Tourismusland Österreich: Karriere in Hotellerie und Gastronomie
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Tourismusland Österreich: Karriere in Hotellerie und Gastronomie

23.05.2022 | Hotelier.de

Das Nachbarland Österreich wird als Tourismusland immer wichtiger und punktet trotz seiner überschaubaren Größe mit höchst unterschiedlichen Regionen und Tätigkeitsbereichen. Im Folgenden werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie es gelingen kann, im österreichischen Tourismus Fuß zu fassen

Arbeitskräfte in der Hoga sind gefragt - jetzt eine gute Ausbildung beginnen!
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Wer an Österreich denkt, denkt wahlweise an die Alpen, Wiener Schnitzel, Hallstatt, die Kaiserin Sissi, Skifahren und Snowboarden, Mozart und Falco oder gar The Sound of Music. Allein diese Aufzählung macht deutlich, wie vielfältig das kleine Land ist. Und diese Vielseitigkeit setzt sich in der Landschaft und bei den Leuten fort. So vereint Österreich auf nur knapp 84.000 km2 äußerst unterschiedliche Regionen. Während Bundesländer wie Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten und die Steiermark unter anderem für hohe Berge, urige Hütten und saftige Almen bekannt sind, gedeiht im Nordosten des Staates der Wein prächtig und betörende Weiten prägen das Land.

Auch jede Menge Seen gibt es in Österreich zu entdecken, genauso wie Kulturhochburgen, wie allen voran Wien und Salzburg. Kein Wunder also, dass Österreich als Tourismusland in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat. So stiegen die Ankünfte und Nächtigungen – abgesehen von den letzten beiden Coronajahren – in den letzten zehn Jahren stetig.

Touristen schätzen nicht nur Natur und Kultur, sondern auch die gut ausgebaute Infrastruktur, die zentrale Lage mitten in Europa, die hohe Sicherheit und die reichhaltige Geschichte, die an vielen Plätzen nach wie vor spürbar wird. Im Travel & Tourism Competitiveness Index des World Economic Forums belegt Österreichs daher mittlerweile Platz 11 und hat damit Staaten wie Portugal, die Niederlande oder Griechenland überholt.

Arbeitskräfte sind gefragt

Menschen aus aller Welt entdecken also seit Jahren Österreich als Urlaubsziel – und zwar ganz egal, ob im Winter oder im Sommer. Hinzu kommt die derzeitige Situation: Nach knapp zwei Jahren mit nur wenigen Möglichkeiten, um Urlaube tatsächlich anzutreten, in Hotels zu übernachten oder Restaurants zu essen, macht sich nun eine große Sehnsucht danach in den Menschen breit. Viele Hotels und Gastronomiebetriebe rechnen daher mit einem Ansturm. Doch um diesen Menschen etwas bieten zu können und ihren Aufenthalt in der Alpenrepublik so angenehm wie möglich zu machen, braucht es Fachkräfte, oder anders ausgedrückt: Gastgeber mit Leidenschaft.

Ob Köche, Servicekräfte, Pâtissiers, Sommeliers, Rezeptionisten oder Housekeeping-Profis – sie sind allesamt heiß begehrt und werden händeringend gesucht. Und zwar so dringend, dass seit Jahren etliche Stellen gar nicht mehr besetzt werden können. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der FHWien der WKW wurden Wege aufgezeigt, um dem Engpass an Fachkräften entgegenzuwirken: Darunter die Notwendigkeit struktureller und gesetzlicher Veränderungen, die Schaffung einer neuen Arbeits- und Organisationsstruktur sowie Anreize und Benefits.

Arbeiten an einmaligen Orten

Diese herausfordernde Situation kann für andere wiederum eine Chance darstellen, um genau in diesem Bereich Fuß zu fassen und den Horizont zu erweitern. Und: Obwohl die Branche nach wie vor mit einem schlechten Image zu kämpfen hat, so findet auch hier bereits ein Umdenken statt. Handwerk, Regionalität und Empathie stehen hoch im Kurs und wurden nie mehr geschätzt als jetzt.

Nicht zuletzt handelt es sich bei Jobs in Hotellerie und Gastronomie um sinnstiftende Tätigkeiten an einmaligen Orten, an denen andere Urlaub machen. Nirgends sonst kommen Mitarbeiter zudem mit so vielen unterschiedlichen Menschen und Kulturen in Berührung und können ihrer Tätigkeit sowohl im In- als auch Ausland nachgehen.

Gefragte Lehrberufe in Hotellerie und Gastronomie

Aber welche Jobmöglichkeiten gibt es nun konkret in dieser Branche? Und welche sind besonders gefragt? Ganz allgemein stehen Interessierten zum Beispiel zehn verschiedene Lehrberufe offen – vom klassischen Koch über den Hotel- und Gastgewerbeassistenten bis hin zum Fitnessbetreuer und Veranstaltungstechniker. Ein Überblick über die gefragtesten Jobs mit den meisten offenen Stellen:

1. Koch/Köchin

Ein umfangreiches Wissen in Sachen Lebensmittel und Zubereitungsarten sowie viel Liebe zum Detail zeichnen den Beruf des Kochs aus. Für ihn ergeben sich vielfältige Möglichkeiten – von der Jausenhütte am Berg bis hin zur gehobenen Gastronomie in der Stadt.

