Personalmanagement durch Hotelorganisation
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Personalmanagement durch Hotelorganisation

04.07.2016 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

Personalmanagement ist wegen des Fachkräftemangels gefragter denn je. Mit einer guten Hotelorganisation erledigen sich die Aufgaben des Personalmanagement am besten

Gutes Servicepersonal wird nicht auf dem Tablett serviert
Gutes Servicepersonal wird nicht auf dem Tablett serviert

Was ist Personalmanagement?

Dumme Frage, möchte man meinen, aber viele Hotels machen es wohl und ahnen es nicht einmal. Aber jedes Unternehmen befleißigt sich darin und je bewusster dies geschieht, umso besser. Es umfasst kurz gesagt die Personalplanung, -führung und -verwaltung. Das Personal-Management ist also nicht die Angelegenheit einer Person, sondern wird von allen Führungspositionen ausgeführt. In kleinen Hotels wird dies natürlich in Personalunion durch den Inhaber oder dem Geschäftsführer wahrgenommen, in einem großen Hotel oder bei Ketten von der Geschäftsführung, Personalabteilung und den leitenden Personen.

Personalmanagement Definition und Ziele

Wenn früher das Personalmanagement von der reinen Verwaltung des Personaleinsatzes bestimmt war, hat es heute in den Zeiten des Fachkräftemangels das Ziel der Mitarbeiterzufriedenheit. Dies hört sich uneigennützig an, ist es aber nicht, denn Zufriedenheit ‚macht‘ gesunde Mitarbeiter, ergo dies die Produktivität erhöht und mithin Kreativität. Diese bleiben länger in der Firma, was dem Stichwort der Mitarbeiterbindung anheimfällt.

Die Hotelorganisation als Instrument des Personalmanagement

Das Organigramm sieht on Top die Hotelleitung vor, präsentiert vom Hoteldirektor oder vom Inhaber des Hauses. Wobei man immer mehr von der Hoteldirektorin sprechen muss in einer Branche, die zu 70% weiblich bestimmt ist.

Die Hotelleitung ist direkter Vorgesetzter vom Empfang, dem Housekeeping, vertreten durch die Hausdame oder Rooms Divison Manager sowie dem Backoffice respektive dem Rechnungswesen. In der weiten Linie folgt - gemäß dem Ansatz weniger Umsatz gleich weniger Bedeutung — die Küche mit dem Küchenchef, der Service mit dem Restaurantleiter und das Lager. Hat ein Hotel kein Restaurant und wird es als kleines Haus nur von 2-3 Fachkräften geführt, gebührt obere Listung der Hinweis, wie viel Arbeit auf die Hotelleitung solch einer Unternehmung zukommt.

Das Personalmanagement in großen Häuser ist immer noch teilweise gekennzeichnet von einem autoritären Führungsstil, der aber wegen seiner schnellen Handlungsfähigkeit auch Vorteile offenbart. Bei der mitarbeiterorientieren Personalführung steht die Arbeitszufriedenheit im Vordergrund, beim aufgabenorientierten Führungsstil das Ziel, mit Anreizen die Mitarbeiter zu guten Leistung zu führen.

Letztendlich führt der Mix zum Erfolg: Beim morgendlichen Briefing ist sicherlich nicht nur das zielgerichtete Verteilen der Aufgaben angesagt, sondern auch die Frage nach einer Mitarbeiterbeteiligung, die auch Chefs klüger macht. So können auch 'Tage der offenen Tür' dazu dienen, interessierte Lehrstellenbewerber herauszufiltern. Dies ist auf die erfolgreiche Anregung eines Restaurantleiters in einem Berliner Kettenhotel erfolgt, der aufzeigen konnte, dass es trotz des schlechten Rufes der Gastronomie die Arbeit in der Küche durchaus auch mit Humor und Spaß an der Arbeit verbunden ist.

Personalmanagement Aufgaben

Das Personalmanagement hat die Aufgabe, gemäß den Unternehmenszielen Personal auszuwählen, einzusetzen und zu fördern, wobei der Ausdruck ‚auswählen‘ inzwischen falsch ist. Gute Mitarbeiter zu finden ist schwer und der 'Tag der offenen Tür' nur ein Hinweis darauf, sich rechtzeitig darum zu kümmern. Dies setzt eine vorrauschauende Planung und eine geeignete Unternehmenskultur voraus.

Immer mehr Hotelunternehmen orientieren sich deshalb an Mitarbeitern aus dem Ausland, die durch eine andere Kultur auch die gastfreundliche Hotellerie bereichern. Dass dieser Weg auch steinig sein kann, zeigt der Bericht über eine indische Frau im centrovital in Berlin, deren Visum abgelaufen war.

Die Personalplanung ist also innerhalb des Personalmanagement keine leichte Aufgabe. Viele deutsche Aspiranten wollen und müssen studieren, weil der Durchstieg in eine gehobene Karriere nur noch so möglich ist und andere Anwärter besitzen oft nicht die entsprechende Qualifikation. Um den mittel- und langfristigen Bedarf eines Unternehmens an Mitarbeitern zu decken, ist somit eine kreative Personalbeschaffung vonnöten. Natürlich gibt es auch die externe Personalbeschaffung, doch die ist mit Zusatzkosten verbunden.  

Bei der Personalbeschaffung müssen also alle ‚Register gezogen‘ werden:

  • Erstellen von Anforderungsprofilen für die Jobcenter, z.B. auch für ‚Mitarbeiter 50+‘, dies bringt Zuschüsse und Menschen mit Berufserfahrung
  • Schaltung von Stellenanzeigen
  • 'Tag er offenen Tür' zur Mitarbeiteranwerbung
  • Anwendung von Werbung nach der Art des Guerilla Marketings: Anbringen von Hinweisen in weiterführenden Schulen

Der Hotelorganisation und deren Verantwortliche kommt hier die Aufgabe zu, diese Quellen auszuschöpfen.

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