Werner & Mertz-Hauptverwaltung erhält LEED-Zertifizierung in Platin
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Werner & Mertz-Hauptverwaltung erhält LEED-Zertifizierung in Platin

02.10.2012 | BESTFALL GmbH
Höchste internationale Auszeichnung für nachhaltiges Bauen honoriert besonderes Energiekonzept
Übergabe des Zertifikats durch NABU-Präsident Olaf Tschimpke (2. von links) an Reinhard Schneider GF-Gesellschafter von Werner & Mertz. Moderator Cherno Jobatey und Sabine Christiansen freuen sich mit
Übergabe des Zertifikats durch NABU-Präsident Olaf Tschimpke (2. von links) an Reinhard Schneider GF-Gesellschafter von Werner & Mertz. Moderator Cherno Jobatey und Sabine Christiansen freuen sich mit
Foto oben: Werner & Mertz / Herbert Piel
Foto oben: Werner & Mertz / Herbert Piel
Seit 2010 setzt die neue Hauptverwaltung des durch seine Marken Erdal und Frosch bekannten Unternehmens Werner & Mertz Maßstäbe für die Industrie als so genanntes „Energie-Plus-Haus“. Das Gebäude verfügt über  Windkraftrotoren und Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und erzeugt hiermit sowie mittels Geothermie mehr Energie als es verbraucht.

Das Gebäude entspricht damit höchsten internationalen Maßstäben für nachhaltiges und umweltbewusstes Bauen. Aus diesem Grund hat Werner & Mertz mit „LEED Platinum“ die anspruchsvollste Nachhaltigkeits-Zertifizierung für Gebäude erhalten. Der Neubau ist damit Deutschlands einzige Industrieverwaltung mit dieser höchsten Auszeichnungsklasse.

Bei einem Festakt in der ausgezeichneten Hauptverwaltung bekam Reinhard Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz, die Auszeichnung von Olaf Tschimpke überreicht, dem Präsidenten des NABU. „Bauherren tragen besondere Verantwortung dafür, dass unsere Rohstoffe und Lebensgrundlagen geschont werden“, erinnerte Tschimpke.

Denn die normale Bauwirtschaft trage erheblich zu Kohlendioxid-Emissionen, dem Verbrauch von Primärressourcen und -energie sowie zum Reststoffaufkommen bei. „Das Gebäude beweist, auch ein mittelständisches Unternehmen kann klare Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Ein erstklassiges Beispiel, dem viele folgen sollten“, so der NABU-Präsident.

Bauherr Reinhard Schneider sagte: „Um dieses außerordentliche Ergebnis zu erzielen, sind wir ähnlich vorgegangen wie bei unserer Marke Frosch: Statt hohe Summen in die absolute Perfektionierung einer einzelnen guten Eigenschaft zu investieren, achten wir darauf, möglichst viele ökologische Aspekte und Elemente der Nachhaltigkeit voranzutreiben. In Summe entsteht so ein herausragendes Gesamtresultat.“

Sabine Christiansen, erstes Beiratsmitglied der neugeschaffenen Initiative Frosch, erklärte dazu: „Auch bei dem Neubau zeigt das Herstellerunternehmen der Marke Frosch, dass Nachhaltigkeit bei allen Überlegungen an erster Stelle steht. Ich freue mich sehr über dieses herausragende Ergebnis bei der Zertifizierung und auf die vor uns liegende Zusammenarbeit bei der Initiative!“

Die Werner & Mertz-Hauptverwaltung besticht vor allem durch ihr Energiekonzept: Mittels Windkraft, Photovoltaik und geothermischer Grundwassernutzung erzeugt der Neubau 20 Prozent mehr Energie, als er für den laufenden Betrieb benötigt. Insgesamt 16 Windkraftrotoren und eine 350 Quadratmeter große Photovoltaikanlage befinden sich auf dem Dach. Mit dem Solarstrom vom Dach der Verwaltung werden zwei Elektro-Smarts als Dienstwagen betankt.

Geothermische Grundwassernutzung sorgt zu jeder Jahreszeit für angenehme Temperaturen im Gebäude. Dabei wird das Grundwasser im Winter mit einer Wärmepumpe auf 35 Grad erwärmt. Über ein in den Fußböden integriertes Heizsystem gibt das Wasser seine Wärme in die Büros ab. Die Wärmezufuhr kann dabei in jedem Raum individuell reguliert werden.

Im Sommer wird das kühle Grundwasser genutzt, um über das in den Fußböden liegende Kühlungssystem eine angenehme Raumtemperatur zu schaffen. Nach seiner Nutzung im Kühl- und Heizsystem fließt das Wasser in die neue Entsalzungsanlage des Unternehmens auf dem Werksgelände und wird dann in der Produktion ressourcenschonend weiter genutzt.

Mithilfe der drei standortoptimierten Umwelttechnologien Windkraft, Photovoltaik und Geothermie spart Werner & Mertz jedes Jahr etwa 160 Tonnen Kohlendioxid ein. Eine vierschichtige Spezialglasfassade sorgt für höchste Wärmdämmwerte. Schon vor der offiziellen Einweihung erhielt die neue Hauptverwaltung im Juni 2010 den renommierten rheinland-pfälzischen Umweltpreis. Der Neubau verfügt auf sieben Etagen über 105 Büros, mit einer Gesamtfläche von 3.158 Quadratmetern. Für bis zu 250 Mitarbeiter ist das Gebäude ausgelegt, in dessen Bau das Unternehmen 14 Millionen Euro investiert hat.

Auch die Innenausstattung des Gebäudes berücksichtigt den Nachhaltigkeitsgedanken von Werner & Mertz: So verfügt das Foyer im Erdgeschoss über eine so genannte „grüne Wand“, die mit 2.350 Pflanzen bestückt ist, und ein Wasserbecken. Die Pflanzen werden durch ein automatisches Bewässerungssystem mit Wasser und Nährstoffen versorgt.

Die „grüne Wand“ erhöht zusammen mit dem Wasserbecken die Luftfeuchtigkeit. Dadurch kann eine optimal gefühlte Raumtemperatur mit geringerem Heizaufwand umgesetzt werden. Im Foyer befinden sich zudem sieben Bäume, die die Forstwirtschaft sonst zu Brennholz verarbeitet hätte, da sie anderen gerade gewachsenen Bäumen das Licht nahmen. Jeder der bis zu 400 Kilo schweren Baumstämme trägt nun im Eingangsbereich zu einem natürlichen Raumambiente bei.

Die im Gebäude verlegten Teppichböden stammen von duraAIR. Die patentierte Beschichtung des Teppichrückens ist in der Lage, auf katalytische Weise in der Raumluft enthaltene gesundheitsschädliche Stoffe oder unangenehme Gerüche in unkritische Bestandteile der Luft wie Wasserdampf und Luftstickstoff umzuwandeln.

Die Büroausstattung der neuen Hauptverwaltung setzt ebenfalls Maßstäbe. Die Deckenfluter in den Büros leuchten die Schreibtische flexibel aus. Sie reagieren über Sensoren auf Bewegungen und die jeweilige Tageslichtmenge. So passt sich die Strahlkraft der Lampen automatisch der Raumsituation an. Die raumhohen, getönten Fenster sorgen für einen hohen Tageslichteinfall und verringern den Bedarf an künstlicher Beleuchtung.

Die Schall- und Wärmedämmung der vierschichtig aufgebauten Glasfassade erreicht dabei höchste Effektivität. Zudem wurden alle neuen Schreib- und Besuchertische aus Holz hergestellt, das nachweislich aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Die Bürostühle sind zu 95 Prozent recyclingfähig.

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