Tarifvertrag Hessen (Dehoga/Gastronomie)
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Tarifvertrag Hessen (Dehoga/Gastronomie)

Aktualisiert am: 19.11.2018

Die Tarifverträge für die Hoga in Hessen...

Neuer Tarifvertrag für 22 Monate abgeschlossen // Tarifliche Entgelte in Hessen steigen in zwei Stufen zum 1.1.2019 um 3,3 Prozent und zum 1.1.2020 um 2,8 Prozent

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NGG und DEHOGA Hessen einigen sich auf neuen Tarifabschluss

Wiesbaden/Sulzbach im Taunus, 14.11.2018. Die Entgelttarifverhandlungen für das hessische Gastgewerbe zwischen den Tarifvertragsparteien Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen (DEHOGA Hessen) wurden am Abend des 13. November 2018 in Sulzbach erfolgreich zum Abschluss geführt.

Die Löhne für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hotels und Gastronomiebetrieben in Hessen steigen in einer ersten Stufe mit Wirkung zum 1. Januar 2019 um 3,3 Prozent. Ab dem 1. Januar 2020 werden die Gehälter um weitere 2,8 Prozent angehoben. Der neue Entgelttarifvertrag ist bis zum 31. Oktober 2020 abgeschlossen. Vom Morgen bis in die Abendstunden haben die Tarifkommissionen der beiden Sozialpartner verhandelt.

„Es war von Anbeginn auf beiden Seiten spürbar, dass ein hohes Interesse an konstruktiven Verhandlungen zum Wohle und zur Zukunftssicherung der gesamten Branche besteht“, so Gerald Kink, Präsident und Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes DEHOGA Hessen.

Noch eine letzte Unsicherheit bleibt allerdings bestehen: In der untersten Lohnstufe der Betriebsgastronomie bzw. der Cateringbranche, die nicht andere vorrangige Tarifverträge anwendet, wird die Große Tarifkommission noch über die Mindeststandards für die Entlohnung von Hilfskräften beraten. Bis zum 30. November kann der DEHOGA Hessen daher den Gesamttarifvertragsabschluss noch widerrufen. Eine Einigung innerhalb der Verbandsgremien gilt jedoch als wahrscheinlich.

Der Verband verweist erneut auf die am Tarifabschluss teilhabenden Erhöhungen der Ausbildungsvergütungen. Mit 795,00 Euro im ersten und 1035,00 Euro im dritten Lehrjahr erhalten hessische Auszubildende als Restaurant-, Hotelfachleute oder Köche bundesweit das höchste Salär. „Gute Ausbildungsbedingungen, Steigerung der Attraktivität einer werthaltigen Ausbildung in der Branche und eine echte Rundumbefähigung des Nachwuchses lauten die großen Herausforderungen der Betriebe. Die Vergütung ist dabei ein Baustein, der dazu gehört.“, so Kink.

Aus diesen Gründen und insbesondere um den landesweiten Standard für die Ausbildung des gastgewerblichen Nachwuchses zu sichern, haben die Tarifvertragsparteien zudem vereinbart, für die geltenden Ausbildungsvergütungen die Allgemeinverbindlichkeit schnellstmöglich zu beantragen. Damit würden diese auch für nicht tarifgebundene Unternehmen in ganz Hessen verpflichtend. „Wir brauchen hierzulande keine Debatten um gesetzlich verordnete Mindestausbildungsvergütungen. Junge Menschen sollen in unseren Betrieben für die Branche und ihren beruflichen Werdegang begeistert und befähigt werden!“, betont Gerald Kink, der in einer Allgemeinverbindlichkeit auch ein Instrument sieht, um den Herausforderungen des Fachkräftebedarfs zu begegnen.

Mit dem Tarifabschluss für eine Gesamtlaufzeit von 22 Monaten erhielten die Betriebe insbesondere Planungssicherheit. Der Abschluss sei der Höhe nach mit Blick auf Inflationsraten und die Tarifentwicklung der Gesamtwirtschaft angemessen. Gerald Kink: „Ich danke allen mitwirkenden Kolleginnen und Kollegen und auch den Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaft, die sich allesamt partnerschaftlich mit uns auf den Weg gemacht haben, Hotellerie und Gastronomie in die Zukunft zu führen und zur Branche der Chance zu entwickeln!“

Historische Tarifverträge im HOGA-Gewerbe in Hessen:

Quelle Dehoga Hessen vom 02.03.2016: Die Löhne für der Mitarbeiter in Hotels und Gastronomiebetrieben in Hessen steigen in einer ersten Stufe mit Wirkung zum 1. März 2016 um 2,5 Prozent. Ab dem 1. Januar 2017 werden die Gehälter um weitere 2 Prozent angehoben. Gesonderte Erhöhungen wurden für die Ausbildungsvergütung vereinbart. Der neue Entgelttarifvertrag ist bis zum 31. August 2017 abgeschlossen.

Mit 705 € im ersten und 930 €  im dritten Lehrjahr erhalten hessische Auszubildende als Restaurant-, Hotelfachleute oder Köche bundesweit das höchste Gehalt. Für die beiden „Leermonate” Januar und Februar 2016 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 100,00 Euro für alle Vollzeitbeschäftigten.

04.12.2014

...haben bei einer Laufzeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 folgende Gehaltserhöhungen (Quelle der Zahlen DEHOGA Hessen)

  • 3% Prozent in sämtlichen Lohngruppen der 64.000 Beschäftigten im hessischen Gastgewerbe
  • sowie leicht darüber liegende Steigerungen der Ausbildungsvergütungen

Die Tarifverträge für die Hoga in Hessen haben bei einer Laufzeit vom 01.11.2012 bis 31.12.2014 folgende Gehaltserhöhungen (Quelle der Zahlen Gewerkschaft NGG)

  • ab 1. November 2012 um 4 %
  • ab 1. April 2014 um weitere 2,5 %.

Wer hat Rechtsanspruch auf den Tarif?

Für Betriebe der DEHOGA, deren Beschäftigte Mitglied in der Gewerkschaft NGG sind.

Tipps

Hinweise für das Gewerbe

Tarifvertrag Hessen - ein Begriff der Rubrik Recht
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Tags: Dehoga Hessen Tarifvertrag, Tariflohn Köche, NGG, Lohntarife, Tariflöhne, Tarife,  Tarifvertrag für Gastronomie, Tarifvertrag Gastronomie Hessen, Tarifverträge Gastronomie, Hotel Hessen