Tarifverhandlungen Systemgastronomie
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Tarifverhandlungen Systemgastronomie

12.02.2020 | ngg.net

Hamburg, 12. Februar 2012; „Wenn die Arbeitgeber sich nicht endlich bewegen, wird es keinen Tarifabschluss geben.“ Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hat die Forderung nach 12 Euro mindestens nochmals bekräftigt. Nach zwei ergebnislosen Runden für Tarifverhandlungen der Systemgastronomie beginnt morgen, Donnerstag, 13. Februar 2020, in Stuttgart die dritte Tarifverhandlung mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS)

Der Restaurantfachmann von Hotlier.de
Der Restaurantfachmann von Hotlier.de

Adjan: „In der Systemgastronomie treffen Milliardenumsätze auf Armutslöhne. Wir wollen dies ändern. Auch wer bei McDonald’s, Burger King oder Starbucks hart arbeitet, hat Respekt verdient und muss von seiner Arbeit leben können. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung von 12 Euro mindestens. Es muss Schluss sein mit den Armutslöhnen.“

Die Beschäftigten der Systemgastronomie haben seit einer Woche den Druck erhöht und ihren Ärger öffentlich gemacht. In zahlreichen Städten – u.a. in Dortmund, Siegburg, München, Nürnberg, Bremen, Magdeburg, am Montag am Checkpoint Charlie in Berlin und heute am Hamburger Hauptbahnhof – an Autobahnraststätten und Einkaufszentren mit Protestaktionen und Warnstreiks haben sie deutlich gemacht: „Wir wollen Respekt. Schluss mit Hungerlöhnen. Wir fordern 12 Euro mindestens in den Tarifverhandlungen der Systemgastronomie!“

Hintergrund: Die Umsätze der Systemgastronomie steigen

So war etwa der Umsatz von Marktführer McDonald’s in Deutschland mit rund 3,5 Milliarden Euro in 2018 so hoch wie nie zuvor (Quelle: statista.com). In der ersten Tarifverhandlung im Dezember 2019 in Berlin haben die Arbeitgeber lediglich eine minimale Erhöhung der Einstiegslöhne auf 9,48 Euro pro Stunde – 13 Cent oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns – angeboten. Auch in den anderen Tarifgruppen sieht dieses Angebot nur minimale Anpassungen von 2,5 bis 2,7 Prozent mehr Geld pro Jahr vor. Auch in der zweiten Verhandlung im Januar 2020 in Frankfurt/Main haben die Arbeitgeber ihr Angebot nicht verbessert.

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