Fisch des Jahres 2021 ist der Hering
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Fisch des Jahres 2021 ist der Hering

20.01.2021 | MARA Redaktionsbüro

Friesenkrone ist seit 1925 Spezialist für Heringsspezialitäten und präsentiert den Fisch des Jahres 2021, den Hering: Die Natur hatte ihn ursprünglich als Nahrung für Robbe und Dorsch vorgesehen und doch spielt kein anderer Fisch in der Geschichte eine so große wirtschaftliche und politische Rolle wie der Hering

Fast einhundert Jahre Erfahrung: 1925 spezialisierte sich Friesenkrone auf Matjes- und Heringsspezialitäten. / Bildquelle: Alle Bilder Friesenkrone
Fast einhundert Jahre Erfahrung: 1925 spezialisierte sich Friesenkrone auf Matjes- und Heringsspezialitäten. / Bildquelle: Alle Bilder Friesenkrone
Heringsfilet klassisch: Friesenkrone veredelt den beliebten Seefisch zu abwechslungsreicher Fischfeinkost.
Heringsfilet klassisch: Friesenkrone veredelt den beliebten Seefisch zu abwechslungsreicher Fischfeinkost.
Fisch des Jahres 2021: der Hering aus der Familie der Heringsfische (Clupeidae) mit weltweit über 200 Arten.
Fisch des Jahres 2021: der Hering aus der Familie der Heringsfische (Clupeidae) mit weltweit über 200 Arten.

Im Mittelalter bewahrte er die Menschen vor Hungersnöten, er war Haupthandelsware der Hanse und mit der längeren Haltbarkeit gesalzener Heringe stieg auch seine wirtschaftliche Bedeutung: Der Salzhering wurde zu einem wichtigen Exportartikel und hat so zur Entdeckung neuer Kontinente beigetragen.

Der Atlantische Hering erreicht normalerweise 20 bis 25  Zentimeter Länge, die ältesten  Exemplare werden rund 20 Jahre alt. Der Hering ist fett und nahrhaft und war – auch fern der Meeresküsten – ab dem Mittelalter eine unentbehrliche Winter- und Fastenspeise; was der Tatsache zu verdanken ist, dass sich der Meeresfisch in Salz und Rauchfang gut haltbar machen lässt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Atlantische Hering (Clupea harengus) so verbreitet und günstig, dass er als Arme-Leute-Essen galt.

Das 1904 gegründete Familienunternehmen Friesenkrone spezialisierte sich unter der Leitung von Heinrich Schwarz jun. bereits im Jahr 1925 auf Heringsprodukte. Ziel war es, den beliebten Speisefisch möglichst vielseitig in verschiedenen Verarbeitungsformen anzubieten. Denn landläufig gesehen war Heringsgenuss bis dato eher eintönig. Überlieferungen besagen, dass norwegische Familien in den 1950iger Jahren bis zu fünfmal pro Woche Salzhering zu Mittag aßen, viel mehr Auswahl gab es nicht.

Heringsfanggebiete erstrecken sich über die Ost- und Nordsee hinaus bis in den gesamten Nordatlantik vor Norwegen. Je nach Herkunft gibt es Frühjahrslaicher (z. B. Norwegische See und westliche Ostsee) und Herbstlaicher (z. B. Nordsee). Da vor dem Laichen die Fettreserven optimal aufgefüllt sind, ist die beste Fangzeit für den Nordseehering zwischen Juni und Oktober, die der Heringe in der Norwegischen See zwischen Oktober und April. Das Einfrieren der Heringe auf See sowie der Bezug von Ware aus verschiedenen Fanggebieten ermöglicht die ganzjährige Herstellung von Herings- und Matjesspezialitäten.

Bereits bei der Beschaffung der Rohware prüfen Friesenkrone-Mitarbeiter Qualität und Verarbeitung persönlich vor Ort. In Marne angekommen, veredelt Friesenkrone das „Silber der Meere“ mit traditionell handwerklichem Können. Beobachtet man den Hering im Wasser, funkelt sein silbernes Schuppenkleid in unterschiedlichen Farben und seine eleganten Bewegungen sind faszinierend anzuschauen.

Heringe leben lebenslang im Schwarm. Schätzungen der größten Heringsschwärme belaufen sich auf über vier Kubikkilometer. Wissenschaftliche Beobachtungen führten zu der Erkenntnis, dass ein Heringsschwarm nicht aus zufällig nebeneinander schwimmenden Einzelfischen besteht, sondern eine Art zusammenhängenden Organismus bildet, in dem Erfahrungen ausgetauscht werden. Die Sinnesorgane aller Einzeltiere liefern Informationen für das Verhalten des gesamten Schwarms.

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