Tourismus als Eckpfeiler der deutschen Volkswirtschaft
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Tourismus als Eckpfeiler der deutschen Volkswirtschaft

10.10.2010 | Deutscher Tourismusverband e.V.
Eine ökonomische Leitbranche braucht eine starke Lobby – so die zentrale Botschaft des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) anlässlich seines Tourismuspolitischen Frühstücks. „Der Tourismus ist eine tragende Säule der deutschen Volkswirtschaft“, betonte DTV-Präsident Reinhard Meyer gestern in Berlin. Meyer appellierte an die Vertreter des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, den Blick für die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Deutschland zu schärfen
„Die deutsche Tourismusbranche benötigt vom Bund, den Ländern und den Kommunen gute Rahmenbedingungen, um weiter erfolgreich wachsen zu können“, so Meyer weiter. „Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus wird nach wie vor unterschätzt.“ Pro Jahr generiert der Deutschlandtourismus im Inland Bruttoumsätze von über 233 Milliarden Euro inklusive der Kosten für An- und Abreise. Mit 2,8 Millionen nicht exportierbaren Arbeitsplätzen rangiert die deutsche Tourismusbranche auf dem dritten Platz hinter dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft.

Tourismus braucht gesamtstaatliches Entwicklungskonzept
Als vielversprechenden Anfang lobte Meyer die erstmalige Erwähnung der Tourismusbranche im Koalitionsvertrag. Dieser habe die Notwendigkeit der Tourismusförderung erkannt, jetzt seien aber weitere Schritte erforderlich. Ähnlich äußerte sich Klaus Brähmig, Vorsitzender des Tourismusausschusses, CDU. Er forderte ein gesamtstaatliches Entwicklungskonzept für den Tourismus in Deutschland. Der Tourismus erfordere viel mehr Koordination und länderübergreifendes Agieren. Brähmig erntete dafür parteiübergreifende Zustimmung.

Fachkräftemangel entgegenwirken
Weiterhin wies Ernst Burgbacher, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, FDP, den drohenden Fachkräftemangel in der deutschen Tourismusbranche hin.

Dieser Einschätzung schloss sich auch Brähmig an. Er begründete den Fachkräftemangel mit der oftmals zum Teil niedrigen Bezahlung im Tourismus. Für eine dauerhafte Gewährleistung des sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses in Deutschland seien diese Kräfte jedoch von entscheidender Bedeutung. Auch der DTV äußerte sich besorgt: „Ohne Fachkräfte wird der Tourismus geschwächt“, sagte Meyer. „Insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel müssen wir jetzt die Weichen stellen, um auf Dauer keinen Rückschritt im Service zu erfahren.“

Bettensteuer als fatales Signal an Reisende
Besonders kritisch äußerten sich viele Anwesende zum aktuellen Thema Bettensteuer bzw. City Tax. Die Einführung einer solchen Abgabe fördere infolge möglicher Rückerstattungsmöglichkeiten für Geschäftsreisende – wie in Köln praktiziert – nicht nur den Bürokratieaufbau. Sie käme auch gar nicht dem Tourismus zugute. Vielmehr sei sie ein fatales Signal an Reisende, städtische Haushaltsdefizite lediglich nur noch über sie sanieren zu können.

Ländlichen Raum besser touristisch erschließen
Deutschland ist dank seiner Vielfältigkeit ein Reisemagnet. Viel zu oft dringt der Deutschlandtourismus jedoch noch nicht in den ländlichen Raum vor. Allerdings bedeutet er für sämtlich touristisch erschlossene Regionen einen enormen wirtschaftlichen Schub. Daher machten sich Burgbacher und Marlene Mortler, Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Tourismusausschuss, abschließend für ein Tourismuskonzept für den ländlichen Raum stark.

Der DTV


Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Deutscher Tourismusverband e.V.
Claudia Gilles
Tel. 02 28 / 985 22 -10 / -11
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