Flug buchen: Reiseportale tricksen weiter bei Preisen
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Flug buchen: Reiseportale tricksen weiter bei Preisen

10.02.2015 | stiftung-warentest.de

Bei der Online-Flug­buchung muss von Anfang an der Endpreis ange­zeigt werden, wie der Europäische Gerichts­hof (EuGH) kürzlich entschied. Die Stiftung Warentest hat über­prüft, ob sich Air­lines und Reiseportale an die recht­lichen Vorgaben halten — und fest­stellen müssen, dass einige Anbieter diese einfach ignorieren

Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de

Grund­satz­urteil beendet jahre­langen Rechts­streit

Der Europäische Gerichts­hof (EuGH) hat im Januar entschieden, dass „ein elektronisches Buchungs­system bei jedem Flug von Anfang an den zu zahlenden Endpreis ausweisen muss”. Damit endete ein lang­jähriger Rechts­streit, den der Verbraucherzentrale Bundes­verband gegen Air Berlin führte.

Der EuGH bestätigte in seinem Grund­satz­urteil, was laut EU-Verordnung seit 2008 gilt: Kunden sollen sofort Endpreise sehen, damit sie Angebote effektiv vergleichen können. Mehrere Portale halten sich noch immer nicht daran, wie eine aktuelle Stich­probe der Stiftung Warentest zeigt.

Nur eine von fünf Flugbörsen hält sich an die Vorschrift

Wir haben bei je fünf Fluggesell­schaften und Reiseportalen über­prüft, ob sie die Vorgaben halten. Von den Internet-Flugbörsen hält sich nur lastminute.de an die gesetzlichen Vorschriften. Expedia schlägt im Laufe der Buchung je nach Air­line unterschiedliche Zahlungs­gebühren auf. Kostenlos ist es nur mit Visa Credit. Fluege.de, flug.de und opodo.de schlagen während der Buchung üppige Gebühren auf. So wurden aus rund 23 Euro für einen Ryanair-Flug von Berlin nach London bei fluege.de und bei opodo.de fast 54 Euro, bei flug.de stieg der Preis von rund 33 auf fast 50 Euro. Endpreise gibt es mint­unter erst nach Eingabe der persönlichen Daten.

Air­lines zeigen sich etwas trans­parenter

Erfreulich ist das Ergebnis auf den Internet­seiten der Flug­linien: Air Berlin und Luft­hansa nennen sofort den Endpreis. Ein aufzugebendes Gepäck­stück ist in allen Tarifen enthalten. Easyjet, Germanwings und Ryanair haben Tarife, bei denen das Gepäck extra berechnet wird. Die Kosten dafür werden im zweiten Buchungs­schritt addiert. Easyjet und Germanwings weisen auf die Zusatz­kosten hin. Ryanair akzeptiert als einzige der geprüften Flug­linien kein gängiges Zahlungs­system ohne Aufpreis. Der erst­genannte Preis gilt für die Bezahlung mit Debitkarte.

Tipp: Buchen Sie direkt bei der Air­line

Welche am güns­tigsten ist, erfahren Sie über Preis­vergleichs­seiten wie

Tags: Reiseveranstalter

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