Gin Hype am Ende?
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Gin Hype am Ende?

23.08.2017 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

Eine große Branchenzeitung fragt in einer Schlagzeile jüngst nach der Talfahrt der großen Ära dieses aromatisierten Alkohols. Ist der Gin Hype am Ende? Angeblich streichen Bars den Wacholder Schnaps schon wieder von der Getränkekarte

Ungava Gin im Test der Hotelier.de Redaktion, Bericht siehe unten
Ungava Gin im Test der Hotelier.de Redaktion, Bericht siehe unten

Große Aufregung in der Branche: der Alkohol, der aus einer Familie der Zypressengewächse gewonnen wird, habe im Verbrauch beim Konsumenten seinen Zenit überschritten. Setzt nun der große Abschwung ein?

Die großen Spirituosen Hypes seit den 80ern

Erinnern wir uns doch einmal. In den 80er bis 90er Jahren war der Tequila das ganz große Szenegetränk. In Buxtehude bei Hamburg gab es eine In-Disco namens ‚Hoheluft‘, die mit legendären Motto Partys regionale Erfolge feierte. Unter der Decke hing ein Netz mit hunderten von roten ‚Sombreros‘ des Tequila Klassikers Sierra (Slogan 'Innen gut, außen mit Hut', 1990 ca. 1,8 Millionen Flaschen verkauft).

Heute ist Deutschland der drittgrößte Tequilamarkt weltweit hinter Mexiko und den USA, doch der Hype ist vorbei. Natürlich stehen in gut assortierten Bars immer verschiedene Arten der Mezcal Spirituose, denn auf den Gedanken, den Abend mit einem ‚Sunrise‘ zu beginnen, kommt man immer mal wieder.

Was nach dem Gin Hype bleibt

Dann kam der Rum Hype und gleichzeitig die Erkenntnis, das klare Alkoholika weniger Kalorien haben. Das war Hemingway in ‚seiner‘ El Floridita noch völlig egal, nicht aber dem Barbesucher von heute, der ein wenig auf seine Figur achtet. So ist es auch kein Wunder, das Wodka mit über 500 Mio. € Jahresumsatz die Nr.1 beim Endkunden ist. Gin Produkte können an dieser Marke nicht einmal kratzen.

So denn doch wollen wir den Gin Tonic zum Beispiel mit einem guten Hendrick’s Gin und einem Stück Gurke auf der nächsten Sommerparty genießen, auch wenn der Gin Hype längst zu Ende ist. Und deshalb ist die Entscheidung eines cleveren Gastronomen, Gin von der Karte zu nehmen, wohl nur von dem Hintersinn geprägt, ein ähnliches Produkt wie Genever ins Regal zu stellen.

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