Baden-Württemberg Tourismus 2011: Erstmals über 45 Mio. Gästeübernachtungen
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Baden-Württemberg Tourismus 2011: Erstmals über 45 Mio. Gästeübernachtungen

10.02.2012 | Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

4,8 Prozent mehr Übernachtungen als im schon guten Tourismusjahr 2010

Bildquelle: Beide Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Bildquelle: Beide Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Der heimische Tourismus setzte die im Frühjahr 2010 eingeleitete Aufwärtsentwicklung im Jahr 2011 in noch verstärktem Umfang fort. So übertrafen sowohl die Zahl der Gäste als auch deren Übernachtungen in allen Monaten des Jahres die Ergebnisse des Vorjahres deutlich.

Fast 17,9 Mill. Gästeankünfte in Beherbergungsbetrieben mit mehr als acht Schlafgelegenheiten bedeuten nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ebenso einen historischen Rekordwert wie die 45,6 Mill. Gästeübernachtungen, mit denen der bisherige Spitzenwert von 43,6 Mill. aus dem Jahr 2008 sogar deutlich übertroffen wurde. Gegenüber 2010 erhöhte sich die Gästezahl um über 1,1 Mill. bzw. 6,9 Prozent.

Die für das Gewerbe bedeutendere Übernachtungszahl stieg wegen des anhaltenden Trends zu kürzeren Aufenthalten zwar prozentual etwas schwächer um 4,8 Prozent. Der Zuwachs erreichte mit 2,1 Mill. Übernachtungen aber auch in absoluten Werten eine Größenordnung wie zuletzt im Jahr 1984.

Wie in den Vorjahren – mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 – gingen auch 2011 die stärkeren Impulse von den Auslandsgästen aus (siehe Schaubild). So stiegen im vergangenen Jahr knapp 3,9 Mill. Gäste mit ausländischem Wohnsitz in einer baden-württembergischen Unterkunft ab, 9,3 Prozent bzw. 330 000 mehr als 2010 und so viele wie in keinem Jahr zuvor. Die Übernachtungen der Auslandsgäste legten gegenüber 2010 sogar noch etwas stärker um 9,5 Prozent oder 766 000 zu. Mit 8,8 Mill. näherten sie sich erstmals der Schwelle von 9 Mill. Übernachtungen.

Bei den Inlandsgästen, auf die aktuell noch 4 von 5 Übernachtungen im Land zurückgehen, fielen die Zuwächse zwar geringer aus. Sie erreichten aber sowohl bei der Gästezahl (+ 6,2 Prozent oder + 816 000 auf 14 Mill.) als auch bei den Übernachtungen (+ 3,8 Prozent oder + 1,3 Mill. auf 36,8 Mill.) immer noch eine beachtliche Größenordnung.

Mit nur wenigen Ausnahmen profitierten auch die meisten Teilsegmente des Übernachtungstourismus vom günstigen Branchenklima. Lediglich die Vorsorge- und Reha-Kliniken mussten – wie bereits in den beiden Vorjahren – erneut Übernachtungsverluste hinnehmen, und zwar um 2,6 Prozent.

Die Parahotellerie, zu der Einrichtungen wie Ferien- und Erholungsheime, Schulungsheime, Ferienwohnungen, Jugendherbergen oder Campingplätze gezählt werden können, kam 2011 auf ein Übernachtungsplus von 2,8 Prozent. Den stärksten Zuwachs um 7,4 Prozent auf den historischen Spitzenwert von 29,3 Mill. Übernachtungen erzielte jedoch der Kernbereich der Branche, die Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen).

In der Gliederung nach Gemeindegruppen stachen die Sonstigen Gemeinden (ohne touristisches Prädikat als Bad, Kur- oder Erholungsort) 2011 mit einem Übernachtungsplus um 7,8 Prozent besonders heraus. Auch in den hier enthaltenen Großstädten ab 100 000 Einwohner war der Zuwachs mit 7,2 Prozent nur wenig niedriger. In den Prädikatisierten Gemeinden fiel der Anstieg mit 2,1 Prozent dagegen deutlich geringer aus, und die höher prädikatisierten Heilbäder mussten sich sogar mit einem vergleichweise bescheidenen Plus von 0,9 Prozent zufrieden geben.

In der regionalen Betrachtung verzeichneten 2011 bis auf den Hegau (Übernachtungen – 2,9 Prozent) alle Reisegebiete des Landes Übernachtungszuwächse. Dabei ragten die Region Stuttgart (+ 9,4 Prozent) und die Schwäbische Alb (+ 8,8 Prozent) deutlich heraus, und auch die Reisegebiete Nördliches Baden-Württemberg (+ 5,6 Prozent) und Bodensee (+ 5,2 Prozent) hoben sich noch positiv von der Landesentwicklung ab.

Während der Südliche Schwarzwald (+ 4,1 Prozent) nur relativ knapp hinter dem Gesamtergebnis zurückblieb, waren die Zuwächse im Württembergischen Allgäu-Oberschwaben (+ 1,9 Prozent) sowie im Nördlichen und im Mittleren Schwarzwald (+ 1,8 bzw. + 1,6 Prozent) nennenswert geringer.

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Richard Kössler, Tel.: 0711/641-2732, E-Mail: Richard.Koessler@stala.bwl.de">Richard.Koessler@stala.bwl.de

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