2. Restaurantfachmann/-frau

Begrüßen, beraten und begeistern – das zählt zu den wichtigsten Aufgaben von Restaurantfachmännern und -frauen. Sie sind ebenso in der Welt der Speisen und Getränke zu Hause, kümmern sich um ansehnliche Tische und servieren die jeweiligen Köstlichkeiten. Auch sie kommen sowohl in Restaurants, als auch Hotels oder in Bars zum Einsatz.

3. Gastronomiefachmann/-frau

Wer sowohl in der Küche als auch im Service glänzen möchte, kann sich als Gastronomiefachmann/-frau ausbilden lassen. Diese Lehre ersetzt in Österreich somit die ehemalige Doppellehre „Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-frau“.

4. Hotel- und Gastgewerbeassistent/-in

Ein Lehrberuf, der ebenso im Tourismus beheimatet ist, jedoch auch eine administrative Komponente aufweist, ist jener des Hotel- und Gastgewerbeassistenten. Fachkräfte dieser Richtung erledigen etwa Organisations- und Verwaltungsaufgaben in Betrieben, kümmern sich um Reservierungen und Reklamationen, stellen Rechnungen und bestellen Waren. Auch der Gästeempfang und mitunter das Servieren von Speisen und Getränken gehört zu ihrem Tätigkeitsbereich.

5. Hotelkaufmann/-frau

Ähnliche Aufgaben haben auch Hotelkaufmänner und -frauen zu erledigen – zum Beispiel: organisieren, beraten, Angebote erstellen, Zimmer vermieten, Rechnungen stellen, die Haustechnik überprüfen oder für eine ordnungsgemäße Reinigung sorgen.

Neben einschlägigen Ausbildungen kann man sich in Österreich im Bereich Gastronomie und Tourismus weiterbilden. Wer Kaffee liebt und sich darauf spezialisieren möchte, absolviert die Weiterbildung zum Barista. Auch Schulungen zur Lebensmittelhygiene (HACCP) sind für Mitarbeiter, speziell im Gastronomiebereich wichtig.

Tourismusschulen und -kollegs in Österreich

Neben Lehrausbildungen stehen Interessierten viele weitere Möglichkeiten offen. So bildet etwa die GASCHT, die Gastgeberschule für Tourismusberufe in Vorarlberg, regelmäßig Fachkräfte aus. In vier Jahren lernen künftige Gastgeber dort verschiedene Bereiche kennen und entscheiden sich sodann für einen der drei Pflichtbereiche. Zur Auswahl stehen „Service & Gastgeben“, „Rezeption & Hotelmanagement“ sowie „Küche & Kulinarik“. Viele weitere berufsbildende Schulen und Kollegs haben sich in Österreich ebenso dem Thema Tourismus verschrieben. Zum Beispiel:

  • PANNONEUM – Wirtschafts- und Tourismusschulen Neusiedl am See
  • Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, für Tourismus und für Mode und Bekleidungstechnik in Oberwart
  • Kärntner Tourismusschulen Warmbad Villach
  • International College of Tourism and Management – ITM GmbH
  • Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus in Krems, Retz und Semmering
  • Tourismusschulen Salzkammergut Bad Ischl, Bad Leonfelden, Bad Hofgastein, Bischofshofen, am Wilden Kaiser, Bludenz oder Salzburg Kleßheim
  • Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe und Hotelfachschule in Weyer und in Lienz
  • Steirischer Hotelfachschulverein – Tourismusschulen Bad Gleichenberg
  • Höhere Lehranstalt für Tourismus und Hotelfachschule VILLA BLANKA Innsbruck
  • Tourismuskolleg Innsbruck
  • Zillertaler Tourismusschulen
  • Bezauer Wirtschaftsschulen
  • Gastgewerbefachschule des Schulvereins der Wiener Gastwirte
  • Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und wirtschaftliche Berufe
  • Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien
  • Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus

Tourismus studieren in Österreich

Schließlich befassen sich noch eine Reihe von Studienrichtungen mit der Fachrichtung Tourismus - sowohl auf Bachelor- als auch Master-Ebene. Ein Auszug:

  • Hotelmanagement (BA), Fachhochschule Kärnten
  • Innovation & Management im Tourismus (BA), Fachhochschule Salzburg in Puch/Hallein
  • Tourism & Hospitality Management (BSc), Privatuniversität Schloss Seeburg
  • Tourism and Hospitality Management – Major in Hotel Management (BBA), MODUL University Vienna Privatuniversität
  • Tourism and Leisure Management (BBA), IMC Fachhochschule Krems GmbH
  • Tourism-Management (BBA), FHW-Fachhochschul-Studiengänge Betriebs- und Forschungseinrichtungen der Wiener Wirtschaft GmbH
  • Unternehmensführung, Tourismus & Freizeitwirtschaft (BA), MCI Management Center Innsbruck – Internationale Hochschule GmbH
  • Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus (BSc), Universität Innsbruck

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