Tourismusbilanz 2009: Nordrhein-Westfalen trotz Rückgang immer noch unter den Top 3
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Tourismusbilanz 2009: Nordrhein-Westfalen trotz Rückgang immer noch unter den Top 3

13.03.2010 | Tourismus NRW
Nach fünf Rekordjahren in Folge weist die Bilanz in der Beherbergungsstatistik in der nordrhein-westfälischen Tourismusbranche erstmals Rückgänge auf. Auslöser sind die globale Wirtschaftskrise und ihr Einfluss auf das Geschäftsreiseverhalten
Copyright: © Andreas Müller/Tourismus NRW e.V.
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Nordrhein-Westfalen gehört nach wie vor zu den Top 3-Reiseländern in Deutschland. Bei den Gästeankünften liegt Nordrhein-Westfalen hinter Bayern auf dem zweiten Rang, bei den Übernachtungen erreicht Nordrhein-Westfalen den dritten Platz hinter Bayern und Baden-Württemberg.

Nach der fünf Jahre andauernden Rekordserie in der Tourismusbilanz musste im Jahr 2009 Nordrhein-Westfalen, wie auch Bayern und Baden-Württemberg, aber erstmals wieder Rückgänge bei den Ankünften und Übernachtungen verzeichnen: rund 17,3 Millionen Gäste generierten insgesamt 40,2 Millionen Übernachtungen. Damit sank die Besucherzahl gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, die der Übernachtungen um 3,1 Prozent.

Grund für die Rückgänge ist vor allem das Fernbleiben vieler Geschäftsreisenden. „Dies ist umso bedeutender, da Nordrhein-Westfalen im deutschlandweiten Vergleich mit 41 Prozent (2008) den höchsten Anteil an Geschäftsreiseübernachtungen hat; der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 20,1 Prozent. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise gab es hier natürlich entsprechende Rückgänge“, erklärte Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hinzu kommt, dass die wichtigsten Quellmärkte Nordrhein-Westfalens stärker von der Rezession betroffen waren als Deutschland. Vor allem bei den Übernachtungen der Gäste aus den USA mit rund 373.000 (minus 18,2 Prozent) und Großbritannien mit rund 327.000 Übernachtungen (minus 16,9 Prozent) gibt es einen deutlichen Rückgang. Daher war im Jahr 2009 insgesamt eine überdurchschnittlich hohe Abnahme bei den Ankünften und Übernachtungen ausländischer Gäste zu verzeichnen. Die wichtigsten Quellmärkte sind weiterhin die Niederlande, Großbritannien, Belgien, USA und Frankreich, das 2009 Italien vom fünften Rang verdrängt hat.

Der Anteil der ausländischen Gäste in Nordrhein-Westfalen lag 2009 bei 18,5 Prozent. 81,5 Prozent der Gäste kamen aus dem Inland. „Hier ist im Vergleich zum Vorjahr eine klare Verschiebung des Anteils von den Auslands- zu den Inlandsgästen zu erkennen. Der Rückgang bei den Inlandsübernachtungen liegt lediglich bei 2,1 Prozent (rund 32,8 Millionen Übernachtungen), während bei den Auslandsübernachtungen eine Abnahme von 7,5 Prozent (rund 7,5 Millionen Übernachtungen) zu verzeichnen ist. Die Zahl der Ankünfte aus dem Inland ist sogar nur um 1,8% (rund 13,9 Millionen) gesunken“, so Dr. Ute Dallmeier, Geschäftsführerin des Tourismus NRW e. V.

Vor allem die städtischen Regionen in Nordrhein-Westfalen, die nicht nur einen hohen Anteil an Geschäftsreisenden, sondern ebenfalls einen hohen Anteil an ausländischen Gästeübernachtungen haben, waren besonders stark betroffen: So gab es in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann ein Minus von 12,4 Prozent, im Ruhrgebiet von 11,8 Prozent und in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis von 11,5 Prozent bei den Übernachtungen ausländischer Gäste. Dagegen nahmen in den klassischen Ferienregionen Sauerland (plus 2,5 Prozent) und Münsterland (plus 4,6 Prozent) auch im Jahr 2009 die Übernachtungen ausländischer Gäste zu.

„Für das Jahr 2010 sind wir zuversichtlich: Bereits der Dezember 2009 hat sich schon wieder positiv entwickelt. Und die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 wird sicher nicht nur für das Image, sondern auch für die Besucherzahlen ein Gewinn“, erklärte Dallmeier.

„Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise hat zwar vor dem Tourismussektor keinen Bogen gemacht. Aber trotz dieser temporären Schwächung sehe ich keinen Grund zum Pessimismus, denn mittel- und langfristig wird die Tourismusbranche national und international weiter wachsen. Schon heute wird in der Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen mit 10,7 Milliarden Euro fast ein Fünftel der gesamten touristischen Wertschöpfung Deutschlands erwirtschaftet. Mit dem Masterplan Tourismus für Nordrhein-Westfalen haben wir die Weichen für weiteres Wachstum gestellt“, so Staatssekretär Dr. Baganz.

Hintergrund: Der Tourismus NRW e.V. ist der touristische Dachverband für Nordrhein-Westfalen und wurde 1997 auf Initiative des Wirtschaftsministeriums gegründet. Zu seinen zentralen Zielen gehören die Profilierung des Tourismus als zukunftsträchtiger Wirtschaftsfaktor, die Optimierung der Rahmenbedingungen für das touristische Marketing und die Förderung der touristischen Kooperation in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Masterplan Tourismus kommt dem Verband eine wichtige Rolle bei der Neuausrichtung des Tourismus in Nordrhein-Westfalen zu: als strategischer Schrittmacher im Netzwerk der touristischen Akteure des Landes, Koordinator des Netzwerkmanagements und Vermarkter der Destination nach außen.


Weitere Informationen:
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Völklinger Str.4
D-40219 Düsseldorf
Internet: www.nrw-tourismus.de

Kontakt:
Christine Harrell
Telefon +49 (0) 211/91320-510
e-Mail: harrell@nrw-tourismus.de">harrell@nrw-tourismus.de

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