Tarifvertrag NRW Hotellerie und Gastronomie
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Tarifvertrag NRW Gastronomie

Aktualisiert am: 23.09.2026
(Alter) Wartesaal am Dom am Kölner Hauptbahnhof / Bildquelle: Beide Hotelier.de
(Alter) Wartesaal am Dom am Kölner Hauptbahnhof / Bildquelle: Beide Hotelier.de
Der spektakuläre Lobbybereich im Hotel Kö59 in Düsseldorf
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Tarifvertrag Gastgewerbe NRW 2026: Löhne und Ausbildungsvergütungen steigen schrittweise

Der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) NRW haben sich nach sehr schwierigen Verhandlungen in der dritten Runde auf einen neuen Tarifabschluss für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe verständigt. Die Vereinbarung schafft Planungssicherheit bis Mitte 2028.

  • Die Löhne steigen in drei Stufen: Zum 1. Oktober 2026 um 2,2 Prozent, zum 1. Januar 2027 um 2,6 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal um 2,2 Prozent. Der tarifliche Einstiegslohn liegt durch die derzeitige Regelung bei 14,40 Euro.
  • Auch Auszubildende profitieren von dem Abschluss. Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. Oktober 2026 und zum 1. August 2027 jeweils um 20 Euro. Damit erhalten Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr künftig 1.420 Euro beziehungsweise 1.440 Euro monatlich. Der Ausbildungstarifvertrag läuft ebenfalls 24 Monate und soll auf gemeinsamen Antrag für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen befindet sich weiterhin in wirtschaftlich turbulenten und herausfordernden Zeiten. Die Branche steht nach wie vor unter erheblichem Kosten- und Wettbewerbsdruck – Der Mindestlohn beispielsweise wurde zum 1.1.2026 auf 13,90 Euro erhöht und wird zum 1.1.2027 auf 14,60 Euro steigen.

Das bedeutet für den Lohneinstieg eine Erhöhung innerhalb eines Jahres von fast 14 Prozent. Ebenso ist nach Zahlen der Arbeitsagentur der Medianlohn im Gastgewerbe zwischen 2020 – 2025 um rund 38 Prozent gestiegen. Gleichzeitig macht Unternehmern und Unternehmerinnen im Gastgewerbe die merkliche Konsumzurückhaltung zu schaffen. Die realen Umsätze im letzten Jahr lagen nach Zahlen von IT NRW 14,9 Prozent unter denen von 2019.

DEHOGA kritisiert Stimmungsmache auf dem Rücken der Branche

„Wir hatten trotz der wirtschaftlich extrem angespannten Situation immer beides im Blick – die Interessen der mehr als 400.000 Beschäftigten und natürlich ebenso die Leistungsfähigkeit der rund 40.000 Betriebe in Gastronomie und Hotellerie. Der jetzt gefundene Abschluss ist hart an der Belastungsgrenze für viele unserer Betriebe“, unterstreicht Andreas Büscher, Verhandlungsführer und Präsident des DEHOGA NRW. Deshalb besteht auf Arbeitgeberseite kein Verständnis für die Klassenkampfrhetorik, vor allen Dingen durch die NGG auf Bundesebene, die die Tarifverhandlungen „begleitet“ hat.

„Wer öffentlich die Arbeitgeber mit Blockadevorwürfen in Bezug auf Lohnerhöhungen überzieht und den Eindruck erweckt, Gastronomen und Hoteliers müssten lediglich Gewinne umverteilen, während gleichzeitig zahlreiche Betriebe um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, betreibt keine verantwortungsvolle Tarifpolitik mehr, sondern populistische Stimmungsmache auf dem Rücken der Branche. Auf diesem Niveau können Tarifverhandlungen nicht mehr stattfinden. Wir bekennen uns zur Sozialpartnerschaft und zum Flächentarifvertrag, aber nicht um jeden Preis.“

Für großes Unverständnis sorgt auch die permanente Kritik der NGG an der Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf Speisen: „Wir verstehen nicht, wie die eigene Gewerkschaft eine Maßnahme wie die 7 Prozent, die sich existenzsichernd auf die Gastronomie auswirkt, als „Geschenk“ bezeichnen kann.

