte, etwa 390.000 Liter gingen in der Gastronomie über die Theke.

Podiumsdiskussion "Fairtrade in der Kantine"
Die Messe FA!R2012, die vom 7. bis 9. September zum dritten Mal in der Messe Westfalenhallen Dortmund stattfindet, bietet eine gute Möglichkeit, sich fachlich kompetent zum Thema Fairer Einkauf beraten zu lassen. Experten aus der Praxis, darunter Christian Puslednik, sowie Vertreter von Fairtrade Deutschland werden ihren reichen Erfahrungsschatz im Bereich des fairen Einkaufs für Großküchen und gastronomische Betriebe in die Podiumsdiskussion "Fairtrade in der Kantine" einbringen. Sie findet am Messefreitag, von 13 bis 14 Uhr, im B2BForum auf der FA!R2012 statt.

Der Programmpunkt richtet sich vorrangig an Einkäufer gastronomischer Betriebe. Diese können sich in den Fachforen, die an allen drei Messetagen unter dem Titel "Fairer Handel im Dialog" stattfinden, übrigens auch zur Themen wie faire Beschaffung von Berufsbekleidung und Büro- und Merchandisingprodukten informieren. Das umfangreiche Ausstellungsspektrum der FA!R2012 zeigt neue Produkte und Entwicklungen im Fairen Handel, und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Modenschau, Verkostungen, Young Fashion Area, einer aktuellen Ausstellung zum Thema "Wieviel Land braucht mein Essen” macht das Thema Fairer Handel erlebbar. "Jeder kann sich auf einer Messe wie der FA!R einen guten Überblick darüber verschaffen, was der Markt hergibt”, lautet die Empfehlung von Puslednik.

Die FA!R2012 findet von Freitag, dem 7., bis Sonntag, dem 9. September in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt.

Veranstalter der FA!R2012 ist die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH und Ideeller Träger der Verein Eine Welt Netz NRW. Förderer sind die Staatskanzlei und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, das NRW-EU Ziel 2-Programm und die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. Kooperationspartner der FA!R2012 sind der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland und die Stadt Dortmund.

Besucherzielgruppe der Messe mit Fachforen sind all diejenigen, die sich für fair gehandelte Produkte interessieren und sich über Zukunftstrends im Fairen Handel informieren möchten; das betrifft Fachleute wie Einkäufer für den Fach- und Einzelhandel, die Gastronomie und Institutionen ebenso wie Endverbraucher.

Weitere Informationen unter www.fair2012.de.

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