Der 'Plastikozean'
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Der Plastikozean

12.04.2018 | Green Pearls GmbH

Traurig, traurig, traurig: Die Überschwemmung des Ozeans – mit Plastik

Gili Reef Clean-Team / Bildquelle: © Gili Lankanfushi
Gili Reef Clean-Team / Bildquelle: © Gili Lankanfushi

Darmstadt, 12. April 2018 - Wegwerfartikel und Verpackungen aus Kunststoff, Mikroplastik in Kosmetikartikeln – über den Plastikmüll, der unsere Meere überschwemmt, wird aktuell viel diskutiert. Im Februar 2018 hat Schweden auf die Plastikbelastung der Weltmeere reagiert und die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika verboten. Das ist ein wichtiger Schritt, jedoch machen die darin enthaltenen Partikel nur 2 % dessen aus, was an Mikroplastik ins Meer gelangt. Ein wesentlich größerer Teil entstehe beispielsweise durch Abrieb von Autoreifen oder synthetischer Kleidung, so eine Studie der International Union for Conservation of Nature. Sie zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt.

Wichtige Schritte dabei sind, das eigene Kaufverhalten in Bezug auf Kleidung zu verändern und das Design von Produkten und Infrastruktur grundlegend zu überdenken. Aber auch Plastikvermeidung und eine verantwortungsvolle Wiederverwertung spielen nach wie vor eine große Rolle – im Alltag wie auf Reisen. Wie das funktionieren kann, machen einige der Green Pearls®-Partnerhotels vor.

Was macht Plastik im Ozean eigentlich so gefährlich?

Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird bis 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean schwimmen – diese Warnung ist inzwischen allgemein bekannt, aber dadurch nicht weniger bedenkenswert. Bis zur vollständigen Zersetzung von Kunststoff können je nach Material zwischen 300 und 1000 Jahre vergehen. Auf dem Weg dorthin zerfällt er in immer kleinere Teile, bis hin zum Mikroplastik. Dieses ist nicht nur problematisch für den Menschen, wenn es beim Tauchen, Surfen und Baden im Meer verschluckt wird, sondern vor allem, weil es von Fischen aufgenommen wird und so auch auf unseren Tellern landet.

Unter anderem kann eine Belastung durch Plastik zu Reproduktionsschwierigkeiten, Hormonveränderungen oder Schädigungen des Nervensystems führen. Ganz direkt bedroht Plastik das Leben von Meeresbewohnern, die zum Beispiel verhungern, weil ihre Mägen voller Plastik sind, oder sich in größeren Kunststoffteilen verfangen. Die durch Plastik verursachten Gefahren für Mensch und Tier sind zentraler Bestandteil der Mitarbeiterschulungen im Gili Lankanfushi auf den Malediven: Konkret geht es hier darum, wie Plastikmüll vermieden oder verantwortungsvoll entsorgt werden kann.

Es kommt auch auf das Äußere an

Im Hotelbetrieb spielen in diesem Zusammenhang Verpackungen eine wichtige Rolle. Hier kann man besonders gut ansetzen. Der wenige Plastikmüll, der in den Hotels von CGH Earth in Indien anfällt, wird vollständig zu Recyclinganlagen vor Ort transportiert. Die Mengen sind so klein, weil die Hotels darauf setzen, Plastik weitgehend zu vermeiden. Statt in Plastikflaschen wird das Wasser für die Gäste in Glasflaschen abgefüllt, Kosmetikprodukte im Bad befinden sich in Keramikbehältern und im Restaurant gibt es Papiertrinkhalme. Obst und Gemüse werden in Holzkisten geliefert, die wieder mitgenommen werden, und die CGH Earth-Hotels organisieren spezielle Kurse für ihre Lieferanten, um deren Bewusstsein für die Problematik zu fördern.

Natürlich verpackt

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Hofgut Hafnerleiten in der Nähe von Passau, dessen Lieferanten zum Teil bereits auf Mehrwegkisten umgestellt haben. Und in den gemütlichen Themenhäuschen des Hofguts mitten in der Natur zwischen Teichen und Bäumen warten umweltfreundlich verpackte Leckereien auf die Gäste: Brot im Stoffsäckchen, Marmelade in Gläsern, Wurst und Käse in Papier. Und auch Joghurtbecher gibt es hier nicht, stattdessen stellt das Hofgut seinen Joghurt selbst her und füllt ihn in Gläsern ab.

