Tourismuspolitik Deutschland
Kostenlose Anfragen an unsere Lieferanten stellen und Preisinformationen erhalten

Tourismuspolitik Deutschland

21.03.2013 | Ausschüsse des Bundestages/Wolfgang Ahrens Hotelier.de

"Die Erschließung neuer touristischer Märte, eine Stärkung der einheimischen Destinationen und der Ausbau des Tourismus mit Schwellen- und Entwicklungsländern sind die drei wichtigsten Arbeitsfelder für die Zukunft", teilte der neugewählte Präsident des Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel, am Mittwoch den Mitgliedern des Ausschusses für Tourismus mit

"Allgemein geht es der Tourismusbranche gut", sagte Frenzel, "die Besucherzahlen in Deutschland sind überproportional gewachsen. Allerdings wird die Branche von außen oft unterschätzt, immerhin arbeiten sieben Prozent der Angestellten in Deutschland in dem Wirtschaftszweig. Damit bewegt man sich auf Augenhöhe mit der Automobilindustrie. Die Branche ist aber viel kleinteiliger organisiert. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft hat nun den Auftrag, die ganze Bandbreite der Branche zu vertreten", sagte Frenzel.

Für die zukünftige Entwicklung strich Frenzel drei Arbeitsfelder heraus. Die deutsche Tourismusbranche müsse neue Märkte gewinnen, dazu zählten China und Russland, aber auch die Türkei oder Südamerika. Diese Länder böten noch neue Besucherpotentiale, wenn sich auch das Reiseverhalten und die Wertschöpfung durch die Reise sehr von den bisher hauptsächlich vertretenen europäischen Touristen unterscheide. So würden Chinesen Europa und Deutschland hauptsächlich als Museum betrachten, und es auch entsprechend bereisen.

Die BTW will sich weiterhin für den Tourismus in und mit Schwellen- und Entwicklungsländern engagieren. Beispiel dafür sei Nordafrika, wo der Tourismus infolge der Revolutionen stark zurückgegangen sei aber dringend für die wirtschaftliche Stabilisierung benötigt werde. Tunesien habe sich zwar einigermaßen stabilisiert, aber Ägypten noch nicht. Gerade für das Land am Nil sei die Tourismusbranche als Wirtschaftszweig aber überlebenswichtig. Als dritten Punkt stellte Frenzel den Tourismus innerhalb Deutschland als Arbeitsfeld vor, das weiter gestärkt und für die Zukunft gerüstet werden müsse.

Ein Vertreter von Bündnis 90/die Grünen erkundigte sich nach der Zukunftsfähigkeit der ländlichen Destinationen gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und Verkehrsinfrastruktur. Die Linke fragte, welche Folgen die Unterzeichnung des Ethikkodex durch die BTW nun im Alltag in der Tourismusbranche hat, wie wird der Kodex publiziert, damit er zum Grundwissen der in der Branche Beschäftigten gehört.

Tipps

Die FDP-Fraktion wollte wissen, ob sich der Boom des Tourismus in Deutschland nur auf „die sowieso bekannten Regionen“ konzentriert oder davon auch andere Regionen profitieren. Von der BTW als Dachorganisation erwartet die SPD-Fraktion, noch mehr Wirkung für den Tourismus zu erzielen und dafür auch stärker als bisher mit der Politik zusammenzuarbeiten. Die CDU/CSU-Fraktion erkundigte sich danach, ob die Studie über die wirtschaftlichen Effekte des Tourismus auch auf regionale Basis herunter gebrochen werden kann.

Links

Andere Presseberichte