Schlussbericht Internorga 2014: Intergastra ist starke Konkurrenz
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Schlussbericht Internorga 2014: Intergastra ist starke Konkurrenz

23.03.2014 | Sascha Brenning / Hotelier.de
Die Frage, die sich jedes Jahr auf der Internorga stellt: Was gibt es Neues, wie viele Besucher kommen und wie zufrieden sind die Aussteller? Fest steht: Es ist gefühlt immer weniger los, wenn gerade die Intergastra stattfand. Und 2016 gibt das eine direkte Auseinandersetzung: Die Intergastra öffnet in diesem Jahr Ihre Tore vom 20.02.- 24.02.2016...
Ein Blickfang der Interorga: Die SKYWALK Tafel auf der gläsernen Brücke / Alle Fotos © Sascha Brenning- Hotelier.de
Ein Blickfang der Interorga: Die SKYWALK Tafel auf der gläsernen Brücke / Alle Fotos © Sascha Brenning- Hotelier.de
Für Neuerungen immer offen: Kai Hollmann am Stand von JAB Anstoetz
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Eines für alles: Die MICROS mStation mit dem mTablet
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Neue Innovation von Ecolab: Komplettspülprogramm Apex
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Hineinspaziert in die große Welt der Zulieferer für Hotellerie und Gastronomie: Auf zur Internorga - dies sagten sich in diesem Jahr gut 95.000 Besucher. Dies sind zwar 5.000 mehr als im letzten Jahr, aber dort herrschte an den Haupttagen Montag und Dienstag absolutes Schneechaos. Zudem fand die Tourismusmesse ITB in Berlin dieses Jahr eine Woche vor der Internorga statt, ein nicht zu venachlässigendes Kritierium.

Geht es mit der Leitmesse also auf hohem Niveau weiter bergab (2010 und 2011 über 100.000, 2012 knapp 100.000 und 2013 ca. 90.000 Besucher)? Richtig ist, daß die Unzufriedenheit der Aussteller auf niedrigem Niveau stets zunimmt.

Wir von Hotelier.de haben mit fast 100 Kunden auf der Internorga einen einigermaßen repräsentativen Überblick über alle Hallen. "Freitag und Samstag waren eine Katastrophe" und 'Man sollte die Messe von Samstag bis Dienstag stattfinden lassen, mindestens aber den Mittwoch streichen' meinten nicht wenige eben dieser Unternehmen.

Wo setzt die Internorga neue Impulse für mehr Attraktivität?
  • Die im letzten Jahr eröffnete SKYWALK Tafel mit dem Schwerpunkt Table Top im gläsernen Übergang von den A- zu den B-Hallen (oder umgekehrt ;-) oder das Trendforum Pink Cube mit kleineren Veranstaltungen sind gut angenommene Ideen

  • Es gibt wieder vermehrt (kleinere) Brauereien, die einfach zur Tradition der Internorga gehören

  • Die Events 'Presserundgang mit Hotelier Kai Hollmann' (mehr dazu weiter unten) und 'Snacks to go – Presserundgang mit Food-Trendforscherin Karin Tischer'

Was ist noch verbesserungswürdig?
  • Zu wenige Veranstaltungen finden auf großer, für alle Besucher offener Bühne statt. Auf der Intergastra z.B. gibt es gleich am Eingang ein großes Forum der AHGZ mit Kochshows, Interviews, etc. . Das gleiche gilt in Stuttgart für die DEHOGA-Halle 5. In Hamburg sind die DEHOGA-Stände dagegen über dem Eingang Ost eher versteckt und fristen ihr an sich sinnvolles Dasein ohne große Laufkundschaft.

  • Für mehr Auflauf in den Hallen B5-B7 wäre es gut, wenn die gläserne und weniger bekannte Abkürzung an der Karolinenstraße dorthin besser gekennzeichnet wäre

  • Parkplätze für die Aussteller - nach Aussagen einiger Aussteller ein Dauerproblem

  • Der WLAN-Empfang: hohe Preise und funktioniert teils trotzdem nicht

Eine schöne Idee der Internorga war der Presse-Rundgang mit dem Top-Hotelier Kai Hollmann von der 25hours Hotel Company. Wir besuchten mit ihm einige Stände der Hallen B5 und B7 (u.a. die unserer Kunden Kahla, Selva und Bellmann Interior), an denen Kai Hollmann mit den Ausstellern ins Gespräch kam und uns die Vorteile der jeweiligen Produkte erläuterte.

