NGG Tarifvertrag Gehalt: Mindestlohn von 8,50 Euro reicht Gewerkschaft nicht aus
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NGG Tarifvertrag Gehalt: Mindestlohn von 8,50 Euro reicht Gewerkschaft nicht aus

09.01.2014 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Michaela Rosenberger sagte der 'Bild'-Zeitung' 8,50 €  seien ein immer noch zu niedriger Lohn, der es kaum ermögliche, davon zu leben. Dumm nur, das es in Deutschland allein schon 1,1 Millionen Selbstständige gibt, die keine  8,50 € die Stunde verdienen

Der Hotelpage von Hotelier.de
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Am 23.12.2013 sagte Frau Rosenberger noch: "Von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro pro Stunde werden Millionen von Menschen in ganz Deutschland profitieren. Erst nach wochenlangen Verhandlungen konnte man sich auf die jetzt im Koalitionsvertrag festgehaltenen Regelungen zum Mindestlohn einigen - diesen Kompromiss schon nach wenigen Tagen wieder öffentlich in Frage zu stellen, ist gefährlich."

Und weiter: Chefs, die den Mindestlohn nicht zahlen könnten und deshalb Mitarbeiter entlassen müssten, rief sie zum nachdenken auf, denn dass läge sicher nicht an der Einführung des Mindestlohnes von 8,50 Euro, sondern sei im verfehlten Geschäftsmodell des Arbeitgebers begründet.

Was die Dame vergisst: Rund 1,1 Millionen Selbstständige haben 2012 einer Studie zufolge weniger als 8,50 Euro pro Stunde verdient. Dies hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Zeitung 'Welt am Sonntag' berechnet. Insgesamt hätten 25 Prozent aller Selbstständigen weniger als 8,50 Euro verdient.

Meinung von Hotelier.de: Gehören diese Unternehmer auch zu denen, die ein falsches Geschäftsmodell verfolgen, ergo aufgeben sollten? Mit ihnen würden - konservativ gerechnet - insgesamt ca. 2 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Also: vielen Dank, bravo Frau Rosenberger, soviel Weitsicht. Weiter so!

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