So macht Österreich Urlaub
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So macht Österreich Urlaub

02.07.2017 | Bundesanstalt Statistik Österreich

Wien, Juni 2017 — Knapp ein Viertel (23,2% bzw. 1,71 Mio.) der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren hat im Jahr 2016 keine Urlaubsreise unternommen, wie Auswertungen von Statistik Austria zeigen. Das bedeutet, dass diese Personen kein einziges Mal im gesamten Jahr für zumindest eine Nacht verreist sind. Der Anteil der Nichtreisenden hat sich in den vergangenen vier Jahren nicht wesentlich verändert

Salzburg bei Nacht / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de
Salzburg bei Nacht / Bildquelle: Sascha Brenning - Hotelier.de

Am höchsten sind die Anteile der Nichtreisenden in der Gruppe der 65-Jährigen und älteren (40,3%), bzw. unter Pensionistinnen und Pensionisten (38,4%), sowie unter Selbständigen oder mithelfenden Personen in Land- und Forstwirtschaft (37,5%). Ebenfalls weniger verreisen Haushaltsführende (31,2% Nichtreisende) und arbeitslose Personen, sowie Bewohnerinnen und Bewohner kleinerer Gemeinden bis 2.000 Einwohnerinnen und Einwohner (29,6% Nichtreisende).

Die höchste Reisefreudigkeit, und damit die geringsten Anteile an Nichtreisenden, finden sich demgegenüber unter jüngeren Personen (15- bis 24-Jährige: 13,8% Nichtreisende, 25- bis 34-Jährige: 15,0%) sowie in der Gruppe der Angestellten, Beamtinnen/Beamten und Vertragsbediensteten (11,7% Nichtreisende), unter Lehrlingen, Schülerinnen/Schülern und Studierenden (12,5% Nichtreisende) sowie unter Selbständigen (14,2% Nichtreisende). Auch in Wien lebende Personen verreisen häufiger (16,1% Nichtreisende) als Bewohnerinnen und Bewohner kleinerer Gemeinden.

Vier von zehn Nichtreisenden bleiben lieber zu Hause, Sicherheitsbedenken nehmen zu

Etwa jeder Vierte (38,3%) der 1,71 Mio. Nichtreisenden gab an, keine Motivation zum Verreisen zu haben und lieber zu Hause zu bleiben (Mehrfachantworten sind möglich). 32,0% verreisten aus gesundheitlichen Gründen oder eingeschränkter Mobilität nicht. 25,1% nannten Zeitmangel aufgrund beruflicher Verpflichtungen, 24,7% Zeitmangel aufgrund familiärer Verpflichtungen und 21,6% finanzielle Gründe.

Im Vergleich zu den Vorjahren gaben 2016 deutlich mehr Nichtreisende an, aufgrund von Sicherheitsbedenken keine Urlaubsreise angetreten zu haben (10,2%). Personen, die sich aufgrund von Sicherheitsbedenken für ein anderes als das ursprünglich geplante Reiseziel entschieden haben, sind in den Nichtreisenden nicht inkludiert.

Ältere reisen aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht, jüngere aus Zeitmangel

Eine Analyse der Gründe, die gegen eine Urlaubsreise sprechen, zeigt Unterschiede nach soziodemographischen Merkmalen. 57,6% der Personen ab 65 Jahren gaben an, aus gesundheitlichen Gründen oder eingeschränkter Mobilität nicht zu verreisen, gefolgt von "keine Motivation zu verreisen" (43,0%). In den jüngeren Altersgruppen (bis 54 Jahre) ist hingegen "keine Zeit aus beruflichen Gründen" der Hauptgrund nicht zu verreisen — besonders für 15- bis 24-Jährige, von denen 53,3% diesen Grund nannten (25- bis 54-Jährige: 41,2%).

Für die 35- bis 44-Jährigen spielt zudem auch "keine Zeit aus familiären Gründen" (40,0%) eine wichtige Rolle. Sicherheitsbedenken wurden von Frauen (14,7%) deutlich häufiger genannt als von Männern (5,5%).

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