6 Tipps für die perfekte Hochzeitstafel
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6 Tipps für die perfekte Hochzeitstafel

26.06.2019 | Markus Reichelt

Neben der Vermählungszeremonie ist die anschließende Feier der zweitwichtigste Programmpunkt einer Hochzeit. Bereits beim Betreten des Festsaals ziehen die Dekoration und insbesondere der Tischschmuck alle Blicke auf sich. Mit diesen 5 praktischen Tipps zaubern Sie eine prächtige Tafel

1. Auswahl der passenden Grundausstattung

Die Speisen und die Art des Service bestimmen auf der Hochzeit, welche Geschirr- und Bestecksorten benötigt werden. Brautpaare wählen bei der Organisation der Feier normalerweise entweder ein mehrgängiges Menü oder ein Buffet. Bei Zweitem gibt es neben der stationären Variante auch noch die Unterkategorien Flying- und Floating-Buffet.

Geschirr beim Buffet

Die Gäste bedienen sich an den Servicestationen oder bei Kellnern, die mit Häppchen durch den Raum laufen. Anders als beim Hotelbuffet im Urlaub will der stilvoll Hochzeitstisch eingedeckt werden. Idealerweise nutzen Sie elegante Platzteller und eine Grundausstattung an Besteck für Vor-, Hauptspeise und Dessert. Sollte es eine Suppe geben, dann können die entsprechenden Löffel am Platz liegen oder von der Servicestation am Buffet mitgenommen werden.

Die Teller können ebenfalls am Buffet bereitstehen. Sie sollten unbedingt in ausreichender Zahl vorhanden sein. Die Empfehlungen liegen zwischen zwei und vier Tellern pro Person sowie separatem Salatgeschirr. Gehen Sie beim Buffet davon ausgehen, dass die Partygemeinde sich gerne ein oder zwei Nachschläge holt und dafür jeweils einen sauberen Teller wünscht. Engpässe sollten unbedingt vermieden werden. Notfalls müssen die Servicekräfte zwischendurch spülen. Ein Waschbecken sollte deshalb in der Location vorhanden sein, falls es keine Küche gibt.

Geschirr im Restaurant oder beim Catering

Beim mehrgängigen Menü wissen Sie im Vorfeld, welche Gerichte serviert werden und wählen entsprechend die notwendigen Teller, Suppenschüsseln und das Besteck aus. Wer in einem stilvollen Hotel oder beispielsweise im Restaurant des Jahres 2019 feiert, der darf normalerweise davon ausgehen, dass ausreichend Geschirr in angemessener Qualität vorhanden ist. Dagegen bedeutet das Engagement eines Caterers teilweise, dass die Ausstattung gekauft oder gemietet werden muss. Organisieren Sie auf jeden Fall mehr Teller, Gläser und Suppenschüsseln als Gäste kommen werden. Bei rauschenden Festen gehen leicht Gegenstände zu Bruch, dann sollte genug Ersatz vorhanden sein.

Farben und Materialen

Wer das Geschirr für die Feier selbst besorgt, der macht mit der Farbe Weiß alles richtig. Sie sieht edel aus, passt zu jeder Art von Dekoration und lässt die Speisen gut zur Geltung kommen. Pappteller und Plastikbesteck sind weder förderlich für die Umwelt noch sprechen sie für einen guten Stil. Das Besteck sollte angenehm in der Hand liegen. Silber oder Edelstahl sind die beste Materialwahl. Witzige Details wie ein "Mr. & Mrs." Schriftzug, der eingraviert wird, sind ein echter Hingucker, allerdings kein Must-have.

2. Die richtige Platzierung der Tische

Der Festsaal wirkt nur dann optimal genutzt und in Balance, wenn die Tafel ideal platziert wird. Überlegen Sie sich zunächst, wie viele Gäste ungefähr erwartet werden. Dadurch wissen Sie, wie viele Sitzplätze notwendig sind. Wichtig bei der Einteilung ist, dass Sie das Brautpaar zentral platzieren. Alle Hochzeitsgäste sollen einen guten Blick auf die Hauptpersonen der Veranstaltung haben.

Setzen Sie den Tisch des Brautpaars als Erstes in ihren Plan. Danach zeichnen Sie die Sitzplätze der Gäste ein. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch DJ / Band, Tanzfläche, Soundanlage, Buffet- und Geschenktisch unterbringen müssen.
Damit sich alle Anwesenden später wohlfühlen, ist ausreichend aber nicht zu viel Abstand zwischen den Personen notwendig. So können die Gäste bequem sitzen, aufstehen und trotzdem ungestört plaudern.

