Tarifvertrag Baden-Württemberg für die Gastronomie neu abgeschlossen
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Tarifvertrag Baden-Württemberg für die Gastronomie neu abgeschlossen

19.02.2018 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

NGG und DEHOGA konnten für das Baden-Württembergsche Gastgewerbe einen neuen Tarifvertrag aushandeln

Tarifvertrag für Gastronomie in Baden-Württemberg

Der neue Lohn- und Gehaltstarif-Vertrag im baden-württembergischen Hotel- und Gaststättengewerbe steht: DEHOGA und Gewerkschaft NGG haben sich auf eine Anhebung der Entgelte in zwei Stufen geeinigt

Stuttgart 19. Februar 2018. Vom 1. März 2018 an steigen Löhne und Gehälter für die Beschäftigten zunächst um 3 Prozent. Zum Jahresbeginn 2019 erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 1,5 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2019. Unter Berücksichtigung der fünf „Leermonate“ seit Auslaufen des vorigen Tarifvertrages ergibt sich für die Gesamtlaufzeit des neuen Tarifvertrages eine effektive Mehrbelastung der Betriebe in Höhe von 3,13 Prozent. Ein wichtiger Vorteil für die Unternehmen ist die lange Laufzeit des neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrages: Dadurch haben die Betriebe bis Ende 2019 Planungssicherheit.

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Harte Verhandlungen

„Dieser Tarifabschluss ist das Ergebnis harter, schwieriger Verhandlungen. Die vereinbarte Entgelterhöhung in Höhe von insgesamt 4,5 Prozent, aufgeteilt in zwei Stufen, ist ein klares Zeichen der Wertschätzung für die rund 130.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Gastgewerbe“, betont DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt, der die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten auf Arbeitgeberseite führte.

„Wir sind an die Grenzen des wirtschaftlich Leistbaren gegangen, haben unserem Tarifpartner aber auch deutlich gemacht, dass wir die Betriebe angesichts der nach wie vor schwierigen Ertragssituation in der Branche nicht überfordern dürfen.“ Den Forderungen der Gewerkschaft, die, die eine Erhöhung um 140 Euro für alle Tarifpositionen verlangt hatte, habe man deshalb eine klare Absage erteilt. Sie hätte in der „Ecklohngruppe“, also bei Fachkräften im ersten Gehilfenjahr, eine Erhöhung von 6,8 Prozent bedeutet.

Vergütungen für Auszubildende steigen deutlich

Deutlich angehoben werden die Vergütungen für Auszubildende. Sie steigen in Abhängigkeit vom Ausbildungsjahr zwischen 4,28 Prozent und 12 Prozent. Auszubildende im 3. Lehrjahr erhalten bei einer tariflichen Arbeitszeit von 39 Stunden künftig 840 Euro pro Monat. Mit der Steigerung der Azubi-Vergütungen, für die sich auch die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung ausgesprochen hatte, soll die Branche im Wettbewerb um Nachwuchskräfte spürbar gestärkt werden.

„Ausbildung ist und bleibt die beste Antwort auf unser Problem Nr. 1, den Fachkräftemangel. Aus diesem Grund war es uns ein wichtiges Anliegen, die Attraktivität der Ausbildung im Gastgewerbe mit einem deutlichen Signal zu stärken“, erklärt der Landesvorsitzende. Dennoch habe sich die Gewerkschaft mit ihrer Forderung nach 100 Euro mehr Monatslohn für jeden Auszubildenden nicht durchsetzen können.

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Neue Lohngruppe erleichtert Einstellung ungelernter Hilfskräfte

Um den beruflichen Einstieg und die Integration von ungelernten Kräften in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sieht der Vertrag die Schaffung einer neuen Tariflohngruppe für ungelernte Hilfskräfte im Gastgewerbe vor. Sie erhalten künftig in den ersten zwölf Monaten ihrer Beschäftigung ein Tarifgehalt von 1706 Euro pro Monat.