Das politische Ziel der Anpassung der Mehrwertsteuer war, den Verkauf von Speisen steuerlich gleich zu behandeln und gastronomische Unternehmen wie die Preise zu stabilisieren. Genau das ist – wie von uns im Übrigen prognostiziert – eingetreten und davon profitieren letztendlich auch die Beschäftigten“, stellt Büscher abschließend klar.

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Frühere News zum NRW Tarifvertrag Gastronomie/Hotellerie:

  • Tarifabschluss 2024
  • Tarifeinigung 2022
  • Tarifvertrag 2018/2019
  • Manteltarifvertrag 2016 und Tarifvertrag 2017

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Meldung vom 18.07.24

Tarifabschluss Gastgewerbe NRW: Wichtiges Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Lohnzuwächse in zwei Schritten für Beschäftigte im NRW-Gastgewerbe +++ Ausbildungsvergütung steigt auf 1.350 Euro im dritten Ausbildungsjahr +++ Grenze der Belastbarkeit für viele Unternehmen im Gastgewerbe NRW

Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen haben sich der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk NRW in der Tarifrunde 2024 auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie in Nordrhein-Westfalen geeinigt.

Nach einer Vorweganhebung für Fachkräfte steigen die Löhne bis auf den „Einstiegstarif“ ab dem 1.9.2024 um vier Prozent und in einem zweiten Schritt ab dem 1.6.2025 noch einmal um bis zu 5,80 Prozent. Der Lohneinstieg liegt künftig bei 13,32 Euro und damit 50 Cent über dem ab dem 1.1.25 geltenden gesetzlichen Mindestlohn. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 24 Monate und beginnt zum 1.6.24. Die Gesamtanhebung beträgt für die Laufzeit im Schnitt 10,27 Prozent.

Die Ausbildungsvergütungen steigen zu den neuen Ausbildungsjahren, also zum 1.8.2024 und zum 1.8.2025 um jeweils 50 Euro. Sie liegen damit im 3. Ausbildungsjahr bei 1.350 Euro bzw. 1.400 Euro. Die Laufzeit des Ausbildungstarifvertrages beträgt ebenfalls 24 Monate und soll auf gemeinsamen Antrag für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund des noch immer herrschenden hohen Kostendrucks in der Branche und einer zunehmenden Konsumzurückhaltung statt. Die Branche befindet sich im fünften Jahr mit realen zweistelligen Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. Gleichzeitig trafen die hohen Inflationswerte der vergangenen Monate auch die Beschäftigten in Gastronomie und Hotellerie.

„Wir mussten einen Grat finden, der die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gastgewerbe NRW berücksichtigt, aber auch die Interessen der Beschäftigten nach einer fairen und wertschätzenden Lohnentwicklung. Dieser Tarifkompromiss ist das Ergebnis einer gelebten und respektvollen Tarifpartnerschaft, das von beiden Seiten empfindliche Zugeständnisse erfordert hat.

Für die Vitalität, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Branche bei uns in NRW war ein solcher Abschluss notwendig“, beschreiben Isabell Mura, Verhandlungsführerin der NGG NRW und Andreas Büscher, zuständiger Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen, die Ergebnisse der aktuellen Tarifrunde.

Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe arbeiten nach letzten Zahlen der Arbeitsagentur 425.000 Beschäftigte. / Hier die offizielle Meldung vom DEHOGA-Nordrhein-Westfalen

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Meldung vom 20.01.22

Große Lohnzuwächse in zwei Schritten für Beschäftigte im NRW-Gastgewerbe

+++ Die Ausbildungsvergütung steigt auf 1.000 Euro im ersten Lehrjahr +++ deutliche Lohnzuwächse machen Preisanpassungen unvermeidbar +++ gemeinsame Forderung nach weiteren Hilfen und verbesserten Kurzarbeitergeldregelungen.