Es war erfrischend mit anzusehen, wie ein so erfahrener Hotelier teils staunend auf die auch ihm nicht bekannten Produkte reagierte. Dies wird wohl ein Erfolgsgeheimnis von Kai Hollmann sein; die jahrzehntelange Erfahrung (u.a. Zusammenarbeit mit Willi Bartels, der ihn im Hotel Hafen Hamburg schnell beförderte) und die ständige Offenheit für Neues.

Der gelernte Koch und Hotelfachmann gab bei dem Rundgang auch Einblicke in seinen Alltag. Das von vielen vernachlässigte Thema 'Aus Beschwerden Gäste machen' ist ihm ein wichtiges Anliegen. Auf alle Beschwerden, ob virtuell oder direkt vorgetragen, wird sofort reagiert und gelernt.

Neuigkeiten gibt es auch: Das von Kai Hollmann, den MiniaturWunderland Gründern Gerrit und Frederik Braun sowie dem Geschäftsführer vom "Schmidt Theater" Norbert Aust geplante Entertainment-Hotel in der Hamburger Hafencity soll 2016 eröffnen.

Was gab es sonst an Besonderheiten und Neuheiten?

Ecolab
Der Bereich 'Geschirrspülen' erhält durch die Markteinführung von ApexTM neue Impulse. Der Clou: Man muß bei diesem kompletten Spülprogramm keine Schutzkleidung tragen, weil die in Folie verpackten Blockreinigungskonzentrate eine einfache und sichere Handhabung garantieren.

Optimale Verbrauchskosten durch 100% Restentleerung, farb- und formkodierte Folienverpackungen und 95 % weniger Verpackung wie auch 70 % weniger Transportkosten kennzeichnen neben perfekten Spülergebnissen das neue Spülblocksystem Apex... Weitere Infos

JD Hotelmodul
Der erfahrene Hotelfachmann (u.a. Leiter von Romantik und Hermes Hotels) Jens Diekmann hat eine jahrzehntelange Idee im zarten Alter von 72 Jahren umgesetzt: Einen Hotelneubau auf der Basis mobiler Zimmer-Module für den 2-4-Sterne-Bereich, der sich bereits ab einer Auslastung von 30 % rentieren soll.

Das Standard-Modul basiert auf einem ganz normalen 20-Fuß-Container, wie man ihn aus dem Hafen kennt. Dieser hat eine Nutzfläche von ca. 13 qm samt Dusche wie auch WC-Bereich. Es gibt auch Doppelmodule, 2-Raum-Module für Appartements und Ferienanlagen oder man stapelt 3 Module ohne Statikprobleme aufeinander. Investitions- und Finanzierungsmodelle sowie eine Muster-Rentabilitätsberechnung zum Konzept von Jens Diekmann finden Sie hier

Kahla Porzellan
Der Träger zahlreicher Designpreise hat auf seinem neuen, schicken Messestand wieder zugeschlagen: Magic Grip ist das Stichwort. Dahinter steckt ein unter dem Porzellan integrierter Silikonfuß. Dieser sorgt für Rutschfestigkeit, dämpft Geräusche und schützt empfindliche Oberflächen vor Kratzern und ist somit auch für ungeübte Kellner wie unsereins in Flugzeug, Schiff oder Hotel geeignet. Eine weitere Besonderheit: Magic Grip ist unlösbarer Bestandteil der Geschirrteile und dadurch spülmaschinenfest, hygienisch und lebensmitteltauglich. Weitere Infos

Küppersbusch
Nach der erfolgreichen Sanierung des Gelsenkirchener Unternehmens gibt es auch an der Entwicklungsfront Erfreuliches zu berichten: Den Kombidämpfer ConvectAir+. Bei diesem wurde vor allem an eine pragmatische Programmierung gedacht. Häufig hergestellte Gerichte sind vorprogrammiert, der Garprozess ist im Gerät hinterlegt.

