Urlaubsanspruch in Gastronomie & Hotellerie
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Urlaub in Gastronomie & Hotellerie

28.03.2018 | Wolfgang Ahrens Hotelier.de

Der Urlaub in der Gastronomie und im Hotel richtet sich in der Regel nach dem gesetzlichen Urlaubsanspruch für das Gastgewerbe und definiert sich in Deutschland über das Bundesurlaubsgesetz

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Der gesetzliche Anspruch auf Urlaub für das Gastgewerbe definiert sich wie für die anderen Branchen in Deutschland über das Bundesurlaubsgesetz. Eine erfolgreiche Gastronomie handelt im übrigen immer einen fairen Urlaubsanspruch aus, denn nur der gesunde, zufriedene Mitarbeiter bleibt der Firma in einer Branche mit hoher Fluktuation treu.

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Gemäß § 1 Urlaubsanspruch nach Urlaubsgesetz...

..hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland für jedes Jahr einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Arbeitnehmer im Sinne des Gesetzes sind Arbeiter und Angestellte sowie Azubis der Hotellerie und Gastronomie.

Im § 3 ist die Dauer des Urlaubs geregelt

Er beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. Werktage sind als Kalendertage definiert, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Der Samstag wird dabei also als Werktag mitgezählt. Wenn die Arbeitszeit nicht alle Werktage in der Woche (6 Tage) berühren, muss der Urlaubsanspruch in Arbeitstage umgerechnet werden. Dabei ergibt sich bei einer 5-Tage-Woche laut Gesetz ein Mindesturlaubsanspruch von 20 Tagen.

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Voraussetzung für den Urlaubsanspruch - allgemein, ergo auch in Gastronomie und Hotel

  • ein gültiger Arbeitsvertrag auch bei Teilzeit-, Berufsausbildungs- und geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen
  • gemäß § 4 Wartezeit gilt: Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben
  • § 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs: Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen (zum Beispiel Familie), entgegenstehen

Mögliche Einschränkungen oder Verbesserungen des Urlaubsanspruches

§ 13 Unabdingbarkeit (1): Von den vorstehenden Vorschriften mit Ausnahme der §§ 1 und 3 Abs. 1 kann in Tarifverträgen abgewichen werden. In der Gastronomie und Hotellerie gelten oft Tarifverträge, die bessere Konditionen als die gesetzlichen Mindestbestimmungen vorgeben. Die Gewerkschaft-Nahrung-Genuss-Gaststätten als Vertreter der Arbeitnehmer handelt diese Tarifverträge aus. Diese haben wir im Eintrag Tarifverträge für das Hotel- und Gaststättengewerbe zusammengefasst.

§ 5 Teilurlaub Berechnung - Anteiligen Urlaub berechnen

Anspruch besteht auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses

  • für Zeiten eines Kalenderjahrs, für die er wegen Nichterfüllung der Wartezeit (siehe oben § 13) in diesem Kalenderjahr keinen vollen Urlaubsanspruch erwirbt
  • wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet
  • wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahrs aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet

§ 9 Krank im Urlaub

Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so muss er dies mit einem ärztlichen Attest nachweisen, wenn er sich die Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht anrechnen lassen will. So werden die Tage nicht vom Urlaubsanspruch abgezogen.

Anspruch auf unbezahlten Urlaub

Einen generellen Anspruch auf unbezahlten Urlaub gibt es nicht. Ein gesetzlicher Anspruch besteht, wenn der Arbeitnehmer z.B. zur Bundeswehr eingezogen wird, an einer Wehrübung teilnimmt oder kranke Familienmitglieder versorgt werden müssen. Besondere Regelungen, die einen Anspruch auf unbezahlten Urlaub ergeben, können auch in der Betriebsvereinbarung, im Arbeitsvertrag oder in den Tarifverträgen, siehe oben, enthalten sein. Das Arbeitsverhältnis ruht in der Zeit des unbezahlten Urlaubs. Dann wird das monatliche Einkommen ausgesetzt.

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