...Die Löhne steigen ab dem 1.5.2022 um durchschnittlich 10 Prozent und in einem zweiten Schritt ab dem 1.6.2023 noch einmal um 3,5 Prozent. Der Lohneinstieg liegt künftig bei 12,50 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 25 Monaten.

Die Ausbildungsvergütungen steigen zum neuen Ausbildungsjahr am 1.8.2022 ebenfalls deutlich: im 1. Jahr um 250 auf 1.000 Euro, im 2. Jahr um 220 auf 1.100 Euro und im 3. Jahr um 200 auf 1.200 Euro. Alle Ausbildungsvergütungen werden nach zwölf Monaten um jeweils 100 Euro erhöht. Die Laufzeit des Ausbildungstarifvertrages beträgt 24 Monate...

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Tarifvertrag Gastronomie NRW 2018/2019 Erhöhung

++++ 2,9 % und 2,8 % mehr Lohn für Köche, Kellner und Zimmerfrauen in zwei Stufen +++ Ausbildungsvergütung steigt auf 1.000 Euro im dritten Lehrjahr:

Nach intensiven Verhandlungen haben sich der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk NRW in der dritten Tarifrunde am letzten Freitag auf einen neuen Tarifabschluss für die circa 395.000 Beschäftigten im Gastgewerbe zwischen Rhein und Weser geeinigt.

Die Löhne steigen für alle Beschäftigten nach drei Leermonaten ab dem 1. November 2018 um 2,9 Prozent und dann ab dem 1. August 2019 noch einmal um 2,8 Prozent pro Monat. Der Anschlusstarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. August 2018 und endet nach 22 Monaten am 31. Mai 2020.

Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1. August 2018 im Entgelttarifvertrag NRW Gastronomie rückwirkend

  • Im 1. Jahr um 50 Euro auf 750,00 Euro
  • im 2. Jahr um 80 Euro auf 880,00 Euro und
  • im 3. Jahr um 100 Euro auf 1.000,00 Euro.

Die Laufzeit des Ausbildungstarifvertrages beträgt 24 Monate und endet am 31. Juli 2020.

NGG NRW und DEHOGA Nordrhein-Westfalen zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir haben nach langem Ringen einen Abschluss gefunden, der für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbare Lohnzuwächse über der Inflation bedeutet und die Attraktivität unserer Berufe, gerade in der Ausbildung, erhöht.

Gleichzeitig haben wir eine Lösung gefunden, die die wirtschaftlichen und strukturellen Unterschiede unserer Betriebe in Nordrhein-Westfalen berücksichtigt“, so Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen und Mohamed Boudih, NGG-Landesvorsitzender des Bezirks Nordrhein-Westfalen.

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Alte Meldung zum Manteltarifvertrag 2016 und Tarifvertrag Nordrhein-Westfalen (NRW) aus Mitte 2017

Eine erfolgreiche Gastronomie ist auch immer mit guten Lohnergebnissen über dem Mindestlohn verbunden. Zum 1. August 2017 erhöhen sich die Tarife des Entgelttarifvertrages (Tarifgruppe 1 bis freie Vereinbarung) für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe um 2,8 %. Ebenfalls werden die Praktikantenvergütungen um 2,8 % auf 375,- € erhöht.

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Synonym Tarifvertrag NRW Gastronomie in der HOGA u.a. für den Koch: Entgelttarifvertrag NRW Gastronomie, DEHOGA Tarifvertrag NRW

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Tarifvertrag Nordrhein-Westfalen (NRW) - ein Begriff der Rubrik Recht

Tags: Manteltarifvertrag Gastronomie, Hotel NRW Monate, Monaten, Monats, Tarifvertrag NGG NRW, Tarifvertrag Hotel und Gaststättengewerbe NRW