Bewusstsein schaffen und Wissen teilen

Plastik und vor allem seine korrekte Entsorgung stellen auch die Insel Koh Samui in Thailand vor eine große Herausforderung. Deshalb setzt das Tongsai Bay genauso wie das Gili Lankanfushi auf Aufklärung. Auch hier finden regelmäßig Schulungen der Mitarbeiter statt, um Bewusstsein und Respekt für die Umwelt zu schaffen. Indem diese auch zuhause die Praktiken und Richtlinien des Tongsai Bay anwenden, können sie mit gutem Beispiel vorausgehen, ihr Wissen an die restliche Bevölkerung weitergeben und so allmählich für eine Veränderung auf der Insel sorgen.

Bei der Plastikvermeidung ist auch das Tongsai Bay äußerst kreativ. Die Zahnbürsten sind zum Beispiel biologisch abbaubar und Trinkhalme werden aus Zitronengras hergestellt – wie das funktioniert, zeigt das Hotel übrigens in einer Anleitung auf seiner Facebook-Seite und regt so auch zum Nachmachen zuhause an.

Gemeinsam für den Ozean

Auf den Malediven ist eine verantwortungsvolle Müllentsorgung nicht selbstverständlich, der meiste Müll landet auf einer dafür vorgesehenen Müllinsel oder einfach im Meer. Deshalb verfolgt das Gili Lankanfushi eine strikte „no plastic policy“. Trotzdem wird das Hotel mit großen Mengen Plastikmüll konfrontiert, der an den Strand der Resortinsel gespült oder aus Malé mitgebracht wird. Um dem zu begegnen, führt das Resort neben Schulungen seines Personals regelmäßig Strandsäuberungen durch, an denen sich auch Gäste beteiligen können. Hierfür kooperiert es mit der Umweltinitiative Parley, die das Recycling des gesammelten Plastiks in die Hand nimmt und sich durch öffentlichkeitswirksame Kooperationen gegen die Überschwemmung des Ozeans durch Plastik einsetzt.

Beispielsweise entsteht aus dem recycelten Plastik Garn, das von Adidas für die Herstellung von Hochleistungsschuhen und -Sportbekleidung genutzt wird. Und mit der Unterstützung von Parley möchte das Gili Lankanfushi seine Recyclingerfolge nun auch auf die Nachbarinsel Himmafushi bringen, indem es dort bei der Aufklärung und Sammlung unterstützt – um so Schritt für Schritt für ein stärkeres Bewusstsein und weniger Plastik in den Meeren zu sorgen.