So kann jedes Küchenmitglied ohne große Mühe die Essen herstellen. Erhältlich sind die neuen Kombidämpfer seit Messestart in allen marktüblichen Größen, als Elektro- oder Gasvariante, mit Frischdampferzeugung im Garraum oder externer Dampferzeugung. Weitere Infos

MICROS
Das mTablet und die mStation von MICROS: Mit diesen modernen POS-Lösungen für die Gastronomie soll der Gast ein positives Erlebnis durch noch schnelleren Service erhalten. Das MICROS mTablet ist dafür durch eine lange Akkulaufzeit, einem LCD-Display, daß auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut sichtbar ist und durch einen Betriebstemperaturbereich von minus 10 bis plus 60 Grad Celsius gut geeignet.

Die dem mTablet zugehörige mStation ist eine vollvernetzte Workstation. Hier finden sich eine Vielzahl an Steckverbindungen für Kundendisplays, Drucker Tastaturen oder Kassenschubladen. Dadurch ist diese MICROS-Kombination ein WiFi- und Bluetooth-Gerät für eines für alles. Weitere Infos

Selva AG / Bellmann Interior - Italien meets Hamburg
Der Gemeinschaftsstand der beiden Kunden von Hotelier.de wartete mit stilvollem Hotelinterior auf. Formschöne Tapeten im Koffer-Muster und frühlingshafte Vogelmotive in starken Farben ergänzten die hochwertigen Möbelstücke. So wurde ein kleines Paradies im Treiben der Leitmesse geschaffen, in das sich viele Besucher sofort verliebten. Der Autor kann das nur bestätigen!

Aber nicht nur die: Die Möbel-Inszenierung beeindruckte das Hamburger 4-Sterne-Hotel Hotel Smolka so sehr, daß es diese schon vor Beginn der Internorga kaufte. Weitere Infos

Fazit:
Die Internorga ist und bleibt die Leitmesse für die Hotellerie und Gastronomie, der Großteil der Aussteller ist sehr zufrieden. Einige Neuerungen sind prima, gerade das Team um die neue Pressesprecherin Bianca Gellert bringt frischen Schwung. Trotzdem wird die Kritik in jedem Jahr größer, ein paar namhafte Unternehmen überlegen sogar, Ihren Stand zu kündigen.

Größere Veranstaltungen für alle und mehr Ideen à la 'Skywalk Tafel' oder 'Pink Cube' könnten mittelfristig wieder mehr Besucher anlocken. Gerade für die Hallen B5 und B7 wäre dies vonnöten. Wenn sich das Messeteam dann noch mehr der - teils wiederkehrenden -  Kritik der Aussteller annimmt, wird der leichte Abwärtstrend der Internorga gestoppt.

Wenn Sie weitere Kritik oder Verbesserungsvorschläge zur Internorga haben, teilen Sie uns diese gerne an sb@hotelier.de">sb@hotelier.de mit. Wir leiten diese dann ohne Namensnennung gerne weiter.

Statement Hamburg Messe zur Internorga 2014

 „Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen INTERNORGA, die Stimmung war ausgesprochen positiv. Man merkt deutlich, dass die Branche Rückenwind hat und viel Bewegung im Außer-Haus-Markt ist.

Insbesondere wurde von unseren Ausstellern die hohe Qualität der Fachbesucher gelobt, die sie in dieser Konzentration sonst auf keiner anderen Messe vorfinden. Das freut uns natürlich besonders, da wir einen großen Fokus auf die hohe Fachlichkeit unserer Besucher legen“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

„Der Standort Hamburg als europäischer Hotspot für innovative Gastronomie- und Hotellerie-Konzepte hat sich erneut als großer Pluspunkt erwiesen. Während der gesamten INTERNORGA gab es unzählige Side-Events für unsere Aussteller und Besucher – ein rundes Konzept.“

Ausführlicher Schlußbericht der Hamburg Messe

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