Die Anordnung der Tische

Je nach Location und Anzahl der Gäste sind unterschiedliche Sitzstrukturen möglich. Sprechen Sie mit dem Besitzer des Festsaals. Welche Arten von Tischen sind vorhanden und in welcher Anzahl?

Lange Tafel

Ideal für kleinere Hochzeitsgesellschaften ist die lange Tafel. Sie wird zu beiden Seiten bestuhlt. Das Brautpaar sitzt in der Mitte und daneben die Eltern, Trauzeugen und engsten Freunde. Wichtig bei der Wahl dieser Anordnungsform ist, dass sich die lange Tafel harmonisch in die Struktur des Raumes einfügt.

T-Form

Bei der T-Form wird die lange Tafel um eine weitere Tafel ergänzt. Wer von oben auf das Gesamtbild blickt, den erinnert die Form an den Buchstaben T, welcher dieser auch namensgebend ist. Das Brautpaar sitzt in der Mitte der Ehrentafel. Von ihm aus verläuft nach vorne die zweite Tischreihe. Diese Tischordnung eignet sich für kleinere bis mittlere Hochzeiten.

U-Form

Hier wird die lange Tafel durch zwei Tafeln rechts und links an den Enden ergänzt. Damit bietet diese Form 50 bis 60 Prozent mehr Sitzplätze als die T-Form und ist deshalb für mittlere bis große Feiern gedacht. Insbesondere bei den Stühlen, die an den Ecken platziert werden, sollte ausreichen.

Einzelne Tische

Sowohl runde als auch eckige Tische können hier genutzt werden. Die einzelnen Gruppen werden im Raum verteilt, was die Kommunikation sehr fördert. Diese Variante kann beispielsweise durch eine lange Tafel ergänzt werden, an der die Hauptakteure des Tages sitzen. Bei freistehenden Tischen sollten Sie die Anordnung möglichst so planen, dass auch hier das Hochzeitspaar von allen Anwesenden gesehen werden kann. Gerade die lange Tafel in Kombination mit den freistehenden Tischen eignet sich für mittlere und große Empfänge.

3. Tisch decken

Zur klassischen Tischdekoration einer Hochzeit gehört zunächst eine edle Tischdecke. Je nach Form der Tische ist diese rund oder eckig. Es gibt Tischdeckenrollen in verschiedenen Längen, sodass Sie die Tafeln jeweils aus einem Stück bedecken können. Bei der Farbwahl sollten Sie den Stoff auf die Gestaltung des Raumes und den restlichen Schmuck abstimmen.

Bei einer weißen Tischdecke setzen beispielsweise farbige Servietten einen schönen Akzent. Alternativ können Sie auch farbigen Damast für den Untergrund wählen und die Stoffservietten weiß halten. Ist alles in Weiß, dann wirkt die Tafel besonders vornehm.

Die Servietten sollten auf jeden Fall gefaltet sein. Ein Serviettenring verleiht zusätzlich edlen Charakter. Platzteller machen - sowohl bei Buffet als auch Menü einen positiven Eindruck. Das Besteck decken Sie in der Menüfolge von außen nach innen ein. Links kommen die Gabeln und rechts die Messer sowie der Suppenlöffel. Über den Tellern liegt das Dessertbesteck. Rechts oben reihen Sie Wasser-, Rot- und Weißweingläser auf. Den Gästen sollten für jeden Gang ein neues Besteck und ein sauberer Teller zur Verfügung stehen.

Übrigens, falls die Stühle der Eventlocation nicht zu Ihrer Dekoration passen, dann schaffen Hussen Abhilfe. Diese umhüllen die Sitzgelegenheit komplett mit Stoff und kreieren so ein einheitliches Bild.

4. Die Sitzordnung

Jeder möchte, dass seine Hochzeitsgäste sich prächtig amüsieren. Neben der Musik und gutem Essen sind dafür vor allem interessante Gesprächspartner verantwortlich. Nichts ist unangenehmer, als wenn versehentlich zerstrittene Ex-Partner oder ehemalige beste Freundinnen nebeneinandersitzen.

