St. Peter-Ording: Mit Sicherheit am Strand
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St. Peter-Ording: Mit Sicherheit am Strand

29.01.2012 | Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Notfall-Schilder für eine schnelle Rettung am Strand sorgen in St. Peter-Ording an der Nordsee ab sofort für noch mehr Sicherheit
Bildquelle: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
Bildquelle: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording
In den vergangenen Tagen waren die Mitarbeiter des Bauhofes der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording damit beschäftigt, an allen freistehenden Holzpfählen Notfall-Schilder anzubringen. Auf diesen insgesamt 49 Tafeln, die sich auf der 12 Kilometer langen Sandbank von St. Peter-Ording verteilen, steht neben der Notrufnummer „112“ eine dreistellige Standortnummer. Bei einem Notruf kann die Rettungsleitstelle nun unter anderem diese Standortnummer abfragen und sie an die Einsatzkräfte vor Ort weiterleiten.

Da alle Schilder-Standorte exakt mittels GPS-Koordinaten vermessen wurden, können sich die Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG mit ihren wasserfesten GPS-Handgeräten daraufhin direkt zum jeweiligen Notfallort navigieren lassen. Die Rettungsleitstelle hat ebenfalls die Schilder-Koordinaten in ihrem Einsatzleitsystem aufgenommen und kann die Einsatzinformationen an die Rettungskräfte vor Ort weitergeben. Zusätzlich sind die Einsatzmittel von Rettungsdienst, Polizei und der Niebüller DRF-Rettungshubschrauber mit gedruckten Lageplänen ausgestattet worden.

„Wir erhoffen uns durch diese Ergänzung eine Effektivitätssteigung bei der Durchführung von Rettungsmaßnahmen, insbesondere bei Personen, die sich im Nebel am Strand verlaufen haben und bei akuten medizinischen Notfällen“, sagt Nils Stauch von der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording. Sukzessive werden alle Pfahlbauten, Stege, Brücken und Parkplatzgrenzen mit Koordinaten eingemessen und können somit für unterschiedliche touristische Zwecke verwendet werden.

Einen ersten Realeinsatz hat das neue Notfall-Schildersystem während der Installationsphase bereits erfolgreich hinter sich gebracht. In der Silvesternacht verlief sich eine Strandbesucherin im dichten Nebel. Sie fand kurze Zeit später die Standortangabe an einem der Holzpfähle und alarmierte per Handy die Rettungsleitstelle. Die Person konnte innerhalb kurzer Zeit von der Besatzung eines DLRG-Allradfahrzeugs gefunden und zurück zum Deich gebracht werden.

Insbesondere an schönen Wochenend-Sommertagen bevölkern mehrere tausend Menschen die Sandbank von St. Peter-Ording. Für die Sicherheit der Strandbesucher beschäftigt die Tourismus-Zentrale an den fünf Badestellen hauptberufliche Schwimmmeister. Die Schwimmmeister werden in den Monaten von Mai bis einschließlich September von ehrenamtlichen DLRG-Rettungsschwimmern bei ihrer Arbeit unterstützt. Diese kommen aus dem gesamten Bundesgebiet nach St. Peter-Ording.

Für die Abendstunden und die Monate, in denen die Badestellen nicht besetzt sind, werden die örtliche Freiwillige Feuerwehr, sowie die Einsatzgruppe der DLRG St. Peter-Ording über die Rettungsleitstelle gemeinsam alarmiert. Weitere Alarmierungen gehen je nach Einsatzstichwort an Rettungsdienst, Notarzt, DGzRS, Polizei und den SAR-Dienst der Bundeswehr raus.

Die Einsatzgründe können sehr unterschiedlich sein: es handelt sich um Suchaktionen, bei denen Personen vermisst werden, um Wattwanderer die vom auflaufenden Hochwasser eingeschlossen worden sind, um Wassersportler, die nicht mehr zurück an den Strand gelangen oder um medizinische Notfälle. So hat es im Jahr 2011 außerhalb der Dienstzeit der Schwimmmeister sechs Personensuchen bei Nebel gegeben, sechs Hilfeleistungen für Kitesurfer in Notlage und sieben Einsätze, bei denen Personen auf Sandbänken vom Wasser eingeschlossen wurden.

Hinzu kommen die unzähligen Geschehnisse, die während der Sommermonate von den Mitarbeitern der Strandbadestellen, ohne zusätzliche Alarmierung von weiteren Kräften, schnell und professionell gelöst werden können, wie z. B. am Strand vermisste Kinder.

Ein Besuch am Strand oder eine Wattwanderung sollte vorbereitet sein und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. In den Geschäftsstellen der Tourismus- Zentrale sind der Gezeitenkalender und die Strandinfobroschüre kostenlos erhältlich. Daneben ist es ratsam, sich über die aktuelle Wetterlage sowie den Stand des Hochwassers im Vorfeld zu informieren. Bei Nebel wiederum sollte man immer in Sichtweite der Pfahlbauten oder des Deiches bleiben.

Geführte Wattwanderungen werden das gesamte Jahr über angeboten. Aktuelle Wetterinformationen, Live-Webcams, Details zur Sicherheit am Strand und den einzelnen Badestellen sind unter www.st.peter-ording.de abrufbar.

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