Branche attraktiv für Arbeitnehmer

Auch wenn der weit verbreitete Mitarbeitermangel einen gegenteiligen Eindruck erweckt, zeigt die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen, dass das Hotel- und Gaststättengewerbe in Baden-Württemberg für Arbeitnehmer eine attraktive Branche ist: Aktuell arbeiten rund 130.000 Menschen im Land sozialversicherungspflichtig in Hotellerie und Gastronomie. 2010 lag diese Zahl noch deutlich niedriger, nämlich bei rund 100.000. Mit dieser beachtlichen Steigerung gehört die Branche zu den großen „Jobmotoren“ der baden-württembergischen Wirtschaft.

Die offizielle Meldung des DEHOGA Baden-Württemberg vom 19.02.18

Tipps

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Alte Meldung zum Tarifvertrag Baden-Württemberg vom 27.04.2016

Beschäftigte im Gastgewerbe erhalten 2,7 Prozent mehr Lohn für den Erhalt einer erfolgreichen Gastronomie.

Stuttgart 27. April 2016. Die Mitarbeiter des baden-württembergischen Hotel- und Gaststättengewerbes erhalten vom 1. Juni 2016 an 2,7 Prozent mehr Lohn. Darauf haben sich der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) geeinigt. Auch die Vergütungen für Auszubildende im Gastgewerbe steigen um 2,7 Prozent und werden nach Aufrechnung dieses Betrags jeweils auf die nächsten 10 Euro aufgerundet. Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 16 Monaten bis 30. September 2017.

„Dass wir nach harten, aber jederzeit fair geführten Verhandlungen bereits in der ersten Tarifrunde einen Abschluss erreichen konnten, zeigt, dass die Tarifpartnerschaft im baden-württembergischen Gastgewerbe funktioniert”, betonten die beiden Verhandlungsführer Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Baden-Württemberg und Claus-Peter Wolf von der Gewerkschaft NGG.

Beide Tarifparteien einigten sich zudem darauf, bis zum Ende der Laufzeit des nunmehr vereinbarten Lohn- und Gehaltstarifvertrages ein neues Tarifraster auszuarbeiten, das als Grundlage künftiger Tarifverträge im baden-württembergischen Gastgewerbe dienen soll.

Die offizielle Meldung des DEHOGA Baden-Württemberg vom 27.04.16

Alte Meldung zum Tarifvertrag Baden-Württemberg vom 23.03.2015

Gemäß Mitteilung der DEHOGA Baden-Württemberg erhalten Beschäftigte im baden-württembergischen Gastgewerbe 2,9 Prozent mehr Lohn ab dem 1. April 2015. Hilfskräfte wie Servierer erhalten eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. Für Fachkräfte werden die Löhne zusätzlich um einen festen Betrag von 25 Euro erhöht, sodass Lohnsteigerungen von 2,2 Prozent bis 3,4 Prozent erreicht werden.

Die Vergütungen für Auszubildende steigen zwischen 3,75 Prozent und 5,2 Prozent. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Weiterhin gibt es eine flexiblere Arbeitszeitregelung: Gemäß Manteltarifvertrag können Jahresarbeitszeitkonten geführt werden. Dadurch kann der Mitarbeiter-Einsatz zu Ferienzeiten besser angepasst werden.

Alte Meldung Tarifvertrag Baden-Württemberg vom 27.09.2013

Die Löhne der rund 100.000 Angestellten in den Hotels und Gaststätten steigen zum 1. Oktober diesen Jahres um 3,2 Prozent. Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2014. Die Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe erhalten 5,3 Prozent  mehr im ersten Ausbildungsjahr, 7,3 Prozent im zweiten Ausbildungsjahr und 10,6 Prozent im dritten Ausbildungsjahr.

Auszubildende mit 44 Stunden Wochenarbeitszeit erhalten  6,0 Prozent mehr im ersten Ausbildungsjahr, 7,5 Prozent im zweiten Ausbildungsjahr und 8,0 Prozent im dritten Ausbildungsjahr.

Quelle der Zahlen Gewerkschaft NGG

Synonym: Tarifvertrag Gastronomie Baden-Württemberg, Manteltarifvertrag Baden-Württemberg Gastronomie, Tarifvertrag Baden-Württemberg Gastronomie, Tarifvertrag Hotel und Gaststätten Baden-Württemberg, Manteltarifvertrag Baden-Württemberg 2013

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