Sie können die Sitzordnung bereits planen, bevor die Location und die Tafelform gewählt sind. Dazu nehmen Sie ein großes Blatt Papier sowie einen Schwung Post-its. Auf den Klebezetteln notieren Sie jeweils acht Gästenamen, von Personen, die Sie gemeinsam setzen wollen. Wenn später klar ist, wie die Tische im Raum platziert werden, dann können diese inklusive der Stühle sowie jeweilige Gästenamen konkret im Plan eingetragen werden.

Es existiert die Option den Gästen die exakte Stuhlwahl selbst zu überlassen. Dafür stellen Sie lediglich die Namenskarten in der Mitte des jeweiligen Tisches auf. Die Gäste suchen sich dann selbst den Stuhl an der Tafel aus. Häufig ist die Tischordnung festgelegt.

Hierfür gibt es folgende, wertvolle Tipps:

  • Positionieren Sie Paare gegenüber, dann müssen sie beim Unterhalten mit anderen Gästen nicht über den Partner hinwegsprechen.
  • Ex-Paare und Zerstrittene kommen möglichst weit auseinandersetzen.
  • Machen Sie keinen reinen Single-Tisch, platzieren aber - wenn möglich - immer zwei oder drei Singles zusammen.
  • Setzen Sie Gäste nebeneinander, die sich bereits kennen oder ähnliche Interessen haben.
  • Klassischerweise thront die Braut rechts vom Bräutigam. Neben der Braut sitzt ihr Schwiegervater, neben dem Bräutigam seine Schwiegermutter. Anschließend kommen die jeweiligen Partner.
  • Geschiedene Eltern sollten im Vorfeld befragt werden, ob sie beabsichtigen neue Lebenspartner mitzubringen. Dann wird geklärt, ob die neuen Partner mit am Brauttisch sitzen wollen und ob dies überhaupt friedlich möglich ist.

5. Tisch-Dekoration wählen

Viele Hochzeitspaare überlegen sich bei der Hochzeitsplanung ein Motto oder einen bestimmten Stil. Gerade die Tischdekoration sollte diese Wahl widerspiegeln. Angesagt sind beispielsweise Vintage- und Naturlooks. Bunte Wiesenblumen, Hölzer und Steine in Kombination mit Leinenstoffen und Spitze wirken dabei romantisch und geschmackvoll zugleich. Menükarten im verspielten Lasercut ergänzen diese Dekoration perfekt.

Wer kein spezielles Motto hat, der kann mit einer klassischen Dekoration in Weiß mit roten Rosen und funkelndem Beiwerk nichts falsch machen. Bei massiven Kerzenständern sowie üppigen Blumenvasen sollte darauf geachtet werden, dass diese den Gästen nicht im Blickfeld sind. Nutzen Sie entweder schmale und sehr hohe Gefäße oder drapieren Sie Blumen und Kerzen nur 10 bis 15 cm über der Tischplatte.

Im Trend liegen auch Dekorationen, die von der Decke hängen. Selbst die Hochzeitstorte kann auf einer Art Schaukel angebracht werden. Wenn sie diese topaktuelle Technik nutzen wollen, dann sollten Sie bei der Auswahl der Location darauf achten, ob es möglich ist Blumenkränze, Kerzen und Desserts schwebend zu befestigen. Stimmen Sie jetzt noch die Tischkarten perfekt auf den Stil ab, dann werden die Gäste staunen.

6. Störfaktoren ausschalten

Damit sich alle Gäste wohlfühlen, sollte bei der Organisation den Details große Beachtung geschenkt werden. Wichtig ist, dass die Tische ausreichend beleuchtet sind. Das Licht sollte angenehm und von einem warmen Ton, aber nicht zu grell sein. Achten Sie außerdem darauf, dass die Lautsprecher so gestellt werden, dass alle Anwesenden Musik und Reden gut verstehen, sie aber nicht durch eine zu hohe Lautstärke gestört werden.

Die Durch- und Ausgänge müssen frei passierbar sein. Das hat nicht nur feuerschutzrechtliche Gründe, sondern dient auch dem Komfort der Gäste. Achten Sie darauf, dass Blumengebinde keinen zu intensiven Duft ausstrahlen. Menschen reagieren unterschiedlich auf Gerüche. Was auf den einen positiv wirkt, kann einen anderen abstoßen.

Im Grunde sind es nur einige, wenige Punkte, die Sie bei der Gestaltung der Hochzeitstafel berücksichtigen sollten. Wer diese beachtet, wird das Essen und die Feier am schönsten Tag des Lebens in traumhaftem Ambiente genießen.