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Der Plastikozean

Darmstadt, 12. April 2018 - Wegwerfartikel und Verpackungen aus Kunststoff, Mikroplastik in Kosmetikartikeln – über den Plastikmüll, der unsere Meere überschwemmt, wird aktuell viel diskutiert. Im Februar 2018 hat Schweden auf die Plastikbelastung der Weltmeere reagiert und die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika verboten. Das ist ein wichtiger Schritt, jedoch machen die darin enthaltenen Partikel nur 2 % dessen aus, was an Mikroplastik ins Meer gelangt. Ein wesentlich größerer Teil entstehe beispielsweise durch Abrieb von Autoreifen oder synthetischer Kleidung, so eine Studie der International Union for Conservation of Nature. Sie zeigt, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt.. Wichtige Schritte dabei sind, das eigene Kaufverhalten in Bezug auf Kleidung zu verändern und das Design von Produkten und Infrastruktur grundlegend zu überdenken. Aber auch Plastikvermeidung und eine verantwortungsvolle Wiederverwertung spielen nach wie vor eine große Rolle – im Alltag wie auf Reisen. Wie das funktionieren kann, machen einige der Green Pearls®-Partnerhotels vor.. Was macht Plastik im Ozean eigentlich so gefährlich?. Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird bis 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean schwimmen – diese Warnung ist inzwischen allgemein bekannt, aber dadurch nicht weniger bedenkenswert. Bis zur vollständigen Zersetzung von Kunststoff können je nach Material zwischen 300 und 1000 Jahre vergehen. Auf dem Weg dorthin zerfällt er in immer kleinere Teile, bis hin zum Mikroplastik. Dieses ist nicht nur problematisch für den Menschen, wenn es beim Tauchen, Surfen und Baden im Meer verschluckt wird, sondern vor allem, weil es von Fischen aufgenommen wird und so auch auf unseren Tellern landet.. Unter anderem kann eine Belastung durch Plastik zu Reproduktionsschwierigkeiten, Hormonveränderungen oder Schädigungen des Nervensystems führen. Ganz direkt bedroht Plastik das Leben von Meeresbewohnern, die zum Beispiel verhungern, weil ihre Mägen voller Plastik sind, oder sich in größeren Kunststoffteilen verfangen. Die durch Plastik verursachten Gefahren für Mensch und Tier sind zentraler Bestandteil der Mitarbeiterschulungen im Gili Lankanfushi auf den Malediven: Konkret geht es hier darum, wie Plastikmüll vermieden oder verantwortungsvoll entsorgt werden kann.. Es kommt auch auf das Äußere an. Im Hotelbetrieb spielen in diesem Zusammenhang Verpackungen eine wichtige Rolle. Hier kann man besonders gut ansetzen. Der wenige Plastikmüll, der in den Hotels von CGH Earth in Indien anfällt, wird vollständig zu Recyclinganlagen vor Ort transportiert. Die Mengen sind so klein, weil die Hotels darauf setzen, Plastik weitgehend zu vermeiden. Statt in Plastikflaschen wird das Wasser für die Gäste in Glasflaschen abgefüllt, Kosmetikprodukte im Bad befinden sich in Keramikbehältern und im Restaurant gibt es Papiertrinkhalme. Obst und Gemüse werden in Holzkisten geliefert, die wieder mitgenommen werden, und die CGH Earth-Hotels organisieren spezielle Kurse für ihre Lieferanten, um deren Bewusstsein für die Problematik zu fördern.. Natürlich verpackt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Hofgut Hafnerleiten in der Nähe von Passau, dessen Lieferanten zum Teil bereits auf Mehrwegkisten umgestellt haben. Und in den gemütlichen Themenhäuschen des Hofguts mitten in der Natur zwischen Teichen und Bäumen warten umweltfreundlich verpackte Leckereien auf die Gäste: Brot im Stoffsäckchen, Marmelade in Gläsern, Wurst und Käse in Papier. Und auch Joghurtbecher gibt es hier nicht, stattdessen stellt das Hofgut seinen Joghurt selbst her und füllt ihn in Gläsern ab.. Bewusstsein schaffen und Wissen teilen. Plastik und vor allem seine korrekte Entsorgung stellen auch die Insel Koh Samui in Thailand vor eine große Herausforderung. Deshalb setzt das Tongsai Bay genauso wie das Gili Lankanfushi auf Aufklärung. Auch hier finden regelmäßig Schulungen der Mitarbeiter statt, um Bewusstsein und Respekt für die Umwelt zu schaffen. Indem diese auch zuhause die Praktiken und Richtlinien des Tongsai Bay anwenden, können sie mit gutem Beispiel vorausgehen, ihr Wissen an die restliche Bevölkerung weitergeben und so allmählich für eine Veränderung auf der Insel sorgen.. Bei der Plastikvermeidung ist auch das Tongsai Bay äußerst kreativ. Die Zahnbürsten sind zum Beispiel biologisch abbaubar und Trinkhalme werden aus Zitronengras hergestellt – wie das funktioniert, zeigt das Hotel übrigens in einer Anleitung auf seiner Facebook-Seite und regt so auch zum Nachmachen zuhause an.. Gemeinsam für den Ozean. Auf den Malediven ist eine verantwortungsvolle Müllentsorgung nicht selbstverständlich, der meiste Müll landet auf einer dafür vorgesehenen Müllinsel oder einfach im Meer. Deshalb verfolgt das Gili Lankanfushi eine strikte „no plastic policy“. Trotzdem wird das Hotel mit großen Mengen Plastikmüll konfrontiert, der an den Strand der Resortinsel gespült oder aus Malé mitgebracht wird. Um dem zu begegnen, führt das Resort neben Schulungen seines Personals regelmäßig Strandsäuberungen durch, an denen sich auch Gäste beteiligen können. Hierfür kooperiert es mit der Umweltinitiative Parley, die das Recycling des gesammelten Plastiks in die Hand nimmt und sich durch öffentlichkeitswirksame Kooperationen gegen die Überschwemmung des Ozeans durch Plastik einsetzt.. Beispielsweise entsteht aus dem recycelten Plastik Garn, das von Adidas für die Herstellung von Hochleistungsschuhen und -Sportbekleidung genutzt wird. Und mit der Unterstützung von Parley möchte das Gili Lankanfushi seine Recyclingerfolge nun auch auf die Nachbarinsel Himmafushi bringen, indem es dort bei der Aufklärung und Sammlung unterstützt – um so Schritt für Schritt für ein stärkeres Bewusstsein und weniger Plastik in den Meeren zu sorgen.
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