Hotelinvestmentmarkt Deutschland 2010
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Hotelinvestmentmarkt Deutschland 2010

13.01.2011 | Jones Lang LaSalle GmbH
Das Transaktionsvolumen auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt konnte 2010 wieder ein Plus verzeichnen. Mit rund 800 Mio. Euro hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr (rund 340 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Das Ergebnis liegt allerdings immer noch knapp 20 % unter dem 10-Jahresdurchschnitt 2000 - 2009 (930 Mio. Euro)
Portfoliotransaktionen leben wieder auf - vor allem dank internationaler Investoren

17 Einzeltransaktionen über 10 Mio. Euro summierten sich 2010 auf über 400 Mio. Euro, während deutsche Portfoliodeals ein Volumen von insgesamt etwa 200 Mio. Euro generierten. Weitere ca. 190 Mio. Euro gingen auf das Konto von deutschen Hotelimmobilien, die als Teil eines europäischen Hotelportfolios verkauft wurden.

In 2010 haben sich nach zwei abstinenten Jahren auch die ausländischen Investoren (Immobilien) wieder auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt zurückgemeldet. Bei rund 61 % des Hotelinvestmentvolumens traten internationale Investoren als Käufer auf, ein Großteil (rund 350 Mio. Euro) floss in Portfoliotransaktionen, so dass ihr Anteil in diesem Bereich bei über 90 % lag. Zwischen 2004 und 2008 haben sie den deutschen Hotelinvestmentmarkt mit einem Anteil von bis zu 90 %  klar dominiert, 2009 waren sie lediglich bei drei Transaktionen, entsprechend ca. 21 % des Hotelinvestmentvolumens, auf der Käuferseite.

Bei den Einzeltransaktionen dominierten deutsche Investoren (63 % des Einzeltransaktionsvolumens), sie kauften u.a. in Berlin, Köln, Essen, Hamburg, Leipzig und München:

"Die sich bereits abzeichnende Aufhellung des deutschen Hotel-Investmentmarktes zum Ende des Jahres 2009 wurde 2010 bestätigt. Auch für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung des Trends. Dank sich wieder leicht verbessernder Finanzierungsmöglichkeiten, aber auch aufgrund wieder steigender Cash Flows durch zunehmende Gästenachfrage kommt wieder mehr Bewegung in den Anbieter- und damit auch in den Käufermarkt", so Ursula Kriegl, Leiterin Jones Lang LaSalle Hotels Deutschland.

"Trotzdem", so Kriegl weiter, "setzen alle Marktteilnehmer weiter auf Sicherheit. Somit stehen Pachtverträge aus Sicht der Käufer weiterhin auf der Wunschliste an erster Stelle. Diese Vertragsart verringert gegenüber einem Managementvertrag das Risiko für den Käufer in Verbindung mit einem bonitätsstarken, renommierten Pächter erheblich. Zudem sind Pachtverträge weiterhin steuerlich teilweise ein ,Muss' für Investoren."

Das Thema "Refinanzierung" wird auch 2011 eine Herausforderung für die Marktteilnehmer, insbesondere das Zusammenspiel von Investoren, Betreibern und Banken, bleiben. "Denn die in den Boomjahren kurz- bis mittelfristig finanzierten Hotelimmobilien stehen weiterhin zur Refinanzierung an. Trotz zum Teil erheblich angezogener anziehender Hotelperformances in 2010, haben sich die Loan-to-value-ratios nicht zu Gunsten von Investoren verbessert. Eine genaue Durchleuchtung der Finanzierungsstrukturierung ist essentiell, um überhastete Notverkäufe oder gegebenenfalls sogar Insolvenzen zu verhindern", so Kriegl.

Für Rückfragen: Ursula Kriegl, Executive Vice President, Leiterin Jones Lang LaSalle Hotels Deutschland, Tel. +49 (0) 89 29 00 88 83.

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